Alena Housová

tschechische Skibobfahrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Alena Housová (* 22. April 1979 in Turnov, Tschechoslowakei) ist eine ehemalige tschechische Skibobfahrerin. Mit 30 Weltmeistertiteln und mehr als 60 Weltcupsiegen ist die erfolgreichste Athletin in der Geschichte der nichtolympischen Sportart. Außerdem gewann sie zwischen 2000 und 2014 zehnmal den Skibob-Gesamtweltcup.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Alena Housová
Nation Tschechien Tschechien
Geburtstag 22. April 1979 (47 Jahre)
Geburtsort Turnov, Tschechoslowakei
Beruf Buchhalterin
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein TJ Sokol Jablonec nad Jizerou
Status zurückgetreten
Karriereende März 2014
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 30 × Goldmedaille 17 × Silbermedaille 4 × Bronzemedaille
Skibob-WeltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Silber Villach 1996 Slalom
Silber Villach 1996 Kombination
Silber Balderschwang 1997 Super-G
Silber Balderschwang 1997 Riesenslalom
Bronze Neukirchen 1998 Slalom
Gold Adelboden 1999 Super-G
Gold Adelboden 1999 Kombination
Silber Adelboden 1999 Abfahrt
Silber Adelboden 1999 Riesenslalom
Gold St. Johann/Pongau 2000 Slalom
Silber St. Johann/Pongau 2000 Riesenslalom
Silber St. Johann/Pongau 2000 Kombination
Gold Špindlerův Mlýn 2002 Slalom
Gold Špindlerův Mlýn 2002 Kombination
Silber Špindlerův Mlýn 2002 Super-G
Bronze Špindlerův Mlýn 2002 Riesenslalom
Gold Wisła 2003 Super-G
Gold Wisła 2003 Slalom
Gold Wisła 2003 Kombination
Silber Wisła 2003 Riesenslalom
Gold Gosau 2004 Riesenslalom
Gold Gosau 2004 Slalom
Gold Gosau 2004 Kombination
Silber Gosau 2004 Super-G
Gold Grächen 2006 Super-G
Gold Grächen 2006 Riesenslalom
Gold Grächen 2006 Slalom
Gold Grächen 2006 Kombination
Bronze Grächen 2006 Abfahrt
Gold Aigen/Mühlkreis 2007 Abfahrt
Gold Aigen/Mühlkreis 2007 Super-G
Silber Aigen/Mühlkreis 2007 Riesenslalom
Silber Aigen/Mühlkreis 2007 Slalom
Silber Aigen/Mühlkreis 2007 Kombination
Bronze Ustroń 2009 Slalom
Gold Nauders 2011 Super-G
Gold Nauders 2011 Riesenslalom
Gold Nauders 2011 Kombination
Silber Nauders 2011 Slalom
Gold Deštné 2012 Riesenslalom
Gold Deštné 2012 Slalom
Gold Aigen/Mühlkreis 2012 Kombination
Silber Aigen/Mühlkreis 2012 Super-G
Gold Bad Hofgastein 2013 Super-G
Gold Bad Hofgastein 2013 Riesenslalom
Gold Bad Hofgastein 2013 Slalom
Gold Bad Hofgastein 2013 Kombination
Gold Spital/Semmering 2014 Super-G
Gold Spital/Semmering 2014 Slalom
Gold Spital/Semmering 2014 Kombination
Silber Spital/Semmering 2014 Riesenslalom
Platzierungen im Skibob-Weltcup
Weltcupsiege mehr als 60
Skibob-Weltcup 1. (1999/00, 2002/03, 2003/04,
2004/05, 2005/06, 2006/07,
2007/08, 2010/11, 2012/13,
2013/14)
 
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Biografie

Die für den TJ Sokol Jablonec nad Jizerou startende Alena Housová gewann im Alter von 16 Jahren bei den Weltmeisterschaften 1996 in Villach ihre ersten beiden Silbermedaillen. Sowohl im Slalom als auch in der Kombinationswertung musste sie sich nur ihrer überlegenen Landsfrau Irena Francová geschlagen geben. In den folgenden beiden Jahren holte sie weitere Medaillen, 1999 gelang ihr in Adelboden im Super-G und in der Kombination der Gewinn ihrer ersten beiden Weltmeistertitel. Im darauffolgenden Winter gewann sie erstmals den Gesamtweltcup.

Nach überstandener Knieverletzung[1] holte Housová 2002 bei ihren Heimweltmeisterschaften in Špindlerův Mlýn Gold im Slalom und in der Kombination. 2002/03 entschied sie zum zweiten Mal den Gesamtweltcup für sich und gewann bei den Weltmeisterschaften in Wisła erstmals drei Goldmedaillen. Lediglich im Riesenslalom blieb sie als Zweitplatzierte hinter ihrer Landsfrau Petra Poláková zurück. In den folgenden fünf Jahren dominierte sie den Skibob-Weltcup, verteidigte fünfmal ihren Sieg in der Gesamtwertung und gewann die meisten Rennen, an denen sie teilnahm. 2004 gewann sie neben zwei weiteren Goldmedaillen ihren ersten Weltmeistertitel im Riesenslalom. Bei den Weltmeisterschaften 2006 in Grächen holte sie erstmals in ihrer Karriere fünf von fünf möglichen Medaillen, vier davon in Gold. Auch ein Jahr später in Aigen im Mühlkreis gelangen ihr fünf WM-Medaillengewinne, wobei sie in der Abfahrt den letzten noch fehlenden Titel erringen konnte. Im Winter 2008/09 musste sie sich im Gesamtweltcup der Österreicherin Iris Lienhard geschlagen geben, im folgenden Jahr bestritt sie lediglich drei Weltcup-Rennen, von denen sie zwei gewann.

2010/11 feierte Alena Housová zum zweiten Mal in ihrer Karriere zehn Weltcupsiege binnen einer einzigen Saison. Zudem holte sie bei den Weltmeisterschaften in Nauders drei weitere Goldmedaillen. Zu Beginn der folgenden Saison hatte sie mit einer Knieverletzung zu kämpfen und verlor den Gesamtweltcup 2012 an Lisa Zaff. Im Rahmen der Weltmeisterschaften in Aigen und Deštné v Orlických horách war sie aber erneut die erfolgreichste Teilnehmerin und überbot mit ihren Titeln 21 bis 23 die tschechischen Radball-Gebrüder Pospíšil.[2] 2013 kehrte sie an die Spitze des Gesamtweltcups zurück und gewann bei den Weltmeisterschaften in Bad Hofgastein alle drei Rennen plus Kombination. Mit ihren Titeln 26 und 27 übertraf sie die bisherige Skibob-Rekordhalterin Irena Francová. Im März 2014 gewann sie zum zehnten Mal den Gesamtweltcup und holte in Spital am Semmering ihre letzten drei WM-Goldmedaillen. Nach den Heimrennen in Jablonec nad Jizerou ging sie in den Mutterschaftsurlaub und trat nicht mehr im Weltcup an.

Alena Housová lebt in Semily und arbeitet als Buchhalterin für ein Unternehmen in Liberec.[2] Ihr Bruder Aleš Housa war ebenfalls als Skibobfahrer aktiv und wurde zwischen 2001 und 2016 dreimal Weltmeister.

Erfolge

Weltmeisterschaften

  • 30 Goldmedaillen (1 Abfahrt, 7 Super-G, 5 Riesenslalom, 8 Slalom, 9 Kombination)
  • 17 Silbermedaillen (1 Abfahrt, 4 Super-G, 6 Riesenslalom, 3 Slalom, 3 Kombination)
  • 4 Bronzemedaillen (1 Abfahrt, 1 Riesenslalom, 2 Slalom)

...

Weltcup-Platzierungen

Weitere Informationen Saison, Platz ...
SaisonPlatzPunkte
bis
2001/02
1 Gesamtsieg
2002/031.132[3]
2003/041.126[4]
2004/051.184
2005/061.99
2006/071.117
2007/081.130
2008/092.104
2009/105.40
2010/111.190
2011/122.74
2012/131.114
2013/141.99
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Weltcupsiege

Housová errang ab der Saison 2004/05 folgende Weltcupsiege:

Weitere Informationen Datum, Ort ...
Datum Ort Land Disziplin
17. Dezember 2004IschglÖsterreichRiesenslalom
18. Dezember 2004IschglÖsterreichRiesenslalom (Sprint)
8. Januar 2005LungötzÖsterreichSlalom
9. Januar 2005LungötzÖsterreichSuper-G
4. Februar 2005Deštné v Orlických horáchTschechienSlalom
5. Februar 2005Deštné v Orlických horáchTschechienRiesenslalom
25. Februar 2005PernitzÖsterreichRiesenslalom
26. Februar 2005PernitzÖsterreichSuper-G
11. März 2005MissenDeutschlandRiesenslalom
12. März 2005MissenDeutschlandSlalom
16. Dezember 2005WildschönauÖsterreichRiesenslalom
25. Februar 2006Deštné v Orlických horáchTschechienRiesenslalom
11. März 2006NesselwangDeutschlandRiesenslalom
11. März 2006NesselwangDeutschlandSlalom
17. März 2006WestendorfÖsterreichRiesenslalom
13. Januar 2007KühtaiÖsterreichRiesenslalom
13. Januar 2007KühtaiÖsterreichRiesenslalom
14. Januar 2007KühtaiÖsterreichSuper-G
14. Januar 2007KühtaiÖsterreichSuper-G
9. Februar 2007Kirchberg in TirolÖsterreichRiesenslalom
10. Februar 2007Kirchberg in TirolÖsterreichSuper-G
1. April 2007Bad HofgasteinÖsterreichSuper-G
15. Dezember 2007Maria AlmÖsterreichRiesenslalom
15. Dezember 2007Maria AlmÖsterreichSlalom
16. Dezember 2007Maria AlmÖsterreichSuper-G
20. Januar 2008Bad RagazSchweizSuper-G
25. Januar 2008Kirchberg in TirolÖsterreichSlalom
26. Januar 2008Kirchberg in TirolÖsterreichSuper-G
7. März 2008Aigen im MühlkreisÖsterreichSuper-G
8. März 2008Aigen im MühlkreisÖsterreichSlalom
30. Januar 2009Kirchberg in TirolÖsterreichRiesenslalom
7. März 2009ErlbachDeutschlandRiesenslalom
8. März 2009KlingenthalDeutschlandSlalom
14. März 2009Aigen im MühlkreisÖsterreichSlalom
12. März 2010Aigen im MühlkreisÖsterreichRiesenslalom
13. März 2010Aigen im MühlkreisÖsterreichSlalom
29. Januar 2011Jablonec nad JizerouTschechienRiesenslalom
29. Januar 2011Jablonec nad JizerouTschechienRiesenslalom
30. Januar 2011Jablonec nad JizerouTschechienSuper-G
12. Februar 2011NaudersÖsterreichRiesenslalom (WM)
13. Februar 2011NaudersÖsterreichSuper-G (WM)
11. März 2011Aigen im MühlkreisÖsterreichRiesenslalom
12. März 2011Aigen im MühlkreisÖsterreichSlalom
1. April 2011GrächenSchweizRiesenslalom
2. April 2011GrächenSchweizRiesenslalom
2. April 2011GrächenSchweizSuper-G
9. März 2012Aigen im MühlkreisÖsterreichRiesenslalom
10. März 2012Aigen im MühlkreisÖsterreichSlalom
19. Januar 2013Neukirchen am GroßvenedigerÖsterreichSlalom
20. Januar 2013Neukirchen am GroßvenedigerÖsterreichRiesenslalom
15. Februar 2013Bad LeonfeldenÖsterreichRiesenslalom
16. Februar 2013Bad LeonfeldenÖsterreichSlalom
23. Februar 2013NaudersÖsterreichRiesenslalom
9. März 2013Aigen im MühlkreisÖsterreichSlalom
1. Februar 2014St. Valentin auf der HaideItalienSlalom
8. März 2014NaudersÖsterreichRiesenslalom
9. März 2014NaudersÖsterreichRiesenslalom
14. März 2014Jablonec nad JizerouTschechienRiesenslalom
14. März 2014Jablonec nad JizerouTschechienRiesenslalom
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Weitere Erfolge

  • mehrere tschechische Staatsmeistertitel in allen Disziplinen

Einzelnachweise

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