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Herz-Jesu-Kirche (Overbruch)

römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Dionysius (Walsum) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Herz-Jesu-Kirche in Overbruch, einem rechtsrheinischen Stadtteil von Duisburg in Nordrhein-Westfalen, ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Dionysius (Walsum).[1] Sie steht unter dem Patrozinium des Heiligsten Herzens Jesu und gehört zum Kreisdekanat Wesel im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Staffelhalle mit Campanile und hatte bis zum Umbau 2024 400 Sitzplätze.

Katholische Herz-Jesu-Kirche in Duisburg-Overbruch

Geschichte

Im Auftrag der August-Thyssen-Hütte entstanden im Norden von Duisburg-Walsum die „Weiße Siedlung“ (1932–33) und die „Rote Siedlung“ (1935–36). Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Dr.-Herbert-Barking-Siedlung (1949–50) und weitere Siedlungen der Bergwerksgesellschaft Walsum (1953–59) hinzu. Anfangs diente eine alte Fliegerbaracke als Notkirche. Weil die Katholiken sich ein eigenes Gotteshaus wünschten, begannen die Kirchenplanungen 1951. Dieser Seelsorgebereich wurde 1953 nach der Abtrennung von St. Dionysius (Walsum) in ein selbstständiges Pfarrrektorat umgewandelt und 1957 in eine eigenständige Pfarrei erhoben.

Nach den Plänen des Architekten Hans Frontzek (Düsseldorf) entstand 1954 die Herz-Jesu-Kirche als zweischiffige Staffelhalle unter einem Satteldach mit einem Chor im Osten mit geradem Schluss. Der separat stehende Glockenturm im Südwesten hat ein Pyramidendach und ist durch eine Eingangshalle mit dem Gotteshaus verbunden. Die eingeschossige Sakristei im Nordosten besitzt ein Pultdach. Alle Gebäudeteile bestehen aus rotem Ziegelmauerwerk und haben Dächer aus rotbraunen Dachziegeln.

Zur Gemeinde gehören außerdem das Pfarrhaus von 1955 sowie der Kindergarten von 1957.[2] Die Herz-Jesu-Kirche in Overbruch steht in der Liste von Sakralbauten in Duisburg.

Am 1. Januar 2006 wurden im Rahmen einer Pfarreienfusion im Bistum Münster die bisherigen Gemeinden im Stadtbezirk Walsum in die neue Großpfarrei St. Dionysius (Walsum) eingegliedert, sodass auch die Herz-Jesu-Kirche in Overbruch seitdem eine Filialkirche dieser Gemeinde ist. 2024 fand ein erheblicher Umbau des Gotteshauses statt, denn neben einem sakralen Raum entstand dort ein neues Pfarrheim.[3]

Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Vincentius (Dinslaken), St. Dionysius (Walsum), St. Albertus Magnus (Bruckhausen) und St. Peter und Paul (Voerde) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Dinslaken-Duisburg(Walsum)-Hünxe-Voerde“.[4]

Glocken

Im Campanile vom Gotteshaus Herz Jesu hängen die folgenden drei Kirchenglocken aus Stahl:

  • Glocke 1: Schlagton: g1; Ø 111 cm; Gießerei: Bochumer Verein (Bochum); Gussjahr: 1956
  • Glocke 2: Schlagton: b1; Ø 93 cm; Gießerei: Bochumer Verein (Bochum); Gussjahr: 1956
  • Glocke 3: Schlagton: c2; Ø 82 cm; Gießerei: Bochumer Verein (Bochum); Gussjahr: 1956.[2]

Orgel

Die Firma Orgelbau Simon (Muddenhagen) erstellte 1982 für die Herz-Jesu-Kirche eine Pfeifenorgel mit 18 Registern. Die Spieltraktur ist mechanisch und die Registertraktur elektrisch.[2]

Literatur

  • Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg.: Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8.
  • Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5.
  • Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Einzelnachweise

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