Hermann Köstler
Bibliothekar
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Hermann Köstler (* 21. März 1943 in Wien) ist ein deutscher Bibliothekar. Von 1983 bis 2008 war er Direktor der Zentralbibliothek Zürich.[1]
Leben und Wirken
Nach dem Schulbesuch in Wien und Salzburg studierte der in Wien geborene Hermann Köstler Philosophie und Klassische Archäologie an den Universitäten Wien, Rom und Innsbruck. Im Jahre 1977 promovierte er zum Dr. phil. an der Universität Innsbruck mit einer Dissertation über „Gotteserkenntnis im Sentenzenkommentar Heinrichs von Harclay“. Bereits 1970 trat er als Bibliotheksreferendar in die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst ein und legte die Fachprüfung hierfür 1972 an der Bayerischen Bibliotheksschule in München ab. Von 1972 bis 1974 leitete er die Bibliothek der Hochschule für Philosophie München. Bis 1977 war er als Leiter der Bibliothek der Gesamthochschule Eichstätt (der späteren Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt) tätig. Unter seiner Leitung standen außerdem die Studienbibliothek Dillingen und die Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau. Anschließend wechselte der an die Bayerische Staatsbibliothek und zwar in die dortige Abteilung für Handschriften und Inkunabeln. 1981 wurde Köstler an die Generaldirektion der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken zur Herausgabe zweier Bände über die Bibliotheken in München bzw. Bayern abgeordnet. 1983 wurde er Direktor der Zentralbibliothek Zürich.[2] Dieses Leitungsamt hatte Köstler bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2008 inne.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Die Ausgrabungen unter Sankt Peter in Rom. In: Christliche Kunstblätter, Jg. 1967, S. 53–61.
- Heidegger schreibt an Grabmann. In: Philosophisches Jahrbuch, Bd. 87 (1980), S. 96–109.
- (mit Ludwig Ott): Martin Grabmann. Nachlaß und Schrifttum (= Veröffentlichungen des Grabmann-Institutes zur Erforschung der Mittelalterlichen Theologie und Philosophie, N.F., Bd. 30). Schöningh, Paderborn 1980, ISBN 3-506-79430-2.
- (Bearb.): Die Benediktregel in Bayern (= Ausstellungskataloge / Bayerische Staatsbibliothek, Bd. 32). Reichert, Wiesbaden 1980, ISBN 3-88226-100-5.
- (Red., mit Harald Wendt): Handbuch der bayerischen Bibliotheken. 2. neubearb. Ausg. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10500-2.
- (Red.): Bibliotheken in München. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10488-X.
- Stundenbücher zur Geschichte und Bibliographie. In: Philobiblon, Bd. 28 (1984), S. 95–128.
- Die Bibliothek als Hort der Geschichte. In: Nachrichten VSB/SVD, Jg. 61 (1985), S. 54–62.
- Nachrichten aus dem Jahr 2083. Aus den Berichten der Akademie der Wissenschaften über das Jahr 2192. In: Gabrielle von Roten (Hrsg.): L’espace bibliothéconomique Suisse/Bibliotheksraum Schweiz. Hier, aujourd’hui, demain. En hommage à Gustave Moeckli. Editions de l’Aire, Vevey 1993, S. 279–291, ISBN 2-88108-319-6.
- Denken, Sprechen, Schreiben, Lesen. Vorläufige Bemerkungen zu einem unverbindlichen Entwurf des provisorischen Versuchs eines rudimentären Ansatzes zu einer Epistemologie der Bibliothek. In: Frank Hieronymus (Hrsg.): Für alle(s) offen. Bibliotheken auf neuen Wegen. Festschrift für Dr. Fredy Gröbli, Direktor der Öffentlichen Bibliothek der Universität Basel. Basel 1995, S. 151–156, ISBN 3-85953-065-8.
- Computer, bits und chips: Knallfrösche zur Jahrtausendwende. Was wird neu, was bleibt bei der Vermittlung von Gedanken? In: Birgit Schneider u. a. (Hrsg.): Bücher, Menschen und Kulturen. Festschrift für Hans-Peter Geh zum 65. Geburtstag. Saur, München 1999, S. 247–254, ISBN 3-598-11399-4.
- Die Bibliothek des Benediktinerklosters Rheinau in der Zentralbibliothek Zürich. In: Librarium, Bd. 48 (2005), S. 2–9.