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House of Yang

deutsche Mysteryserie von Stefanie Ren From Wikipedia, the free encyclopedia

House of Yang ist eine deutsche Mysteryserie von Stefanie Ren, die zugleich als Showrunnerin fungiert. Die sechsteilige Serie wurde von Wood Water Films in Koproduktion mit dem SWR produziert und wird am 9. Oktober 2026 in der ARD Mediathek veröffentlicht. Über drei Zeitebenen hinweg erzählt sie die Geschichte einer deutsch-chinesischen Familie und zweier Mädchen, die 1949 und 1999 auf rätselhafte Weise aus demselben Haus im Schwarzwald verschwinden.

TitelHouse of Yang
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch, Mandarin
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Serie
Titel House of Yang
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch, Mandarin
Genre Mystery, Drama
Länge 25 Minuten
Episoden 6 in 1 Staffel
Produktions­unternehmen Wood Water Films
Idee Stefanie Ren
Premiere 9. Okt. 2026 auf ARD Mediathek
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Die ersten drei Folgen wurden am 19. Februar 2026 im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Berlinale Special Series uraufgeführt.[1] Die vollständige Serie wird am 9. Oktober 2026 in der ARD Mediathek veröffentlicht und am selben Abend im Ersten ausgestrahlt.[2]

Handlung

Im Zentrum steht Jessie Alzenberg, die mit ihrer Tochter Mila in ihr ehemaliges Elternhaus zurückkehrt. Dort verschwand Jessies jüngere Schwester Isabel im Jahr 1999 auf rätselhafte Weise. Während Jessie versucht herauszufinden, was damals geschehen ist, stößt sie auf Geheimnisse, die weit in die Vergangenheit ihrer Familie zurückreichen.

Parallel springt die Handlung in die Jahre 1999 und 1949 zurück. Während 1999 nach der verschwundenen Isabel gesucht wird, findet 1949 Daiyu mit ihren Töchtern Yang und Xia im Haus der Familie Alzenberg Zuflucht. Nach und nach zeigt sich, dass die Geschehnisse der verschiedenen Generationen miteinander verbunden sind und sich Erfahrungen von Verlust, Ausgrenzung und verdrängten Traumata innerhalb der Familie wiederholen.

Entwicklung

Die Idee zu House of Yang stammt von Stefanie Ren, die das Projekt zunächst unter dem Arbeitstitel Das Haus entwickelte. Sie reichte das Konzept beim 2023 vom SWR gestarteten Ideenwettbewerb "Tief im Südwesten" ein, mit dem Stoffe für originäre, in Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz angesiedelte Serien gesucht wurden. Aus mehr als 180 Einreichungen wurden zunächst zehn Projekte und später drei Finalisten ausgewählt, die Pilotdrehbücher und Staffelbögen entwickelten. Im Juli 2024 wurde Das Haus als Siegerprojekt bekannt gegeben.[3]

Das Projekt wurde anschließend gemeinsam mit dem SWR weiterentwickelt und von Wood Water Films produziert. Produzenten sind Arto Sebastian, Karoline Henkel und Jasper Ph. Mielke; die Redaktion beim SWR übernahm Katharina Dufner. Die MFG Filmförderung unterstützte die Produktion mit 450.000 Euro.[4]

Ren fungierte als Creatorin, Showrunnerin und alleinige Autorin der Serie. Regie führte Mia Spengler. Die Kamera führte Zamarin Wahdat, den Schnitt verantworteten Anna Nekarda und Linda Bosch. Das Szenenbild stammt von Cosima Vellenzer, die Kostüme von Juliane Maier und Judith Stryczek. Die Musik komponierte Marc Fragstein.

Die Dreharbeiten fanden vom 25. Februar bis zum 14. April 2025 an 35 Drehtagen in Esslingen und Umgebung statt.[5]

Hintergrund

Stefanie Rens deutsch-chinesische Familiengeschichte bildete einen wichtigen Ausgangspunkt für die Serie. Ren wurde in Taiwan geboren und wuchs im Schwarzwald als Tochter einer Deutschen und eines Chinesen auf. Nach eigenen Angaben flossen sowohl ihre Erfahrungen mit Rassismus als auch das Schweigen ihrer deutschen Familie über die NS-Vergangenheit in die Entwicklung von House of Yang ein. Das Mysterygenre ermöglichte es ihr, diese Themen mit familiären Konflikten und über Generationen weitergegebenen Traumata zu verbinden.[6]

Auch Regisseurin Mia Spengler verwies auf die Bedeutung von Identität und Zugehörigkeit für die visuelle Gestaltung. Für die Serie wurde eine Bildsprache entwickelt, die historische Elemente mit Einflüssen aus Mysteryproduktionen der 1990er Jahre verbindet. Das Haus, in dem die Serie zu großen Teilen gedreht wurde, wurde für die verschiedenen Zeitebenen von Szenenbildnerin Cosima Vellenzer mehrfach umgestaltet.[7]

Veröffentlichung und Festivalaufführungen

Die ersten drei Folgen von House of Yang wurden am 19. Februar 2026 im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Berlinale Special Series uraufgeführt.[1]

Am 21. April 2026 wurde die Serie beim 22. Achtung Berlin Filmfestival in der Sektion Berlin Series gezeigt.[8]

Im Juni 2026 war House of Yang außerdem beim Seriencamp Festival in Köln vertreten. Drei Episoden wurden dort am 11. Juni in der Sektion Spotlight: Female Voices gezeigt. Die Serie war gemeinsam mit Trespasses und Eldorado für den Critics’ Choice Award 2026 nominiert.[9][10]

Die vollständige Serie wird am 9. Oktober 2026 in der ARD Mediathek veröffentlicht und anschließend in der ARD ausgestrahlt.[2]

Besetzung

Weitere Informationen Rolle, Schauspieler ...
Rolle Schauspieler
Jessie Alzenberg Elisa Hofmann
Mila Purnima Grätz
Wolfgang Vladimir Burlakov
Daiyu Andrea Guo
Elsa Emma Bading
Oma Elsa Ursula Werner
Yang Linda Chang
Jessie (jung) Clara Jaschob
Benni (jung) Yoran Leicher
Benni (erwachsen) Max Woelky
Tabea (jung) Emilia Packard
Tabea (erwachsen) Antonia Bill
Achim Alzenberg Christian Kerepeszki
Isabel Xue Lili Pautze
Xia Mengran Huang
Sebastian Schöller Marco Gianni
Opa Wolfgang Peter Cieslinski
Luise Odine Johne
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Rezeption

Die ersten drei Folgen von House of Yang, die im Februar 2026 bei der Berlinale gezeigt wurden, erhielten überwiegend positive Kritiken. Mehrere Rezensenten hoben insbesondere die Verbindung von Mystery- und Horrorelementen mit der deutsch-chinesischen Familiengeschichte und dem Thema transgenerationaler Traumata hervor.

Matthias Hopf bezeichnete die Serie bei Moviepilot als Empfehlung für Fans düsterer Mystery- und Horrorgeschichten. Obwohl die drei Zeitebenen zunächst Vergleiche mit Dark nahelegten, sah er größere Parallelen zu den Serien von Mike Flanagan wie Spuk in Hill House und Spuk in Bly Manor: Wie diese nutze House of Yang das Übernatürliche vor allem, um Familienkonflikte, Verdrängung und vererbte Traumata zu erzählen. Positiv hob Hopf zudem die Atmosphäre und die Bedeutung des Hauses als Schauplatz hervor. Die Serie sei kleiner und persönlicher angelegt als Dark, entwickle jedoch einen schleichend beunruhigenden Sog.[11]

Positiv fiel auch das Urteil von Lida Bach bei Moviebreak aus. Sie lobte die atmosphärisch dichte Inszenierung, das Schauspiel und die sorgfältige Erzählstruktur. Besonders hob sie die Verbindung der übernatürlichen Elemente mit gesellschaftlichen Themen wie Rassismus, Ausgrenzung und verdrängter Familiengeschichte hervor. Die Bedrohung durch das Haus deutete Bach zugleich als Sinnbild für die Unsicherheit der Figuren in einer Gesellschaft, die sie nicht vollständig akzeptiert.[12]

Janick Nolting bewertete die Serie für Digital Fernsehen zurückhaltender. Zwar wirke das Thema des vererbten und intergenerationalen Traumas für ihn inzwischen recht austauschbar, durch die kurzen Episoden und die verschachtelte Montage der verschiedenen Zeitebenen und Handlungsstränge halte House of Yang die Spannung jedoch hoch. Positiv hob Nolting zudem die unterrepräsentierte deutsch-chinesische Perspektive und den Umgang mit Rassismuserfahrungen hervor, die der ansonsten eher konventionellen Inszenierung eigene Akzente verliehen. Die Horrorelemente bezeichnete er dagegen als zu berechenbar und zurückhaltend inszeniert; als mysteriöses Familiendrama wecke die Serie jedoch Interesse an den Abgründen und Geheimnissen der Familie. Ob die Serie auch in der zweiten Staffelhälfte überzeugen könne, ließ Nolting offen, da auf der Berlinale lediglich drei der insgesamt sechs Episoden gezeigt worden waren.[13]

Einzelnachweise

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