Heinrich Sametzki
preußischer Finanzbeamter und Unternehmer in Berlin
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Heinrich Josef Gustav Sametzki (* 1796; † nach 1865) war ein hochrangiger preußischer Finanzbeamter und Unternehmer in Berlin.
Leben und Wirken
Heinrich Sametzky war wahrscheinlich ein Sohn des Zimmermeisters und späteren Stadtverordneten Friedrich Wilhelm Ferdinand Sametzky in Berlin.[1] Er war spätestens ab 1824 als Buchhalter in der Hauptverwaltung der Staatsschulden im Preußischen Ministerium der Finanzen tätig.[2] 1839 war er dort Geheimer Rechnungsrat, 1851 Calculator als höchstrangiger leitender Angestellter[3], ab 1852 als Sametzki, mindestens 1854 bis 1858 auch Dirigent (Direktor).[4]
Heinrich Sametzky verfügte über umfangreichen Landbesitz mit einem Weinberg in der Königsstadt nördlich der Landsberger Straße vor dem alten Landsberger Tor (zwischen der Stadtbefestigung des 18. Jahrhunderts und der des 19. Jahrhunderts).[5] 1830 wurde durch eine Allerhöchste Kabinets-Ordre beschlossen, dass durch dieses Gebiet mehrere neue Straßen angelegt werden sollten (Barnimstraße, Weinstraße, Höchste Straße und Fliederstraße). Eine sollte nach ihm benannt werden, wenn er dafür alle erforderlichen Grundstücksanteile an die Stadt verkaufen würde, was er aber nicht tat.[6] Auch ein 1863 von ihm gestellter Antrag auf Umbenennung der Höchste(n) Straße mit seinem Namen wurde abgelehnt.[7]
Heinrich Sametzky erhielt 1846 die Schürfrechte für die Braunkohlegrube Premium Constantiae bei Streganz in der Niederlausitz.[8] Diese wurden ihm kurz danach wieder entzogen, aber 1847 erneut erteilt. Bis 1849 ließ er dort fast 3000 Tonnen Braunkohle von bis zu 7 Arbeitern fördern, danach sind keine weiteren Erträge bekannt. 1857 wurden ihm die Förderrechte endgültig entzogen, da dort seit längerer Zeit keine Aktivitäten mehr feststellbar waren.
Literatur
- Hermann Vogt: Die Straßen-Namen Berlins. Berlin 1885. S. 7, 37, 62 und öfter