Iris Lienhard

österreichische Skibobfahrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Iris Lienhard (* 19. Februar 1976 in Aarau, Kanton Aargau, Schweiz) ist eine österreichische Skibobfahrerin. Mit elf Weltmeistertiteln und zahlreichen Weltcupsiegen gehört sie zu den erfolgreichsten Athletinnen der nichtolympischen Sportart. Außerdem gewann sie zwischen 2001 und 2010 viermal den Skibob-Gesamtweltcup.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Iris Lienhard
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 19. Februar 1976 (50 Jahre)
Geburtsort Aarau, Schweiz
Beruf Masseurin, Touristikkauffrau
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein SBC Pernitz-Unterberg (bis 2009/10)
SBC Wiener Neustadt (ab 2010/11)
Trainer Petra Gamper (2003–2012)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 11 × Goldmedaille 16 × Silbermedaille 10 × Bronzemedaille
Skibob-WeltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Bronze Balderschwang 1997 Slalom
Gold Neukirchen 1998 Super-G
Silber Neukirchen 1998 Slalom
Silber Neukirchen 1998 Kombination
Silber Adelboden 1999 Slalom
Bronze Adelboden 1999 Riesenslalom
Gold St. Johann/Pongau 2000 Super-G
Gold St. Johann/Pongau 2000 Riesenslalom
Bronze St. Johann/Pongau 2000 Abfahrt
Gold Bischofswiesen 2001 Super-G
Gold Bischofswiesen 2001 Riesenslalom
Gold Bischofswiesen 2001 Kombination
Bronze Bischofswiesen 2001 Slalom
Gold Špindlerův Mlýn 2002 Riesenslalom
Silber Špindlerův Mlýn 2002 Slalom
Silber Špindlerův Mlýn 2002 Kombination
Gold Ustroń 2009 Riesenslalom
Gold Ustroń 2009 Kombination
Silber Ustroń 2009 Slalom
Bronze Ustroń 2009 Super-G
Gold Kirchberg/Tirol 2010 Slalom
Silber Kirchberg/Tirol 2010 Riesenslalom
Silber Kirchberg/Tirol 2010 Kombination
Gold Nauders 2011 Slalom
Bronze Nauders 2011 Kombination
Silber Deštne 2012 Riesenslalom
Silber Deštne 2012 Slalom
Silber Aigen/Mühlkreis 2012 Kombination
Bronze Aigen/Mühlkreis 2012 Super-G
Silber Bad Hofgastein 2013 Slalom
Bronze Bad Hofgastein 2013 Kombination
Silber Grächen 2023 Riesenslalom
Silber Grächen 2023 Slalom
Silber Grächen 2023 Kombination
Silber Lenggries 2025 Riesenslalom
Bronze Lenggries 2025 Slalom
Bronze Lenggries 2025 Kombination
Platzierungen im Skibob-Weltcup
Weltcupsiege mehr als 20
Skibob-Weltcup 1. (2000/01, 2001/02,
2008/09, 2009/10)
letzte Änderung: 22. Februar 2025
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Biografie

Iris Lienhard entstammt einer begeisterten Skibob-Familie im niederösterreichischen Pernitz. Ihr Großvater Otto Wlezcek gründete den SBC Pernitz-Unterberg[1], ihre Tante Petra Wlezcek (verheiratete Gamper) war ebenfalls als Skibobfahrerin erfolgreich und betreute sie später als ÖSBV-Bundestrainerin.[2] Lienhard selbst verbrachte ihre ersten 17 Lebensjahre in der Schweiz, bevor sie zur Matura nach Österreich kam und ein Diplom als Touristikkauffrau erwarb. Danach lebte und arbeitete sie mehr als zehn Jahre lang in Griechenland, während sie im Winter von Österreich aus dem Skibobsport nachging.[3]

Lienhard, die das Skibobfahren erst im vergleichsweise hohen Alter von 14 Jahren[4] erlernt hatte, gewann bei den Weltmeisterschaften 1997 in Balderschwang ihre erste Bronzemedaille. Ein Jahr später kürte sie sich in Neukirchen am Großvenediger im Super-G erstmals zur Weltmeisterin und holte mit Slalom- und Kombinationssilber zwei weitere Medaillen. In St. Johann im Pongau konnte sie in Super-G und Riesenslalom erstmals zwei Goldmedaillen gewinnen. Darüber hinaus sicherte sie sich mit Abfahrtsbronze ihre einzige WM-Medaille in dieser Disziplin. Im folgenden Jahr gewann sie in Bischofswiesen zum ersten Mal in ihrer Karriere vier Medaillen, davon dreimal Gold (Super-G, Riesenslalom, Kombinationswertung). 2001 und 2002 entschied sie jeweils den Gesamtweltcup für sich, ehe sie einige Jahre Pause einlegte. 2008/09 kehrte sie an die Spitze der Weltcup-Gesamtwertung zurück, beendete damit die sechsjährige Siegesserie der Tschechin Alena Housová und gewann bei den Weltmeisterschaften in Ustroń zwei weitere Titel. Mit sechs Saisonsiegen verteidigte sie im nächsten Winter den Gesamtweltcup erfolgreich und errang in Kirchberg im Slalom ihren insgesamt zehnten Weltmeistertitel. Diesen konnte sie ein Jahr später in Nauders noch einmal verteidigen. Während sie mit dem Rücktritt spekulierte, gelangen ihr bei den beiden folgenden Weltmeisterschaften in Österreich und Tschechien weitere Silber- und Bronzemedaillengewinne.

In den folgenden Jahren nahm Lienhard nur sporadisch am Renngeschehen teil. Im März 2022 fuhr sie beim Weltcup auf dem Nassfeld hinter ihrer jungen Landsfrau Juliane Knauß zweimal auf den zweiten Platz. Im Rahmen der Weltmeisterschaften in Grächen holte sie im Alter von 47 Jahren – und erstmals seit zehn Jahren wieder – drei Silbermedaillen. Ein Jahr danach schaffte sie auf dem Nassfeld zwei weitere Podestplätze. Auch bei den Weltmeisterschaften in Lenggries verzeichnete sie drei Medaillengewinne, wobei sie die Goldmedaille im Riesenslalom um lediglich drei Hundertstelsekunden verfehlte.

Iris Lienhard zog von Piesting[5] nach Goldegg im Pongau, wo sie als selbstständige Masseurin arbeitet. Sie ist Mutter von zwei Töchtern und betreut nebenbei die österreichische Schülernationalmannschaft im Skibob.[4]

Erfolge

Weltmeisterschaften

  • 11 Goldmedaillen (3 Super-G, 4 Riesenslalom, 2 Slalom, 2 Kombination)
  • 15 Silbermedaillen (3 Riesenslalom, 7 Slalom, 5 Kombination)
  • 8 Bronzemedaillen (1 Abfahrt, 2 Super-G, 1 Riesenslalom, 2 Slalom, 2 Kombination)

Weltcup-Platzierungen

Weitere Informationen Saison, Platz ...
SaisonPlatzPunkte
bis
1999/00
?
2000/011.?
2001/021.?
2006/0712.6
2007/084.73
2008/091.121
2009/101.114
2010/112.129
2011/125.30
2012/138.14
2016/178.6
2021/224.32
2023/246.20
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Weltcupsiege

Lienhard errang ab der Saison 2004/05 folgende Weltcupsiege:

Weitere Informationen Datum, Ort ...
Datum Ort Land Disziplin
19. Jänner 2008Bad RagazSchweizRiesenslalom
6. Dezember 2008KühtaiÖsterreichRiesenslalom
24. Jänner 2009Jablonec nad JizerouTschechienRiesenslalom
25. Jänner 2009Jablonec nad JizerouTschechienSuper-G
16. Jänner 2010Neukirchen am GroßvenedigerÖsterreichSlalom
17. Jänner 2010Neukirchen am GroßvenedigerÖsterreichRiesenslalom
18. Februar 2010WisłaPolenRiesenslalom
19. Februar 2010WisłaPolenSlalom
20. Februar 2010Deštné v Orlických horáchTschechienRiesenslalom
21. Februar 2010Deštné v Orlických horáchTschechienSlalom
5. Februar 2011LackenhofÖsterreichSlalom
11. Februar 2011NaudersÖsterreichSlalom (WM)
11. März 2011Aigen im MühlkreisÖsterreichSuper-G
14. Jänner 2012Neukirchen am GroßvenedigerÖsterreichSlalom
15. Jänner 2012Neukirchen am GroßvenedigerÖsterreichRiesenslalom
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Weitere Erfolge

  • 17 österreichische Staatsmeistertitel in verschiedenen Disziplinen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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