Haus Ebeling
denkmalgeschützte Villa in Hannover
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Das Haus Ebeling in Hannover ist eine denkmalgeschützte Villa in der Landschaftstraße 7 im hannoverschen Stadtteil Mitte.[1] Es wurde 1850 als eigenes Wohnhaus des Kriegsbaumeisters und ersten Architekturdozenten der Höheren Gewerbeschule Ernst Ebeling errichtet.[2] Das Haus Ebeling ist heute – nahe dem ebenfalls von Ebeling 1848 in der (heutigen) Prinzenstraße 21 errichteten ehemals Haus Albrecht genannten Gebäude – die letzte erhaltene der ursprünglichen Erst- und Villenbebauung in der Landschaftstraße.[1]

Geschichte und Baubeschreibung

Ernst Ebeling hatte sich zur Zeit des Königreichs Hannover bereits 1836 bis 1838 ein erstes eigenes (nicht erhaltenes) Wohnhaus auf einem Gartengrundstück am ehemaligen „Stadtgraben“[3] (über den heute zu Teilen die Georgstraße verläuft)[4] errichtet. Der Standort des ersten Wohnhauses Ebelings bestimmte in der von dem Stadtbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves konzipierten Ernst-August-Stadt schließlich den Verlauf der 1843 dann als Villenstraße angelegten Landschaftstraße.[3]
Hier errichtete sich Ebeling 1850 dann sein neues Wohnhaus im „Hannoverschen Rundbogenstil“. Den dreigeschossigen Putzbau, der sich rückwärtig weit in das Grundstück hinein erstreckt[1] untergliederte er an der Hauptfassade einerseits durch 2/3/2 (Fenster-)Achsen und betonte die Vertikale durch Halbsäulen und Stabarchivolten. Das Mittelgeschoss, die Bel Etage, hob Ebeling durch den horizontal verlaufenden Brüstungsfries hervor. Eine Erweiterung in das hintere Grundstück wurde später vorgenommen.[3]
Nach dem Tode Ernst Ebelings 1851[5] bewohnte „wahrscheinlich“ der Architekt Hermann Hunaeus 1858 bis 1860 das Gebäude, das später von dem ehemaligen „Ober-Steuerkollegium“,[3] um 1980 vom „Amt für Agrarstruktur“[1] und Ende des 20. Jahrhunderts zuletzt vom „Amt für Landentwicklung“ genutzt wurde.[3]
Bau-Art 2014
Am 20. Februar 2014 wurde im Haus Ebeling die Kunstausstellung Bau-Art 2014 eröffnet. Conrad von Meding von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hielt zur Vernissage eine Ansprache. Neben den Ausstellern Hannoversche Stadtbaukultur e.V., dem Künstler Robert Hettich, MACINA digital film und dem Kunstverein ART-Projekt e.V[6] hatte Wilfried v. Wechmar Modelle aufgebaut etwa von der Leineinsel Klein-Venedig.[2]
Heutige Nutzung

Mit Beginn des Jahres 2014 wurde das Haus sowohl innen wie außen komplett in Abstimmung mit dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege der Stadt Hannover restauriert. Hierbei wurde besonders darauf geachtet, dass architektonische Zeitzeugen erhalten bleiben und teilweise auch in Szene gesetzt werden. Im neuen Ausbau des vorderen Kellerbereiches hat die Boden und Wert Vermögensverwaltung KG ihren Sitz. Die Abrechnungsstelle Niedersachsen für Heil- und Hilfsmittel (Arni) hat ihren Sitz im Obergeschoss des Hauses.
Im Oktober 2015 ist mit h1 – Fernsehen aus Hannover ein weiterer Mieter in die Landschaftstraße 7 gezogen. Im Erdgeschoss hat die Stadt Hannover Teile des Kulturbüros untergebracht.
Literatur
- Helmut Knocke, Hugo Thielen: Landschaftstraße. In: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon, S. 165
- Gerd Weiß, Marianne Zehnpfennig: „Bankenviertel“ (Rathenaustraße/Sophienstraße/Landschaftsstraße/Prinzenstraße). In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 1, Bd. 10.1, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1983, ISBN 3-528-06203-7, S. 70–73, sowie Mitte im Addendum zu Band 10.2, Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege) / Stand: 1. Juli 1985 / Stadt Hannover, S. 3ff.
Weblinks
- Felix Hoffmeyer: Ausstellungseröffnung: Bau-Art 2014, Information zur Kunstausstellung im Haus Ebeling auf der Seite hstbk.flusswasserkunst.de des Vereins Hannoversche Stadtbaukultur e.V. vom 13. Februar 2014, zuletzt abgerufen am 26. Februar 2014