Heinrich Claes

Bürgermeister von Leverkusen From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Claes (* 31. Januar 1885 in Eschweiler; † 6. Mai 1963) war der erste Bürgermeister von Leverkusen.

Claes promovierte 1910 an der juristischen Fakultät der Universität Leipzig und war anschließend als Stadtdirektor in Köln tätig. Am 21. Dezember 1921 wurde er zum Bürgermeister der Stadtgemeinde Wiesdorf gewählt. Mit der Bildung von Leverkusen am 1. April 1930 war er Bürgermeister der neuentstandenen Stadt bis zu seiner durch die Nationalsozialisten erzwungenen Absetzung am 11. Mai 1933. Claes wurde anschließend durch Wilhelm Tödtmann von der NSDAP ersetzt. 1937 wurde Claes als Nachfolger von Jakob Schaefer Vorsitzender des Volkswartbundes, eine Funktion, die er auch nach 1945 beibehielt. Während der Zeit bis nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er Verwaltungsaufgaben in einem Kölner Krankenhaus.

Noch im Mai 1945 wurde Claes von der amerikanischen Militärbehörde als Bürgermeister von Leverkusen wieder eingesetzt. Bei der Neuordnung der Kommunalverfassung im Jahr 1946 übernahm er den Posten des Stadtdirektors und damit die administrativen Funktionen in der durch die britische Besatzungsmacht eingeführten Stadtdoppelspitze. Bürgermeister wurde Johannes Dott. 1951 trat Claes in den Ruhestand.

Claes war seit 1960 Träger des Ehrenringes der Stadt Leverkusen. Er war verheiratet und hatte vier Töchter (Astrid Gehlhoff-Claes, Hildegard, Dagmar, Sieglinde Claes).

Während seines Studiums wurde Claes 1903 Mitglied der AV Cheruscia Münster.[1]

Literatur

  • Stadt Leverkusen/Stadtarchiv (Hrsg.): Eine Stadt entsteht – Küppersteg, Wiesdorf, Leverkusen 1889–1930, Leverkusen 1990, S. 15 f. und S. 33.
  • Stadtarchiv (Hrsg.): Leverkusen. Geschichte einer Stadt am Rhein. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 2005.

Einzelnachweise

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