Hubert Fritz
österreichischer Maler
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Hubert Fritz (* 16. Jänner 1914 in Bludenz; † 28. Mai 1976 ebendort) war ein österreichischer Maler.
Leben
Hubert Fritz wurde als drittes von vier Kindern der Eheleute Anton Fritz und Sophie Fritz, geborene Neyer, geboren. Das Elternhaus stand in der Bludenzer Herrengasse. Sein Großvater und Vater waren Malermeister, sein Vater war weiters auch Jäger und Tierpräparator. Nach der Pflichtschule lernte er in der Kunstgewerbeschule in Innsbruck und in der Meisterschule in Wien. Schon mit 19 Jahren erlangte er die Meisterprüfung in allen Bereichen der Malerei mit sehr gutem Erfolg. Danach arbeitete er im väterlichen Betrieb und betätigte sich bereits in der freien Malerei.
1936 zum Militär eingezogen, durfte er freigestellt ein Heiliges Grab im Auftrag der Gemeinde Bürs gestalten. 1938/1939 studierte er an der Kunstakademie München bei Julius Hess und schloss als Akademischer Maler ab.
1939 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Im Einsatz bei Murmansk erlitt er schwere Verwundungen und erfror an beiden Füßen, in weiterer Folge wurden ihm beide Unterschenkel unterhalb der Knie amputiert und lernte sich an Prothesen zu gewöhnen.
1943 heiratete er Maria Hinke und hatte mit ihr fünf Kinder.
1949 entschied sich Hubert Fritz ausschließlich als Künstler zu arbeiten.
Fritz war Mitglied der Künstlergruppe Gayenhof, u. a. mit Edwin Neyer, Luise Jehly, Fritz Pfister, in der Vorarlberger Kunstgemeinde, in der Vorarlberger Bauhütte, seit 1947 in der Berufsvereinigung der bildenden Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs.
Werk
Die Arbeiten von Hubert Fritz umfassen 1196 Einträge zu Skizzen, Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden. 26 Werke befinden sich im Besitz vom vorarlberg museum. Vor allem Landschafts- und Altarbilder, etliche Wandbilder und Sgraffiti, alles abseits gängiger Fremdenverkehrsklischees.
Sakrale Kunst:
- Franziskanerkirche Bludenz, Medaillon Muttergottes, Wandfresko Halbfigur eines Franziskaners mit dem Schriftzug Die allerstillste Liebe ist die Liebe zum Guten, Freskozyklus
- Alter Pfarrhof in Stallehr, Fassadenbild Hirte mit Schaf
- 1955 Pfarrkirche Bings, Altarbild und Buntglasfenster
- 1960 Filialkirche Lorüns, außen am Turm Fassadenbild hl. Johannes Nepomuk, Altarbild
- um 1960: Kapelle vom Landeskrankenhaus Bludenz, Buntglasfenster Triptychon
Kunst im öffentlichen Raum:
- um 1950: Fresko am Feldkircher Tor der Stadtbefestigung Bludenz
- um 1950: Fresko am Städtischen Bauhof der Stadt Bludenz
Anerkennungen
- 1957 Ehrengabe für Kunst der Vorarlberger Landesregierung
Ausstellungen
Literatur
- Fritz, Hubert. (1914–1976). In: Bildende Kunst in Vorarlberg 1945–2005, S. 97.
- Dieter Petras: Hubert Fritz (1914 bis 1976). Dem bedeutenden Bludenzer Maler zum 50. Todestag. Bildband, Vorwort von Michael Kasper, Bludenzer Geschichtsblätter 155+156 (2026), 180 Seiten.