Heinrich Seeling

deutscher Architekt (1852–1932) From Wikipedia, the free encyclopedia

Christian Heinrich Seeling (* 1. Oktober 1852 in Zeulenroda; † 15. Februar 1932 in Berlin) war ein deutscher Architekt.

Heinrich Seeling - um 1920

Leben

Der Sohn des Maurermeisters Christian Seeling ging in seiner reußischen Heimatstadt Zeulenroda zur Schule. Nach der Lehre besuchte er die Baugewerkschule in Holzminden und danach die Berliner Bauakademie, wo er Hospitant bei Heinrich Strack und Luca wurde. Nachdem er zu Studienzwecken Wien (unter anderem bei Oberbaurat Alexander Neumann), danach Italien besucht hatte, kehrte Seeling nach Berlin zurück und arbeitete nun als Assistent bei Kayser und von Großheim[1], danach bei dem damals bekannten Architekten Wilhelm Böckmann sowie bei Hermann Ende im Baubüro Borsig.[2] Von 1881 bis 1883 war Seeling Lehrer für Ornamentzeichnen und Formenlehre an der Königlichen Kunstschule.[3]

Seelings Grab auf dem Friedhof Berlin-Wilmersdorf

Heinrich Seeling machte sich schließlich selbstständig und entwickelte sich nach dem Bau des Stadttheaters Halle, für das er einen Architektenwettbewerb gewonnen hatte, schließlich zu einem gefragten Theaterarchitekten. Er entwarf und realisierte in der Folge zahlreiche Theaterbauten, darunter das Deutsche Opernhaus in Charlottenburg, das Theater am Schiffbauerdamm in Berlin und viele weitere für zahlreiche deutsche Städte.

Im Jahr 1907 wurde er Stadtbaurat in Charlottenburg. Unter seiner Verantwortung entstanden viele kommunale Bauten, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Erwin Barth die südlichen Kaskaden des Lietzenseeparks und der Wasserturm Charlottenburg-Westend sowie weitere, siehe unten.[4][5]

Außerhalb der heutigen Stadt Berlin entstand in Zusammenarbeit mit Richard Ermisch als Leiter der Entwurfsabteilung 1912–1914 die Lungenheilstätte Waldhaus Charlottenburg in Sommerfeld.[2]

Seeling wurde auf dem Friedhof Wilmersdorf beigesetzt. Seine Grabstätte, ein Ehrengrab der Stadt Berlin, befindet sich dort in der Abt. A1-UW-4.

Auszeichnungen

Heinrich Seeling wurden die Titel eines reußischen und eines preußischen Baurates verliehen. 1896 wurde er zum Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Künste berufen. Des Weiteren wurde er:

ausgezeichnet. 1917 wurde ihm der Professorentitel[11] und 1924 der Ehrentitel Stadtältester von Berlin verliehen. Im Berliner Ortsteil Charlottenburg erinnert seit 1950 die in der Ortslage Klausenerplatz gelegene Seelingstraße an ihn.[12]

Werk (Auswahl)

Theaterbauten

Sonstige Bauwerke und Entwürfe

Villa Seeling in Potsdam

Literatur

  • Irmhild Heckmann-von Wehren: Heinrich Seeling. Ein Theaterarchitekt des Historismus. Lit Verlag, Münster / Hamburg 1995, ISBN 3-89473-090-0 (mit Werkverzeichnis).
Commons: Heinrich Seeling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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