Stefanie Ren
deutsche Drehbuchautorin und Autorin
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Stefanie Ren (* 23. April 1987 in Pingtung, Taiwan) ist eine deutsche Drehbuchautorin und Showrunnerin. Sie schrieb unter anderem die Drehbücher zu Cleo und Für Jojo, war Headautorin der Paramount+-Serie A Thin Line und entwickelte die Mysteryserie House of Yang, bei der sie als Creatorin, Showrunnerin und Autorin verantwortlich ist.

Leben und Wirken
Ren wurde in Pingtung in Taiwan geboren und wuchs im Schwarzwald auf. Von 2007 bis 2013 studierte sie Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg. Während ihres Studiums erhielt sie ein Baden-Württemberg-Stipendium und nahm am Hollywood Workshop der Filmakademie an der UCLA teil.[1]
Zu ihren frühen Arbeiten gehört der gemeinsam mit Nicolas Steiner geschriebene Kurzfilm Ich bin’s, Helmut aus dem Jahr 2009. Der Film wurde für den Deutschen Kurzfilmpreis 2010 nominiert und erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter 2011 den Best Short Award im internationalen Wettbewerb des Short Shorts Film Festival & Asia in Tokio.[2]
2017 war Ren Headautorin der RTL-Sitcom Nicht tot zu kriegen, die für den Deutschen Comedypreis als beste Comedyserie nominiert wurde.[3] Gemeinsam mit Erik Schmitt schrieb sie das Drehbuch zum Kinofilm Cleo, der 2019 als Eröffnungsfilm der Berlinale-Sektion Generation Kplus uraufgeführt wurde. Das Drehbuch wurde 2020 für den Drehbuchpreis Kindertiger nominiert.[4]
Für den 2022 veröffentlichten Netflix-Film Für Jojo schrieb Ren das Drehbuch. Der Film feierte beim Filmfest München seine Weltpremiere.[5] 2023 war sie Headautorin der sechsteiligen Paramount+-Thrillerserie A Thin Line und als Drehbuchautorin an allen sechs Folgen beteiligt. Die Serie wurde beim Séries Mania Festival in Lille uraufgeführt.[6]
Ebenfalls 2023 wurde Ren gemeinsam mit Franziska Margarete Hoenisch für das Drehbuch zum Horrorfilm Babette für den Thomas Strittmatter Preis nominiert.[7]
Sie entwickelte außerdem die Mysteryserie House of Yang. Unter dem damaligen Arbeitstitel Das Haus gewann das Konzept 2024 den vom SWR ausgeschriebenen Serienwettbewerb Tief im Südwesten. Ren fungierte bei der sechsteiligen Serie als Creatorin, Showrunnerin und alleinige Drehbuchautorin.[8] House of Yang wurde im Februar 2026 in der Sektion Berlinale Special Series der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt und war beim Seriencamp Festival 2026 für den Critics’ Choice Award nominiert.[9][6]
Ren ist seit 2023 Mitglied der Deutschen Filmakademie und als Mentorin beim Weiterbildungsprogramm Serial Eyes tätig.[10][11] 2026 gehört sie der Drehbuchjury der FIRST STEPS Awards an.[12]
2024 und 2025 veröffentlichte sie gemeinsam mit der Drehbuchautorin Fitore Muzaqi den Branchenpodcast Writer’s Statement über Drehbuchschreiben und die Arbeit in der Film- und Fernsehbranche.[13]
Ren lebt und arbeitet in Berlin.
Filmografie (Auswahl)
- 2009: Ich bin’s, Helmut (Kurzfilm) – Drehbuch
- 2009: Bob (Kurzfilm) – Drehbuch
- 2017: Nicht tot zu kriegen (Fernsehserie) – Headautorin, Drehbuch
- 2019: Cleo – Drehbuch
- 2022: Für Jojo – Drehbuch
- 2023: A Thin Line (Miniserie) – Headautorin, Drehbuch Episoden 1–6
- 2024: Tage mit Naadirah – Drehbuchmitarbeit
- 2026: House of Yang (Miniserie) – Creatorin, Showrunnerin, Drehbuch
Veröffentlichungen
- 2013: Das Hochzeitsprinzip (E-Book), ISBN 978-3-85236-056-0
Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)
- 2010: Nominierung für den Deutschen Kurzfilmpreis für Ich bin’s, Helmut
- 2017: Nominierung für den Deutschen Comedypreis in der Kategorie Beste Comedyserie für Nicht tot zu kriegen
- 2020: Nominierung für den Drehbuchpreis Kindertiger für Cleo, gemeinsam mit Erik Schmitt
- 2023: Nominierung für den Thomas Strittmatter Preis für Babette, gemeinsam mit Franziska Margarete Hoenisch
- 2024: Gewinnerin des SWR-Serienwettbewerbs Tief im Südwesten mit dem Konzept zu House of Yang
- 2026: Nominierung von House of Yang für den Critics’ Choice Award des Seriencamp Festivals