Jan Akkerman

niederländischer Musiker, Rock- und Jazzgitarrist From Wikipedia, the free encyclopedia

Jan Akkerman (* 24. Dezember 1946 in Amsterdam) ist ein niederländischer Rock- und Jazz-Gitarrist.

Jan Akkerman (2017)
Jan Akkerman (2005)
Jan Akkerman (1974)

Leben

In den 1960er Jahren spielte er in mehreren Formationen (darunter Brainbox), bevor er sich 1970 der Gruppe Focus anschloss. Gemeinsam mit dem Keyboarder und Querflötenspieler Thijs van Leer und wechselnden Bassisten und Schlagzeugern nahm er in der ersten Hälfte der 1970er Jahre mehrere erfolgreiche Alben auf. 1971 gelangte die Single Hocus Pocus bis auf den 20. Platz der britischen und bis auf den 9. Platz der US-amerikanischen Charts. Zum Jahreswechsel 1972/73 erreichte die Single Sylvia den vierten Platz der britischen Charts.

Der niederländische Rock- und Blues-Sänger Herman Brood spielte für kurze Zeit (1975) mit Akkerman in der Flash & Dance Band.

Anfang 1976 verließ er Focus und begann eine Solokarriere. Auf seinen zahlreichen LPs bzw. CDs wandte er sich verschiedenen Musikrichtungen zu (u. a. altenglische Lautenmusik, lateinamerikanische Stücke für akustische Gitarre oder verschiedene Spielarten des Jazz) und arbeitete mit zahlreichen Musikern zusammen (darunter Kaz Lux, Claus Ogerman, Tom Barlage, Joachim Kühn oder Maggie MacNeal, zu deren Solo-LP Fools Together er ein Arrangement des Cream-Titels White Room beisteuerte). 1985 nahm Akkerman mit Thijs van Leer noch einmal ein Album mit dem Titel Focus auf. Dieses hatte jedoch ebenso wenig kommerziellen Erfolg wie seine späteren Solo-Projekte. Mehrere Jahre arbeitete er auch mit den Five Great Guitars (u. a. mit Jan Kuiper, Harry Sacksioni und Eric Vaarzon Morel) zusammen.

Privates

Akkermans Tochter Laurie ist Sängerin und tritt manchmal mit ihrem Vater auf.[1]

Diskografie (Solo)

Alben

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 NL
1976 Eli NL4
(9 Wo.)NL
mit Kaz Lux
1977 Jan Akkerman NL9
(9 Wo.)NL
1978 Aranjuez NL20
(4 Wo.)NL
1979 Live NL40
(1 Wo.)NL
1984 Can’t Stand Noise NL42
(3 Wo.)NL
1985 Focus NL33
(1 Wo.)NL
mit Thijs van Leer
1990 The Noise of Art NL20
(13 Wo.)NL
1993 Puccini’s Café NL22
(13 Wo.)NL
1996 Focus In Time NL90
(4 Wo.)NL
2008 Live In Concert The Hague 2007 NL95
(1 Wo.)NL
2017 The Golden Years Of Dutch Pop Music NL30
(1 Wo.)NL
Erstveröffentlichung: 7. April 2017
2018 The Complete NL82
(1 Wo.)NL
Erstveröffentlichung: 13. Juli 2018
2025 My Focus - Live Under The Rainbow NL15
(1 Wo.)NL
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2025
Schließen

Weitere Alben

  • Talent for Sale (1968)
  • Profile (1972)
  • Guitar for Sale (1973)
  • Tabernakel (1973)
  • Prism (1977), mit Tony Scott
  • Jan Akkerman 3 (1979)
  • A Phenomenon (1979)
  • The Best of Jan Akkerman and Friends (1980)
  • Transparental (1980), mit Kaz Lux
  • Oil in the Family (1981)
  • Pleasure Point (1982)
  • It Could Happen to You (1982)
  • From the Basement (1984)
  • The Complete Guitarist (1986)
  • Heartware (1987)
  • A Talent’s Profile (1988)
  • Guitar Special (1991)
  • Blues Hearts (1994)
  • The Guitar Player (1996)
  • 10.000 Clowns on a Rainy Day (1997)
  • Live at the Priory (1998)
  • Passion (1999)
  • Live at Alexanders (1999)
  • Live (2003)
  • C. U. (2003)
  • Minor Details (2011)
  • Close Beauty (2019)

Singles

Weitere Informationen Jahr, Titel Album ...
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 NL
1974 House of the King
Tabernakel
NL17
(5 Wo.)NL
Schließen

Preise und Auszeichnungen

  • 1973 wurde Akkerman von der britischen Zeitschrift Melody Maker zum weltbesten Gitarristen gewählt.
  • 1978 erhielt er zusammen mit Maggie MacNeal den Gouden Notekraker
  • 2004/05 erhielt Akkerman, der weiterhin im Studio und auf der Bühne aktiv ist, in Anerkennung seines Gesamtwerks von der niederländischen Stiftung Conamus die Gouden Harp.
  • Am 11. April 2009 gewann Akkerman den vierten Eddy Christiani Award, weil er einen inspirierenden Beitrag zur Entwicklung der elektrischen Gitarrenmusik leistete.
  • Am 28. Dezember 2012 wurde er anlässlich seines 50-jährigen Bühnenjubiläums zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau ernannt.[3] Dieses Jubiläum feierte er mit zwei Konzerten. Eines im Melkweg in Amsterdam und das andere im Kulturzentrum De Oosterpoort in Groningen.

Literatur

  • David Randall: in & out of focus - the music of Jan Akkerman & focus. SAF Publishing, London, 2002. ISBN 0-946719-44-6.
  • Brigitte Tast, Hans-Juergen Tast: „be bop“ - Die Wilhelmshöhe rockt. Disco und Konzerte in der Hölle. Verlag Gebrüder Gerstenberg GmbH & Co. KG, Hildesheim 2007, ISBN 978-3-8067-8589-0.
  • Brigitte Tast, Hans-Juergen Tast: „be bop“ - Rock-Tempel & Nachtasyl - Band 2 zur Legende. Hildesheim: Verlag Gebr. Gerstenberg 2009. ISBN 978-3-8067-8733-7.
Commons: Jan Akkerman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI