Jahanara Arzu
bangladeschische Dichterin
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Jahanara Arzu (bengalisch জাহানারা আরজু; * 17. November 1932 in Jabra bei Manikganj, Britisch-Indien, heute Bangladesch; † 2. März 2026 in Dhaka, Bangladesch) war eine bangladeschische Dichterin, Herausgeberin und Kulturschaffende.[1][2] Im Jahr 1987 erhielt sie für ihre Beiträge zur bengalischen Literatur den Ekushey Padak.[3][4]
Leben
Arzu wurde am 17. November 1932 im Dorf Jabra nahe der Stadt Manikganj in der damaligen Präsidentschaft Bengalen in Britisch-Indien als Tochter von Afil Uddin Ahmed Chowdhury und Khodeja Khatun geboren.[5] Ihre Ausbildung führte sie vom Eden Mohila College an die Universität Dhaka, wo sie Abschlüsse in Bengali auf Bachelor- und Masterniveau erwarb.[3][5] Sie war mit dem Juristen A. K. M. Nurul Islam verheiratet, der Vizepräsident Bangladeschs, Justizminister, Bildungsminister und Chefwahlkommissar war.[6][7] Arzu starb am 2. März 2026 nach längerer Krankheit in ihrer Wohnung im Dhakaer Stadtteil Gulshan.[1][8]
Wirken
Arzus literarische Laufbahn begann früh; 1945 erschien ihr erstes Gedicht in der Rubrik Mukuler Mahfil der Zeitung Azad.[2][5] Danach veröffentlichte sie regelmäßig in Zeitschriften wie Sawgat, Mohammadi, Begum, Millat und Ittehad.[2][7] Als Gründungsredakteurin der 1949 erschienenen Frauenwochenzeitung Sultana und spätere Mitredakteurin neben Sufia Kamal nahm sie eine Vorreiterrolle im von Frauen getragenen Literaturjournalismus Ostpakistans ein.[4][5] Später arbeitete sie überdies als Mitherausgeberin von Parikrama, als verantwortliche Redakteurin des Health Bulletin der TB Association und an der Literaturzeitschrift Setubandhan mit.[3][4] Ihre Lyrik befasste sich in zumeist schlichter, emotionaler Sprache mit Liebe, Natur, Menschlichkeit und Gesellschaft; zu ihren bekannten Büchern zählen Nilshopno (1962), Roudro Jhora Gan (1964), Shobuj Shobuj Obuj Mon, Amar Shobde Ajanmo Ami, Krondoshi Atmoja, Badol Megh-e Madal Baje und Shonitokto Akhor (1971).[5][7] Für ihr literarisches Werk erhielt sie neben dem Ekushey Padak insgesamt 26 Literaturauszeichnungen; 2015 wurde sie zudem von der Bangladesh Lekhika Sangha mit der Taibun Nahar Rashid Gold Medal geehrt.[1][9]