Interstitielle Lungenerkrankung

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Interstitielle Lungenerkrankung (englisch: Interstitial Lung Disease (ILD)) oder diffuse Lungenparenchymerkrankung (englisch: Diffuse Parenchymal Lung Disease (DPLD)) bezeichnet eine Gruppe von Lungenerkrankungen, die das Epithel der Lungenbläschen (Alveolarepithel), das Endothel der Lungenkapillaren, die Basalmembran sowie die perivaskulären und perilymphatischen Gewebe der Lunge befällt. Die Bezeichnung als interstitielle Erkrankung („ILD“) grenzt diese Krankheitsbilder von den obstruktiven Atemwegserkrankungen (etwa COPD) ab. Die meisten Typen dieses Leidens sind mit einer Fibrose (diffuse progressive interstitielle Lungenfibrose;[1] vgl. auch akute interstitielle Pneumonie) verbunden, die sich jedoch auch später erst entwickeln kann.

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
J84.- Sonstige interstitielle Lungenkrankheiten
J68.4 Lungenfibrose (chronisch): durch Einatmen von Chemikalien, Gasen, Rauch, Dämpfen
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Klassifikation

(Quelle: [2])

ILD ohne bekannte Grunderkrankung

ILD mit bekannter Ursache>

ILD durch inhalative Noxen

ILD durch nicht inhalative Noxen

ILD bei Systemerkrankungen

ILD bei angeborenen Erkrankungen

ILD bei Darm- und Lebererkrankungen

ILD bei Infektionen

ILD bei pulmonalen Hämorrhagiesyndromen

Sonstige Ursachen

  • Lymphangitis carcinomatosa
  • Eosinophile Pneumonien
  • Granulomatöse Vaskulitiden

Klinisches Bild

Die interstitiellen Lungenerkrankungen zeigen eine sehr variable Klinik. Häufig besteht initial eine Atemnot bei Belastung, die sich im späteren Verlauf zu einer Atemnot in Ruhe verschlechtern kann. Im fortgeschrittenen Stadium kann es außerdem zu einer pulmonalen Hypertonie, einer Rechtsherzbelastung in Form des Cor pulmonale oder einer respiratorischen Insuffizienz kommen. Meistens ist eine restriktive Ventilationsstörung sowie eine verringerte Diffusionskapazität zu erkennen.[5][6]

Literatur

Einzelnachweise

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