Ilse Ledermann-Citroen
Fotografin
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Ilse Luise Ledermann-Citroen (* 8. März 1904 in Berlin als Ilse Luise Citroen; † 19. November 1943 im KZ Auschwitz-Birkenau) wurde ein Opfer des Holocaust.
Leben

Ilse Ledermann-Citroen wurde 1904 als eines von vier Kindern eines niederländisch-jüdischen Vaters (Hendrik) und einer deutsch-jüdischen Mutter (Ellen) geboren. Sie war als Pianistin tätig. 1924 heiratete sie den aus Hirschberg im Riesengebirge stammenden Wirtschaftsanwalt und Notar Franz Ledermann (1889–1943).[1] Das Paar ließ sich in Berlin nieder, wo es zwei Kinder, Barbara Ledermann (* 1925) und Sanne Ledermann (1928–1943), bekam. Sie war die 2 ½ Jahre ältere Schwester von Chanan Cidor, geboren als Hans Citroen, ein Berliner Kürschner und später, als Diplomat, israelischer Botschafter.[2]
Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung verlor Franz Ledermann zahlreiche Mandanten. Als jüdischer Anwalt durfte er nur noch Juden vertreten und musste schließlich seine Kanzlei schließen. Ilse Ledermann-Citroen emigrierte mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern nach Amsterdam, wo Verwandte von ihr lebten. Im Mai 1940 besetzte die deutsche Armee die Niederlande. Am 20. Juni 1943 wurde ihre Familie in das Durchgangslager Westerbork deportiert und am 16. November 1943 in das KZ Auschwitz-Birkenau. Dort wurde sie nach der Ankunft am 19. November 1943 in der Gaskammer ermordet. Nur ihre Tochter Barbara Ledermann überlebte.
Ehrungen
Am 8. September 2022 wurden vor ihrem ehemaligen Wohnort, Berlin-Tiergarten, Genthiner Straße 14, Stolpersteine für sie und ihre Familie verlegt[3] – neben denen ihrer Nachbarn Arvid und Mildred Harnack.
Weblinks
- Ilse Ledermann-Citroen in der Holocaust Encyclopedia des United States Holocaust Memorial Museum
- Personenseite für Ilse Luise Lederman auf collections.yadvashem.org
- Stolpersteinverlegung für die Familie Ledermann/Citroen, Bericht des Anne Frank Zentrum e.V.