Heinrich Duncker

deutscher evangelisch-reformierter Theologe und Hofprediger From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Duncker (* 6. Juli 1632 in Bremen; † 4. Mai 1709) war ein deutscher evangelisch-reformierter Theologe und Hofprediger.

Leben

Duncker wurde als Sohn des Kaufmanns Heinrich Cord Duncker und dessen Ehefrau Kunigunda Meddelstorp in Bremen geboren. Der Vater starb früh. Duncker absolvierte in Bremen die Schule sowie – im Alter von 20 Jahren – das Gymnasium und studierte sodann fünf Jahre lang Theologie und Philosophie. Bereits in dieser Zeit predigte er öffentlich. Ab 1657 studierte er an der Universität Groningen und schloss dort nach zwei Jahren sein Studium ab. Er kehrte nach Bremen zurück, wurde jedoch 1662 nach Plötzkau im Fürstentum Anhalt-Plötzkau als Hofdiakon berufen, wo er zu Ostern seine Antrittspredigt hielt.[1]

Am 9. September 1662 heiratete er die auch aus Bremen stammende Anna Kokomorr, mit der er sieben Kinder, vier Söhne und drei Töchter, hatte. Zwei Söhne und zwei Töchter starben noch zu seinen Lebzeiten.

Elisabeth Charlotte von Anhalt-Harzgerode, deren Ehemann Herzog August Gouverneur in Magdeburg war, holte ihn 1666 nach Magdeburg, wo er am 26. Oktober 1666 Hofprediger wurde. Zu Weihnachten 1666 hielt er dort im Regierungsgebäude am Domplatz seine erste Predigt. Die sich dort am Hof bildende Gruppe von reformierten Gläubigen gilt als Vorläufer der Deutsch-reformierten Gemeinde Magdeburgs, deren erster Prediger er damit war.

Seine Ehefrau verstarb 1676. Am 4. Februar 1679 heiratete er Elisabeth Locke. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, von denen ihn einer überlebte. 1681 verließ er mit dem herzoglichen Hofstaat wegen des Ausbruchs der Pest Magdeburg und ging nach Alsen in Holstein. Am 6. Januar 1682 starb seine – mit den Kindern in Magdeburg gebliebene – Ehefrau an der Pest. Er holte die Kinder dann nach Holstein, wo er von nun an wirkte.[2]

Duncker litt langjährig an der Gicht. Er verstarb am 4. Mai 1709 um sechs Uhr morgens.[3]

Literatur

  • Ralph Meyer: Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Erster Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 23 ff.

Einzelnachweise

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