Heike Eder

österreichische paralympische Skiläuferin und Politikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Heike Eder (* 30. Mai 1988 in Feldkirch als Heike Türtscher) ist eine ehemalige österreichische Behindertensportlerin im Bereich Ski Alpin und Politikerin (ÖVP). Eder ist seit November 2019 aus dem Bundesland Vorarlberg entsandtes Mitglied des österreichischen Bundesrats. Bei der Nationalratswahl 2024 wurde sie im Landeswahlkreis Vorarlberg als Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat gewählt.[1]

Schnelle Fakten Heike EderSki Alpin Sitzend (LW 12-1) Slalom und Riesentorlauf, Persönliche Informationen ...
Heike Eder
Ski Alpin Sitzend (LW 12-1)
Slalom und Riesentorlauf
Persönliche Informationen
Art der Behinderung (Klass.): Inkomplette
Querschnittlähmung
Nationalität: Osterreich Österreich
Geburtstag: 30. Mai 1988 (37 Jahre)
Geburtsort: Feldkirch, Österreich
Größe: 164 cm
Gewicht: 54 kg
Verein: SV Zwischenwasser,
RC Enjo Vorarlberg
und Austria Ski Team
Medaillen
Stand: 2. Januar 2026
Schließen

Sportliche Karriere

Heike Türtscher, wie sie damals hieß, wuchs in Vorarlberg in Batschuns auf, fand als Fünfjährige den Weg zum Skisport, war bereits in ihrer Jugend als VSV-Nachwuchsläuferin (Vorarlberger Ski Verein) im Skirennsport aktiv und besuchte nach Abschluss der Hauptschule Muntlix in Tirol das Skigymnasium Stams. Im letzten Schuljahr, als 18-Jährige, erlitt sie im November 2006 bei einem Trainingssturz eine Wirbelsäulenverletzung und ist seither querschnittgelähmt.[2]

Das Monoskifahren lernte sie dann gleich in der Saison nach dem Unfall. Seit 2014/2015 bestritt sie Rennen als Behindertensportlerin (Monoskibob) und wurde in den Kader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) aufgenommen. Bei den Para-Weltcuprennen in Kühtai vom 19. bis 22. Dezember 2017 qualifizierte sie sich mit dem sechsten Rang im Riesentorlauf und vierten Rang im Slalom der LW-12-Klasse für die Paralympics 2018.[3]

Am 18. März 2018 bei den Winter-Paralympics im südkoreanischen Pyeongchang gewann Eder mit Bronze im Slalom sitzend die siebente Medaille für das österreichische Team.[4]

Im Juni 2019 wurde sie vom ÖSV verabschiedet.[5][6]

Sportliche Erfolge

Politischer Werdegang

Im Oktober 2019 wurde Heike Eder von der Vorarlberger Volkspartei als Nachfolgerin von Martina Ess als vom Vorarlberger Landtag entsandtes Mitglied des österreichischen Bundesrats vorgestellt.[7]

Bei der Nationalratswahl 2024 kandidierte Heike Eder auf dem zweiten Platz der ÖVP-Landesliste sowie auf dem ersten Listenplatz der ÖVP im Regionalwahlkreis Vorarlberg Süd.[8][9][10] Die ÖVP konnte bei der Wahl am 29. September 2024 im Regionalwahlkreis Vorarlberg Süd ein Grundmandat erreichen, welches Heike Eder als Listenerster der Regionalparteiliste zufiel. Sie ist daher im Nationalrat der XXVIII. Gesetzgebungsperiode neben Norbert Sieber eine von zwei ÖVP-Mandataren aus Vorarlberg und damit indirekte Nachfolgerin von Karlheinz Kopf.[1][11] Im Bundesrat rückte für sie Christoph Thoma nach.[12]

Privatleben

Heike Eder arbeitet seit 2013 bei der Arbeiterkammer Vorarlberg[13] und ist dort heute als Personalchefin tätig.[14] Sie ist seit Juni 2017 mit Armin Eder verheiratet und ist seit 2019 Mutter eines Sohnes. Heike Eder lebt in Götzis und wird trainiert von Eric Digruber (Nationalteam), Robert Meusburger sowie dem Monoski-Weltmeister Philipp Bonadimann (Ski for Life).[15]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI