Höchste Straße
Straße in Berlin-Friedrichshain
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Die Höchste Straße ist eine Straße in Berlin-Friedrichshain.
| Höchste Straße | ||
|---|---|---|
| Blick zur St. Bartholomäus-Kirche | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | Berlin | |
| Ortsteil | Friedrichshain | |
| Angelegt | um 1840 | |
| Neugestaltet | ab 1960 | |
| Querstraßen | Georgenkirchstraße, Weinstraße, Büschingstraße (von Nord nach Süd) | |
| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | etwa 380 Meter | |
Lage

Die Höchste Straße verläuft von der Georgenkirchstraße an der St. Bartholomäuskirche in südöstlicher Richtung durch die Weinstraße und die Büschingstraße bis an die Rückseite der Neubaureihe (Schlange) vom Platz der Vereinten Nationen.[1]
Bis etwa 1960 führte sie noch weiter bis zur Landsberger Straße. Sie gehörte zur Königsstadt und seit 1920 zum Verwaltungsbezirk Friedrichshain.
Geschichte


1830 wurden in diesem Gebiet mehrere Straßen auf dem Besitz von Heinrich Sametzky in rechtwinkliger Anordnung projektiert. Die Höchste Straße lag direkt am Fuß eines Hügels am Beginn der Barnimhochfläche.[2] Sie wurde erst ab etwa 1850 bebaut. 1863 beantragte Heinrich Sametzky, die Straße nach ihm zu benennen. Im Januar 1870 beantragte die anliegende Kirchengemeinde, sie St. Bartholomäuskirch-Straße zu nennen, im März 1870 wurde aber die Beibehaltung des bisherigen Namens festgelegt.[3]
In der Höchste Straße wohnten viele Arbeiter und einkommensschwache Familien, in einigen Gebäuden gab es auch kleinere Gewerbetreibende.[4] 1905 dokumentierte der Gewerkschafter und Ortskrankenkassenvorsitzende Albert Kohn bei seiner jährlichen Wohnungs-Enquete eine Kellerwohnung in der Höchste Straße 18.[5] Dort wohnten in einer Stube von etwa 17 m² eine Näherin mit ihren drei rachitischen oder teilweise verkrüppelten Kindern und ihrem lungenkranken Mann ohne Sonnenlicht, dazu gab es noch eine Küche und eine dunkle feuchte nicht benutzbare Kammer. In diesem Gebäudekomplex gab es in dieser Zeit 45 Wohnungen (1933 waren es sogar 52).[6]
In den Jahren 1943 bis 1945 wurden die meisten Gebäude durch Kriegseinwirkungen schwer beschädigt und in den 1950er und 1960er Jahren vollständig abgerissen. Danach entstanden dort einige Neubauten und der Straßenverlauf wurde im südlichen Teil verkürzt.
Weblinks
- Höchste Straße Kauperts
- Höchste Straße Xhain

