Herbert Richter (Diplomat)
deutscher Diplomat
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Werdegang
Richter studierte Rechtswissenschaft in Freiburg, München und Erlangen und legte 1922 die erste juristische Staatsprüfung ab. 1923 wurde er zum Doktor der Rechte promoviert.
1924 trat Richter als Attaché in den Dienst des Auswärtigen Dienst ein. 1928 wurde er zum Legationssekretär, 1938 zum Legationsrat und 1942 zum Konsul Erster Klasse ernannt. Er wurde im Auswärtigen Amt sowie an den Vertretungen in Thorn, Rom, Bombay, Kalkutta, Addis Abeba und Colombo verwendet. Zuletzt leitete er bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs das Generalkonsulat in Tétouan.
Im Nachkriegsdeutschland war Richter von 1947 bis 1950 zuerst als Oberregierungsrat beim Zentraljustizamt in Hamburg und später beim Regierungspräsidenten in Köln tätig. Im September 1948 gründete Richter, zusammen mit seinem Kollegen der Hamburger Außenstelle des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen in Deutschland Wolfgang von Welck und Fritz von Twardowski, eine karitative Vereinigung, den Freundeskreis ehemaliger höherer Beamter des Auswärtigen Dienstes. Dieser Verein sammelte über Vertrauensmänner in allen westlichen Besatzungszonen Spenden bei ehemaligen Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes und verteilte sie unter bedürftigen Kollegen.[2] 1951 trat er als Konsul Erster Klasse erneut in den Auswärtigen Dienst ein. Er wurde zunächst dem Generalkonsulat in Bombay zugeteilt und 1952 als Botschaftsrat Erster Klasse an die Botschaft in Neu Delhi versetzt.
Von 1957 bis 1960 war Richter als Botschafter im Irak Leiter der Botschaft in Bagdad. Daraufhin war er von 1960 bis 1962 Botschafter in Tunesien und Leiter der Botschaft in Tunis. Schließlich war er von 1962 bis zu seiner Pensionierung 1964 erster deutscher Botschafter in Algerien nach der algerischen Unabhängigkeit und Leiter der Botschaft in Algier.
Literatur
- Herbert Richter im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)