Immer Ärger mit Bernie
Film von Ted Kotcheff (1989)
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Immer Ärger mit Bernie (Originaltitel Weekend at Bernie’s) ist eine schwarze Komödie des US-amerikanischen Regisseurs Ted Kotcheff aus dem Jahr 1989. Der Film orientiert sich direkt an Alfred Hitchcocks Filmkomödie Immer Ärger mit Harry aus dem Jahr 1955.
| Film | |
| Titel | Immer Ärger mit Bernie |
|---|---|
| Originaltitel | Weekend at Bernie’s |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1989 |
| Länge | 97 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Ted Kotcheff |
| Drehbuch | Robert Klane |
| Produktion | Victor Drai |
| Musik | Andy Summers |
| Kamera | François Protat |
| Schnitt | Joan E. Chapman |
| Besetzung | |
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Handlung
Larry Wilson und Richard Parker, junge Angestellte einer großen New Yorker Versicherungsgesellschaft, finden nach einer Bilanzprüfung Ungereimtheiten in Höhe von zwei Millionen US-Dollar in der Buchhaltung der Firma. Als sie dies ihrem Boss Bernie Lomax mitteilen, ist dieser scheinbar begeistert von dem Engagement der beiden Mitarbeiter und lädt sie daraufhin zu einem Wochenende in seinem Strandhaus in den Hamptons ein. Die beiden wissen allerdings nicht, dass Bernie selbst hinter diesen Ungereimtheiten steckt und sich bereichert hat.
Aus Angst vor Entdeckung verlangt Bernie von dem ebenfalls in die Sache verwickelten Mafiaboss Vito die Ermordung der beiden Männer. Vito beschließt jedoch stattdessen, Bernie von dem Killer Paulie umbringen zu lassen, da auch dies ihn selbst vor Entdeckung schützt und er überdies eine Affäre zwischen Bernie und seiner Frau Tina entdeckt hat.
Als Larry und Richard in dem Strandhaus ankommen, wurde Bernie bereits von Paulie vergiftet. Letzterer hat die Leiche so hergerichtet, dass es wie ein Suizid aussieht. Larry und Richard überlegen, die Polizei zu rufen, als eine Meute von Partygästen eintrifft. Diese sind jedoch zu sehr mit Feiern beschäftigt, um zu bemerken, dass ihr Gastgeber tot ist. Die betrunkene Tina hat sogar Sex mit Bernies Leiche.
Zu den Partygästen gehört auch Gwen Saunders, die junge Praktikantin der Versicherungsfirma, auf die Richard bereits ein Auge geworfen hatte. Die beiden Freunde beschließen, Bernies Tod zumindest für den Abend geheim zu halten, um das luxuriöse Partyleben zu genießen.
Als Larry und Richard am nächsten Tag die Polizei anrufen wollen, finden sie ein auf dem Anrufbeantworter gespeichertes Gespräch, in dem Bernie vor seinem Tod Paulie Anweisungen zur Tötung der beiden gibt. Da Bernie in dem gespeicherten Gespräch vom Killer verlangte, erst loszuschlagen, wenn er selbst abgereist ist, schleppen Larry und Richard von nun an den toten Bernie mit sich umher und versuchen, dessen Tod zu verbergen. Dass Bernie scheinbar noch lebt, fällt bald auch den Mafiosi auf. Unbemerkt von Larry und Richard unternimmt Paulie weitere Attentatsversuche auf Bernie und gerät zunehmend in wilde Verzweiflung darüber, dass dieser scheinbar unsterblich ist.
Larry und Richard weihen Gwen in die Lage um Bernie ein, als plötzlich Paulie auftaucht und wie wild auf Bernie schießt. Danach versucht Paulie, die Zeugen Larry, Richard und Gwen zu erschießen. Mithilfe einem Telefonkabel gelingt es Larry unter Lebensgefahr, Paulie zu überwältigen.
Als Larry und Richard nach Eintreffen der Polizei zusammen mit Gwen erleichtert am Strand sitzen, rollt die Bahre mit Bernies Leichnam durch ein Versehen den Steg hinab, Bernie rutscht herunter und landet in sitzender Haltung hinter den dreien, die schreiend aufspringen und davonlaufen.
Produktionshintergrund
Immer Ärger mit Bernie ist eine Variation der Hitchcock-Komödie Immer Ärger mit Harry aus dem Jahre 1955. Der Film kostete 15 Millionen US-Dollar und spielte 30 Millionen US-Dollar wieder ein.[1]
Ursprünglich sollte Andrew McCarthy die Rolle des Richard spielen, aber als er das Drehbuch las, verliebte er sich in die Rolle des Larry, die er schließlich auch bekam. Regisseur Ted Kotcheff übernahm einen Cameo-Auftritt als Richards Vater Jack, der seinen Sohn nachts mit Gwen erwischt, als er sich (nur mit Shorts bekleidet) ein Bier aus dem Kühlschrank holt.
Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in und nahe der Hafenstadt Wilmington in North Carolina statt. Bernies Haus wurde lediglich als Kulisse am Strand des nahen Fort Fisher State Recreation Area errichtet und nach dem Ende des Drehs wieder entfernt. Als Hampton Island fungierte im Film die südlich von Wilmington gelegene Insel Bald Head Island (auch als Smith Island bekannt), die ein beliebter Ort für Ruheständler ist und deren kleiner Fährhafen die ideale Kulisse bot. Wahrzeichen des Hafens ist der Old Baldy genannte, außer Dienst gestellte Leuchtturm aus dem Jahre 1817, den Richard und Gwen bei ihrem nächtlichen Strandspaziergang besteigen. Der Bootssteg, an dem Larry und Richard mit Bernies Boot starten, ist der Steg des Bridge Tender Restaurant am Wrightsville Beach von Bald Head Island.
In Bernies Wochenendhaus bestaunt Richard ein großformatiges Bild von Roy Lichtenstein („Großer Gott! Das ist ein Lichtenstein!“). Hierbei handelt es sich um das Werk Reclining Bather aus dem Jahre 1977. Im November 2002 wechselte das Original bei einer Sotheby’s-Auktion in Los Angeles für 2.099.500 US-Dollar den Besitzer.[2]
Das Lied Hot and Cold, das am Anfang und Ende des Filmes erklingt, wurde von Jermaine Stewart gesungen und erschien anlässlich der Veröffentlichung des Films auch als Single.
Rezeption
Kritik
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 54 %[3] |
| Metacritic (Metascore) | 32/100[4] |
Die Komödie fuhr bei ihrer Premiere im Jahr 1989 weitgehend schlechte Kritiken ein.[5] Über die Jahre besserte sich die Rezeption merklich.[6]
„Makabrer Ulk, der in seiner Machart wesentlich derber ist als das offensichtliche Hitchcock-Vorbild ‚Immer Ärger mit Harry‘.“
„So hat diese flügellahme Komödie außer der vielversprechenden Grundidee (…) wenig zu bieten. Einzig Terry Kiser, der je töter, desto besser, mit unglaublicher Körperbeherrschung die haltlose Leiche mit dem süffisanten Lächeln spielt, vermag dem Film noch ein wenig Leben einzuhauchen.“
In der Popkultur
Die Simpsons-Folge Weekend at Burnsie’s (13x16) nimmt im Titel Bezug auf den englischen Originaltitel des Films. In einer Episode von Friends wird Immer Ärger mit Bernie als Lieblingsfilm der von Jennifer Aniston gespielten Rachel erwähnt. Darüber hinaus listet die Internet Movie Database mittlerweile über 30 verschiedene Filme bzw. Serienfolgen auf, die vom Titel oder Inhalt her mehr oder minder deutlich auf Weekend at Bernie’s anspielen. Außerdem wird der Film in mehreren Folgen von How I Met Your Mother, vor allem von der Figur des Barney, angesprochen.
Das Musikvideo zu dem Lied Danke der Band Die Fantastischen Vier lehnt sich ebenfalls an den Film an.
Fortsetzung
Im Jahr 1993 erschien die Fortsetzung Wieder Ärger mit Bernie (Weekend at Bernie’s II).
Weblinks
- Immer Ärger mit Bernie bei IMDb
- Immer Ärger mit Bernie in der Online-Filmdatenbank
- Immer Ärger mit Bernie in der Deutschen Synchronkartei
- Vergleich der Schnittfassungen VOX ab 12 – FSK 16, ZDFneo ab 16 / US-Fassung – FSK 16 von Immer Ärger mit Bernie bei Schnittberichte.com