Horten H XIII

Nurflügelversuchsflugzeugprojekt From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Horten H XIII war ein projektiertes überschallschnelles Nurflügel-Versuchsflugzeug der Brüder Horten.

Schnelle Fakten
Horten H XIII

Versuchsgleiter H XIII auf Basis der H-III-Tragflächen
TypExperimentalflugzeug
Entwurfsland

Deutsches Reich NS Deutsches Reich

Hersteller Brüder Horten
Erstflug 27. November 1944[1]
Indienststellung
Stückzahl 1
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Geschichte

Entworfen wurde das Flugzeug im Jahre 1944 als Überschallprojekt Horten H X. Das Flugzeug erhielt auf dieser Grundlage einen mit 60° stark gepfeilten Nurflügel. Durch die dadurch entstehende große Flügeltiefe waren die Tragflächen relativ schmal. Nach Berechnungen sollte die H XIII mit 1400 Kilopond Schub die Schallmauer in großer Höhe durchbrechen können.

Gebaut wurde 1944 eine H-XIII-a-Variante als antriebsloses Segelflugzeug, um die stark gepfeilten Flügel zu untersuchen. Genutzt wurden die Tragflächen einer Horten H III, die durch ein neues Mittelstück mit einer darunter hängenden Pilotenkabine ergänzt wurden. Durch diese Kombination ergab sich die Typbezeichnung: H X (Pfeilung) + H III (Flächen) = H XIII. Der in Göttingen am 27. November 1944 im Schlepp einer Hs 126 durchgeführte Erstflug mit Hermann Strebel verlief erfolgreich. Zuvor war am 17. November ein kurzer Schleppversuch mit einem Auto durchgeführt worden, da die Hs 126 zu diesem Zeitpunkt noch nicht verfügbar war. Anschließend wurde die H XIII a zum Hornberg überführt, wo noch etwa 20 weitere Flüge stattfanden.[2] Das Flugzeug wurde im April 1945 zerstört, je nach Quelle entweder durch Flugplatzangehörige oder befreite Zwangsarbeiter.

In der geplanten Überschallvariante H XIII b sollte eine Strahlturbine Heinkel HeS 109-011 A mit einem Schub von 1300 Kilopond sowie ein zusätzliches, für 12 Sekunden 1000 Kilopond Schub leistendes Flüssigkeitsraketentriebwerk WASAG 109-522 eingesetzt werden. Die beiden Triebwerke sollten am unteren Flügelmittelteil angebracht werden. Der Pilot sollte in einer deltaförmigen Seitenflosse mit angeschlossenem Seitenruder Platz finden. Vorgesehen war weiterhin ein einziehbares Normalfahrgestell. Der Bau eines Prototyps V1 wurde noch während des Krieges begonnen, konnte jedoch nicht mehr beendet werden. Er sollte zunächst ohne Antrieb und anschließend mit einem Argus As 10 C erprobt werden. Für die V2 war dann ein kombinierter Strahl- /Raketenantrieb geplant. Dafür sollten anfangs als Überbrückung bis zur Verfügbarkeit des Heinkel/WASAG-Antriebs ein BMW 109-003 A2 und ein BMW 109-718, in Kombination als BMW 109-003 R bezeichnet, Verwendung finden.

Technische Daten

Weitere Informationen Kenngröße, Daten (Horten H XIII a) ...
KenngrößeDaten (Horten H XIII a)Daten (Horten H XIII b)
Besatzung1
Spannweite12,00 m
Länge11,28 m12,00 m
Höhe1,90 m3,10 m
Flügelfläche36,0 m²40 m²
Pfeilung60°
Leermasse250 kg
max. Startmasse330 kg7.000 kg
Flächenbelastung9,2 kg/m²
Antriebein Heinkel HeS 109-011 A, 1.300 kp
ein WASAG 109-522, 1.000 kp
Höchstgeschwindigkeit180 km/h1.200 km/h
Landegeschwindigkeit44 km/h
geringstes Sinken1,1 m/s bei 60 km/h und 9,2 kg/m²
Gleitzahl16 bei 80 km/h und 9,2 kg/m²
Dienstgipfelhöhe15.000 m
Reichweite2.000 km
Bewaffnung4 × MK 108 oder
4 × MK 213C
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Literatur

  • Horst Lommel: Gotha Go (Ho) 229 & Horten Ho XIII (= Luftfahrt History. Band 9). Lautec, Siegen 2006.
  • Reimar Horten, Peter F. Selinger: Nurflügel. Die Geschichte der Horten-Flugzeuge 1933–1960. H. Weishaupt, Graz 1982, ISBN 3-900310-09-2.
  • Heinz J. Nowarra: Die Deutsche Luftrüstung 1933–1945. Band 3: Flugzeugtypen Henschel – Messerschmitt. Bernard & Graefe, Koblenz 1993, ISBN 3-7637-5467-9.
Commons: Horten H.XIII – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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