Hohlbrunnermühle

Bauwerk in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Hohlbrunnermühle (auch Himmeleinsmühle, Eselsmühle[2] genannt; fränkisch: Himmalaindsmühl[3]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Iphofen im unterfränkischen Landkreis Kitzingen.[4] Hohlbrunnermühle liegt in der Gemarkung Dornheim.[5]

Schnelle Fakten Stadt Iphofen ...
Hohlbrunnermühle
Stadt Iphofen
Koordinaten: 49° 39′ N, 10° 18′ O
Höhe: 287 m ü. NHN
Einwohner: 1 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 97346
Vorwahl: 09326
Karte
Lage der Hohlbrunnermühle (fett) im Iphöfer Gemeindegebiet
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Geografische Lage

Die Einöde liegt relativ zentral im Iphöfer Gemeindegebiet am Breitbachzufluss Zettelbach. Im Norden befindet sich die Untere Mühle von Nenzenheim am Kirchbach, nordöstlich liegt Nenzenheim. Der Südosten wird von Dornheim eingenommen, während im Süden die Herrgottsmühle steht. Südwestlich der Mühle fließt der Zettelbach in den Breitbach. Dort schließt sich die Nierenmühle an. Nordwestlich befindet sich Mönchsondheim.[6]

Geschichte

Der Ortsname weist vielleicht auf die natürlichen Begebenheiten in der Umgebung hin. So könnte die Mühle auf den sogenannten „Heubrunn“, einer Quelle in der Umgebung, zurückgehen. Im mainfränkischen Dialekt wird die Quelle auch „hailbrun“ genannt, was auf die sagenhaften Fähigkeiten des Wassers hinweist. Zeitweise benannte man die Mühle auch nach dem damaligen Inhaber. Der Name Erlmühle, der in einer Quelle gebraucht wird, geht wohl auf einen Abschreibefehler zurück.

Erstmals erwähnt wurde die Mühle bereits im Jahr 1407. Damals registrierte das Urbar des Zisterzienserklosters Ebrach in der Nähe des Dorfes eine „molendium“ (Mühle). Es folgte eine größere Überlieferungslücke, die Anlage tauchte dann vor 1723 als „Erlmühle“ in den Quellen wieder auf. Im Jahr 1799 wurde die „Eselsmühle“ eine Viertelstunde nordwestwärts von Dornheim verortet. Vermutlich sorgte damals ein Esel zusätzlich für den Antrieb der Mühle.

Im Jahr 1830 wurde „ein Mühlgut, die Eselsmühle genannt“, beschrieben. Die Anlage besaß damals sowohl ein Mahl- als auch ein Gerbwerk. Als Besitzer nannte man Georg Adam Himmellein, dessen Vater bereits vor 1821 im Besitz der Mühle war. 1833 tauchte nochmals der Name Eselsmühle auf, ehe um 1835 die „Himelesmühle“ erstmals genannt wurde. 1864 erwähnte man die „Himmeleinsmühle“. Seit 1867 wird sie Hohlbrunnermühle genannt.[7]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Hohlbrunnermühle dem Steuerdistrikt Dornheim[2] und der Ruralgemeinde Dornheim zugeordnet.[8] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Hohlbrunnermühle am 1. Januar 1972 nach Iphofen eingegliedert.[9]

Baudenkmal

Das alte Mühlengebäude ist noch weitgehend erhalten und wird vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal eingeordnet. Es präsentiert sich als zweigeschossiger Bau, der mit einem Halbwalmdach abschließt. Die Mühle weist verputztes Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert auf. Daneben bestehen eine Scheune und die ehemalige Holzlege der Mühlenanlage.[10]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 67 *55946511
Häuser[11] 21111111
Quelle [2][12][13][14][15][16][17][18][19][20][1]
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* 
Ort wird zu Dornheim gerechnet.

Religion

Die Protestanten gehören zur Evangelischen Kirche (Dornheim), die Katholiken zur Pfarrei St. Laurentius (Dornheim).[19]

Literatur

Commons: Hohlbrunnermühle – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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