Honigkuchen (Erzählung)

Buch von Haruki Murakami From Wikipedia, the free encyclopedia

Honigkuchen (Originaltitel: 蜂蜜パイ Mitsubachi Pai) ist eine Erzählung von Haruki Murakami. Sie erschien erstmals 2000. Die deutschsprachige Übersetzung von Ursula Gräfe erschien 2023. Diese Ausgabe wurde von Kat Menschik illustriert.

Handlung

Die Erzählung setzt ein, als Junpei Sara, der Tochter seiner Bekannten Sayoko eine Gute-Nacht-Geschichte über den Bären Masakichi erzählt. Dieser geht regelmäßig in die Stadt, um Menschen seinen Honig zu verkaufen und hat bei diesen Wanderungen das Sprechen gelernt. Freunde hat er allerdings keine, da er nicht in die Schule geht.

Im Anschluss wird der berufliche Werdegang Junpeis erzählt, der sich – entgegen dem Wunsch seiner Eltern – für ein Literaturstudium entscheidet. Die ersten Wochen an der Universität bringen ihm die Bekanntschaft mit Sayoko und Takatsuki ein. Obwohl sich Sayoko und Junpei rasch ineinander verlieben, heiratet diese schließlich Takatsuki, da Junpei noch zu unschlüssig gewesen ist. Junpei hat daraufhin gelegentliche Bekanntschaft mit Frauen, die allerdings nie in die Tiefe gehen. Darüber hinaus beginnt er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten. Diese werden auch veröffentlicht und Junpei wird für verschiedene Literaturpreise nominiert. Da es aber wichtig ist, Romane zu verfassen, um in der Literaturbranche Erfolg zu haben, merkt Junpei, dass er sich nur durch Kurzgeschichten literarisch ausdrücken kann und dass er nie zu den bekannten Schriftstellern gezählt werden wird.

Zur Zeit des Erdbebens von Kōbe kommt es aber zu einer Veränderung in Junpeis Leben: Takatsuki möchte sich von Sayoko scheiden lassen und bietet Junpei an, mit ihr an seiner statt eine Partnerschaft einzugehen. Anfangs ist Junpei von diesem Vorschlag wenig begeistert, da er ihm zu zweckökonomisch erscheint. Bei einem Besuch bei Sayoko verrät Sara, dass ihre Mutter sich gerne zum Vergnügen ihren BH unter dem Pullover auszieht und die Zeit dabei stoppt. Auch wenn es Sayoko peinlich ist, dass Sara ihrem Bekannten dieses Geheimnis erzählt hat, führt sie ihm dieses Kunststück auf Drängen der Tochter trotzdem vor. Junpei fühlt sich davon erregt und ändert seine Meinung über Takatsukis Vorschlag.

Während eines anschließenden gemeinsamen Besuchs im Zoo besichtigen die drei auch das Bärengehege. Als Sara Junpei fragt, ob es sich bei dem Bären im Gehege um Masakichi handelt, verneint er dies. Es handele sich nämlich um Tonkichi. Er kann zwar nicht sprechen, aber in ihm habe Masakichi den langersehnten Freund gefunden.

Kritik

„So wie sein Junpei ist auch Haruki Murakami ein Meister der kurzen Form. In “Honigkuchen” zeigt er sein großes Herz für alle Zögernden und Zaudernden, die Zweifelnden und Abwartenden. Kat Menschik bebildert die warmherzige Geschichte in unvergessliche Bilder.“

Alemannò Partenopeo[1]

Literatur

  • Haruki Murakami: Honigkuchen. Erzählung. Illustrationen von Kat Menschik. DuMont, Köln 2023, ISBN 978-3-8321-6823-0.

Einzelnachweise

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