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Horst Schwab

deutscher Maler und Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Horst Schwab (* 7. August 1935 in Kirchheimbolanden; † 31. Juli 2017 in Kusel) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Grafiker.

Leben

Das von Horst Schwab entworfene Peter-Altmeier-Denkmal in Koblenz, im April 2011

Horst Schwab studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kunsterziehung und Germanistik. Er wohnte seit 1966 im Kuseler Stadtteil Diedelkopf und arbeitete bis zu seiner Pensionierung 1995 als Kunsterzieher am Gymnasium in Kusel. Seit 1966 beteiligte er sich im In- und Ausland an verschiedensten Ausstellungen.

Neben seiner Kunst war Schwab im gesellschaftlichen Leben von Kusel engagiert, unter anderem für das Kuseler Jugendhaus und in der evangelischen Kirche. Wie sehr er mit seiner Heimat verbunden war, machte er 2015 in dem Gedichtband Ich unn moi Fraa deutlich. Seine „Fraa“ – das war seine einstige Schülerin Irmela – hatte er 1964 geheiratet. Nach über 50 Jahren in Diedelkopf wurde Schwab am 7. August 2017 auf dem dortigen Friedhof beerdigt. Vorausgegangen war ein Trauergottesdienst in der protestantischen Stadtkirche Kusel. Horst Schwab hinterließ seine Frau, zwei Söhne und drei Enkelkinder.[1]

Werk

Horst Schwab war in seinem künstlerischen Schaffen ein Wanderer zwischen den Gattungen. Das Charakteristische seiner Kunst ist das Übergreifende seiner Arbeiten.[2]

Während seines Studiums beschäftigte er sich in erster Linie mit der Malerei. Dabei griff er allerdings bevorzugt bildhauerische Themen auf: blockhafte, plastische Figuren dominierten zunächst seine Bilder. In den 1970er Jahren entfernte er sich nach und nach vom Naturabbild, ohne es ganz zu verlassen. Die menschliche Figur wurde nun zur abstrakten Form und landschaftliche Elemente traten in den Vordergrund. Figur und Landschaft waren seine Themen.

Parallel zur Malerei entstanden immer wieder Grafiken. Dabei interessierten Schwab vor allem die verschiedenen Möglichkeiten, die das Hochdruckverfahren bietet. Hier war ebenso wie bei seinen Plastiken die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur vorherrschend, wobei er mit verschiedenen Werkstoffen experimentierte und auch fragmentarisch arbeitete.

Kunst im öffentlichen Raum (Auswahl)

Auszeichnungen

  • 1973: Pfalzpreis für Malerei
  • 1973: Goldmünze der Stadt Kusel[3]
  • 1974: Verdienstmedaille des Landkreises Kusel
  • 1981: 1. Preis Gestaltungswettbewerb Peter-Altmeier-Gedenkstätte, Koblenz
  • 1994: Picasso-Medaille, Kunstpreis der Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde
  • 1994: Preis der Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde

Einzelausstellungen (Auswahl)

Literatur

  • Michael Seyl: Bildende Kunst im Raum Kusel. Druckerei und Verlag Koch, Kusel 1994, S. 76–79.
  • Stadt Kusel und Kunstkreis Kusel e.V. (Hrsg.): Horst Schwab, Kunst-Korrespondenzen. Druckerei und Verlag Koch & Mayer, Kusel 2000.
  • Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze. Hrsg. von Bernd Weber. Verlag für Anzeigenblätter Mülheim-Kärlich, 2. Auflage, 2005, S. 494f.
  • Michel Seyl: In memoriam Horst Schwab, In: Westrichkalender Kusel 2018. Druckerei Koch, Kusel 2017, S. 258–264.
  • Horst Schwab. Kunstkreis Kusel e.V., archiviert vom Original am 12. April 2013; abgerufen am 1. August 2017.

Einzelnachweise

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