Japira

Gemeinde im Bundesstaat Paraná, Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Japira ist ein brasilianisches Munizip im Norden des Bundesstaats Paraná. Es hat 4.972 Einwohner (2022), die sich Japirenser nennen. Seine Fläche beträgt 188 km². Es liegt 665 Meter über dem Meeresspiegel.

Gründung14. Dezember 1952Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Schnelle Fakten Município de, Symbole ...
Município de
Japira

Der Pico Agudo in Japira
Japira (Brasilien)
Japira (Brasilien)
Koordinaten 23° 49′ S, 50° 8′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Paraná
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 14. Dezember 1952Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Paraná
Região intermediária Londrina
Região imediata Ibaiti
Mesoregion Norte Pioneiro Paranaense
Mikroregion Ibaiti
Höhe 666 m
Klima gemäßigt warm (Cfa)
Fläche 188 km²
Einwohner 4972 (Volkszählung 2022)
Dichte 26,4 Ew./km²
Gemeindecode IBGE: 4112306
Politik
Stadtpräfekt Angelo Marcos Vigilato (2021–2024)
Partei PSB
HDI 0,696 (mittel) (2010)
Igreja Matriz von Japira
Igreja Matriz von Japira
Igreja Matriz von Japira
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Etymologie

Die ersten Siedler entdeckten immer wieder einen Vogel von schwarzer und rötlicher Farbe, den die Indianer Japuyra nannten. So entstand der Name Japira in Anlehnung an diesen Vogel. Zunächst wurde der Bahnhof Estação de Japyra genannt, daraus wurde später der Name der Stadt.[1]

Geschichte

Besiedlung

In den 1920er Jahren wurde mit dem Bau der Nebenbahn Barra Bonita / Rio do Peixe begonnen, die an der Station Wenceslau Braz der Paranapanema-Zweigbahn abzweigt, um über Barra Bonita (im Munizip Ibaiti) die Kohleminen in der Region Figueira und Cambuí zu erreichen.

Der Grundbesitzer Oberst Joaquim Pedro de Oliveira besaß im Munizip Tomazina ein großes Stück Land zwischen Rio Laranjinha und Rio das Cinzas, durch das die in südlicher Richtung verlaufende Eisenbahnlinie gebaut werden sollte. Er stiftete Flächen für den Bau eines Bahnhofs. Der Bahnhof Japira wurde am 15. November 1924 eingeweiht. Der Name wurde von dem Ingenieur Francisco Bittencourt vorgeschlagen. Es dauerte nicht lange, und es wurden rund um den Bahnhof Dutzende von Häusern gebaut, die im Laufe der Jahre immer mehr wurden.[2]

Im Jahr 1950 begann der Bau der neuen Kirche. Die erste Messe wurde am 13. Juni 1952 von Erzbischof Geraldo de Proença Sigaud gefeiert. Die Kirche wurde Santo Antônio de Lisboa (Antonius von Padua) geweiht.[1]

Erhebung zum Munizip

Japira wurde durch das Staatsgesetz Nr. 790 vom 14. November 1951 aus Tomazina ausgegliedert und in den Rang eines Munizips erhoben. Es wurde am 14. Dezember 1952 als Munizip installiert.[1]

Geografie

Fläche und Lage

Japira liegt auf dem Segundo Planalto Paranaense (der Zweiten oder Ponta-Grossa-Hochebene von Paraná).[3] Seine Fläche beträgt 188 km².[4] Es liegt auf einer Höhe von 665 Metern.[5]

Vegetation

Das Biom von Japira ist Mata Atlântica.[4]

Klima

Das Klima ist gemäßigt warm. Es werden hohe Niederschlagsmengen verzeichnet (1311 mm pro Jahr). Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger lautet Cfa. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 20,4 °C.[6]

Gewässer

Japira liegt im Einzugsgebiet des Rio das Cinzas zwischen Rio Laranjinha und Rio das Cinzas.

Straßen

Japira liegt an der BR-272 von Itararé nach Guaira, über die man Ibaiti und die BR-153 im Westen und Tomazina im Osten erreicht.

Nachbarmunizipien

Jundiaí do Sul und Conselheiro Mairinck Jaboti
Ibaiti Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Pinhalão

Stadtverwaltung

Bürgermeister: Angelo Marcos Vigilato, PSB (2021–2024)

Vizebürgermeister: Paulinho Morfinati, PSB (2021–2024)[7]

Demografie

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Stadt Land
1960 6.498 13 % 87 %
1970 8.306 10 % 90 %
1980 5.774 21 % 79 %
1991 4.834 38 % 62 %
2000 4.901 47 % 53 %
2010 4.903 56 % 44 %
2022 4.972
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Quelle: IBGE (2011)[8] und Volkszählung 2022

Ethnische Zusammensetzung

Weitere Informationen Gruppe *, wer sich als … ...
Gruppe * 1991 2000 2010 wer sich als …
Weiße 69,3 % 79,2 % 67,6 % weiß bezeichnet
Schwarze 2,9 % 3,6 % 5,6 % schwarz bezeichnet
Gelbe 0,0 % 0,4 % 1,0 % von fernöstlicher Herkunft wie japanisch, chinesisch, koreanisch etc. bezeichnet
Braune 27,7 % 16,4 % 24,8 % braun oder als Mischung aus mehreren Gruppen bezeichnet
Indigene 0,1 % 0,3 % 1,0 % Ureinwohner oder Indio bezeichnet
ohne Angabe 0,0 % 0,1 % 0,0 %
Gesamt 100,0 % 100,0 % 100,0 %
*) Das IBGE verwendet für Volkszählungen ausschließlich diese fünf Gruppen. Es verzichtet bewusst auf Erläuterungen. Die Zugehörigkeit wird vom Einwohner selbst festgelegt.[9]
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Quelle: IBGE (Stand: 1991, 2000 und 2010)[10]

Umgebung

Zwölf Kilometer nördlich des Kernorts steht der Pico Agudo (etwa 900 Meter hoch) an der BR-153. Er ist beliebt bei Drachen- und Gleitschirmfliegern. Sein Gipfel bietet eine weite Aussicht über das Land zwischen Rio Laranjinha und Rio das Cinzas.

Commons: Japira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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