Hohlweiler
Ortsteil der Stadt Scheinfeld im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
From Wikipedia, the free encyclopedia
Hohlweiler (fränkisch: Hohlwala bzw. Wahla[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheinfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[3] Hohlweiler liegt in der Gemarkung Grappertshofen.[4]
Hohlweiler Stadt Scheinfeld | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 39′ N, 10° 28′ O |
| Höhe: | 305 m ü. NHN |
| Einwohner: | 74 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91443 |
| Vorwahl: | 09162 |
Lage
Das Dorf liegt an der Staatsstraße 2421, die nach Scheinfeld (1,2 km nördlich) bzw. zur Bundesstraße 8 bei Oberlaimbach verläuft (1,2 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Hohlweilermühle (0,5 km nordöstlich). Etwas weiter im Osten fließt die Scheine, die einen Kilometer weiter südlich mit der Bibart zum Laimbach zusammenfließt.[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch, das im Zeitraum von 1317 bis 1322 entstanden ist, als „Wiler“ erstmals erwähnt, 1356 wurde es in einer Urkunde „Horweyler“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist ‚hor‘ (mhd. für sumpfiger Boden). Im Jahr 1457 wurde der Ort teilweise, später ganz schwarzenbergerisch.[6]
Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Hohlweiler dem Steuerdistrikt Scheinfeld[7] und der Ruralgemeinde Grappertshofen zugeordnet.[8] Am 1. Januar 1972 wurde Hohlweiler im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Scheinfeld eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Hohlweiler gibt es drei Baudenkmäler:[10]
- Brücke
- Bildstock
- Grenzstein
- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 1: erdgeschossiges Wohnstallhaus, erbaut Mitte des 19. Jahrhunderts; verputzter Bruchsteinbau mit quaderverstärkten Ecken, im Wohnteil drei zu fünf Achsen; Satteldach mit langem Hopfenladen; Giebel Fachwerk[11]
- Haus Nr. 3: erdgeschossiges Wohnstallhaus mit Halbwalm zur Straße, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts; Bruchsteinbau von fünf zu drei Achsen, mit quaderverstärkten Ecken[11]
- Haus Nr. 4: erdgeschossiges Wohnstallhaus 1807; verputzter Massivbau von zwei zu sechs Achsen mit quaderverstärkten Ecken; statt des heutigen Giebels zur Straße ehemals Halbwalm; profiliertes hölzernes Traufgesims; auf einem der Quader an der südlichen Ecke der Giebelseite bezeichnet „I[osef] R[omeis] / 1807“[11]
- Haus Nr. 6: erdgeschossiges Wohnstallhaus, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Halbwalm zur Straße; Quadermauerwerk mit geknickten Eckvorlagen, die in eine bandförmige Leiste unter dem profilierten hölzernen Traufgesims münden; unter dem verputzten Fachwerkgiebel bandförmiges Gurtgesims; im Hof niedriger langgestreckter Keller mit Satteldach, im hinteren Teil tonnengewölbt, aus Bruchstein[11]
- Haus Nr. 15: Gemeindehaus, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts; erdgeschossiges Wohnstallhaus von vier zu zwei Achsen, aus verputztem Massivmauerwerk; zweigeschossiger Giebel zur Straße mit struktivem Fachwerk; darüber hölzerner Glockenturm auf zwei Pfosten, mit profiliertem hölzernen Traufgesims über quadratischem Grundriss und eingezogen achtseitiger Zwiebelkuppel, schiefergedeckt; Stange, Knauf, Windfahne[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Hohlweiler ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Scheinfeld) gepfarrt.[21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hohenweiler. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 742 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Hohlweyler. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 745 (Digitalisat).
- Gerhard Hojer: Landkreis Scheinfeld (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 35). Deutscher Kunstverlag, München 1976, DNB 760102457, S. 92.
- Georg Paul Hönn: Hohenweiler. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 405–406 (Digitalisat).
- Wolf Dieter Ortmann: Landkreis Scheinfeld (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1967, DNB 457000929, S. 80–81.
Weblinks
- Hohlweiler. In: stadt-scheinfeld.de. Abgerufen am 23. Oktober 2023.
- Hohlweiler in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 27. September 2021.
- Hohlweiler in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 4. November 2023.
- Hohlweiler im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 4. November 2023.