Hochneukirchen

Ortschaft im Bezirk Wiener Neustadt-Land From Wikipedia, the free encyclopedia

Hochneukirchen ist eine Ortschaft der Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt im Bezirk Wiener Neustadt im niederösterreichischen Industrieviertel mit 482 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Schnelle Fakten Hochneukirchen (Marktort) Ortschaft ...
Hochneukirchen (Marktort)
Ortschaft
Hochneukirchen (Österreich)
Hochneukirchen (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wiener Neustadt (WB), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Wiener Neustadt
Pol. Gemeinde Hochneukirchen-Gschaidt  (KG Hochneukirchen)
Koordinaten 47° 27′ 27″ N, 16° 12′ 1″ Of1
Höhe 769 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 482 (1. Jän. 2025)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06589
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Schließen
f0
f0
482

BW

Geografie

Der an der Landesstraße L146 gelegene Ort, in dem die L4108 abzweigt, befindet sich auf einem westlichen Ausläufer des Hutwischs. Im Norden entwässert der Hochneukirchenbach über den Schäffernbach in die Pinka und im Süden fließen mehrere Zubrunger über den Tauchenbach ab. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 140 Adressen.[2]

Geschichte

Zahlreiche Funde deuten auf eine frühe Besiedelung des Gebietes hin: Auf der Züggenhöh fand man steinzeitliche Steinhämmer und bei Harmannsdorf fand man eine Lappenaxt sowie eine Bronzenadel aus der Bronzezeit. Weiters befinden sich in Offenegg, Züggen und Züggenhöhe einige Hügelgräber aus keltisch-römischer Zeit.

Nach der Rodung der Waldmark war Hochneukirchen der erste Ort, der sich hier entwickelte. In einer in Bernstein am 27. Jänner 1295 ausgestellten Urkunde wird bereits ein Hochniuchkirche erwähnt. Der Ortsname weist auf eine auf einer Anhöhe neu errichtete Kirche hin, die dem hl. Bartholomäus geweihte Kirche, die heute mitten im Ort liegt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 30 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Krumbach besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]

Bis zur Gründung der eigenständigen Gemeinde Hochneukirchen im Jahr 1854 gehörte das Amt Hochneukirchen zur Herrschaft Krumbach. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Hochneukirchen ein Gendarmerieposten zur Eindämmung des Schmugglerwesens eingerichtet. Das Postamt wurde 1895 eröffnet, die Telegrafenleitung 1909 in den Ort verlegt und 1922 für das Telefon umgebaut. Bereits 1882 wurde eine erste Aussichtswarte auf dem Hutwisch errichtet, die 1930 als Kernstockwarte neu aufgebaut in den 1970ern durch die heutige Kernstockwarte ersetzt wurde.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Hochneukirchen ein Arzt, ein Bäcker, ein Fleischer, vier Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, zwei Marktfahrer, zwei Schmiede, zwei Schneiderinnen, drei Schuster, ein Tischler, ein Wagner, ein Weber und mehrere Landwirte ansässig.[4]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 268 (Ausgabe 1769; Hochneukirchen in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Gaaden bis Klosterneuburg. Schmidl, Wien 1831, S. 246 (Hochneukirchen in der Google-Buchsuche).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 365.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI