Jean François Millet II
französischer Maler (1666-1723)
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Jean François Millet (* um 1666 in Paris; † 17. April 1723 ebenda) war ein französischer Landschafts- und Historienmaler. Er wirkte in der Tradition der klassischen Landschaftsmalerei und war der Sohn des flämisch-französischen Malers Francisque Millet (1642–1679), der eigentlich Jean François Millet hieß. Zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Vater wird er deshalb als Jean François Millet II bezeichnet.[1]

Leben
Jean François Millet (II) wurde um 1666 in Paris als Sohn des Malers Francisque Millet geboren. Dieser zählte zu den bedeutendsten Vertretern der klassischen Landschaftsmalerei im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Über seinen Lebensweg und seine Ausbildung sind nur wenige gesicherte Details überliefert. Er war in Paris tätig und starb dort am 17. April 1723. Sein Sohn Joseph-François Millet (1697–1777) setzte die Malertradition der Familie in der dritten Generation fort. Die Namensähnlichkeit und motivische Verwandtschaft der Werke aller drei Generationen erschwert die kunsthistorische Zuschreibung erheblich. Jean François Millet (II) arbeitete als Landschaftsmaler und Maler im Umkreis der französischen Malerei des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Sein Werk steht in der Tradition seines Vaters und ist von der klassischen Landschaftsauffassung geprägt, wie sie in Frankreich durch Nicolas Poussin und Gaspard Dughet vertreten wurde.[2]

Werke, die Jean François Millet (II) zugeschrieben werden, befinden sich in der Kunsthalle Bremen, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, im Musée de Grenoble sowie im Landesmuseum Mainz.[2]
Literatur
- Dominique Mandrella, Pierre Rosenberg: De Watteau à David. La peinture française dans les collections allemandes. Réunion des Musées Nationaux, Paris, 2005.
- Gilles Chomer: Peintures françaises avant 1815. La collection du musée de Grenoble. Réunion des Musées Nationaux, Paris, 2000.
- Le portrait dans les collections des musées Rhône-Alpes. Ausstellungskatalog, Réunion des Musées Nationaux, Paris, 2001.
- Les peintres du roi 1648–1793. Ausstellungskatalog, Musée des Beaux-Arts de Tours, Paris, 2000.
- Quentin Buvelot (Hg.): Tableaux flamands et hollandais du Musée Fabre de Montpellier. 1998.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 9: Maele – Müller. Paris, 2006.
- Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online. Herausgegeben von De Gruyter, 2009.