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Jerry Cantrell

US-amerikanischer Gitarrist und Sänger From Wikipedia, the free encyclopedia

Cantrell im Jahr 2007
Schnelle Fakten
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Boggy Depot
 US2825.04.1998(14 Wo.)
Degradation Trip
 US3306.07.2002(5 Wo.)
I Want Blood
 CH4027.10.2024(1 Wo.)
 UK9907.11.2024(1 Wo.)
 US14502.11.2024(1 Wo.)
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Biographie

Jerry Fulton Cantrell Jr. (* 18. März 1966 in Tacoma, Washington)[2] ist ein amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter. Er ist vor allem als Gründer, Leadgitarrist, Co-Leadsänger und Haupt-Songwriter der Band Alice in Chains bekannt. Die Band zählte mit zu den größten Vertretern der Seattle Grunge Bewegung Anfang der 90er Jahre und wurde besonders durch ihren schweren Sound und die harmonischen Gesangarrangements zwischen Cantrell und Leadsänger Layne Staley bekannt.

„Der Klang von Alice in Chains lässt sich oft über die Spannung zwischen harten Gitarren und mehrstimmigen, melancholischen Gesängen beschreiben.“

– AD HOC NEWS

Auf der akustischen EP SAP (1992) übernahm Cantrell erstmals die Rolle als Sänger. Es war Staley, der ihn davon überzeugte diese Aufgabe zu übernehmen.[3]

„Er meinte zu mir, dass das doch meine Lyrics seien, und dass sie mir mehr bedeuten würden. Er versicherte mir zwar, dass er meine Lyrics liebend gerne sang, aber er war der Ansicht, dass ich ein paar meiner Lieder selbst singen sollte“

– Jerry Cantrell in einem Interview: Metal Hammer

Nach Staleys Tod im Jahr 2002 wurde er auf den Alice-in-Chains-Alben Black Gives Way to Blue (2009), The Devil Put Dinosaurs Here (2013) und Rainier Fog (2018) zum Leadsänger der Band. Bei Live-Auftritten übernimmt William DuVall hingegen überwiegend die ursprünglich von Staley gesungenen älteren Songs.

Neben seiner Arbeit mit Alice in Chains verfolgt Cantrell auch eine Solokarriere. Er veröffentlichte die Alben Boggy Depot (1998) und Degradation Trip Volumes 1 & 2 (2002). Sein drittes Soloalbum Brighten erschien 2021, gefolgt von seinem bislang aktuellsten Werk I Want Blood im Jahr 2024. Darüber hinaus arbeitete Cantrell mit zahlreichen namhaften Künstlern und Bands zusammen, darunter Heart, Ozzy Osbourne, Metallica, Pantera, Circus of Power, Metal Church, Gov’t Mule, Damageplan, Pearl Jam, The Cult, Stone Temple Pilots, Danzig, Glenn Hughes, Duff McKagan und Deftones.

Im Jahr 2006 wurde Cantrell vom britischen Hard-Rock- und Metal-Magazin Metal Hammer zum „Riff Lord“ ernannt.[4] Das Guitar World Magazine platzierte ihn 2004 auf Rang 38 der Liste der „100 Greatest Heavy Metal Guitarists of All Time“ und 2012 auf Rang 37 der „Greatest Guitar Player of All Time“.[5] Außerdem belegte sein Gitarrensolo in Man in the Box im Jahr 2008 Platz 77 der Liste „100 Greatest Guitar Solos“ des Magazins[6]. Als Mitglied von Alice in Chains wurde Cantrell zudem für neun Grammy Awards nominiert.[7]

Karriere

Zusammen mit Bassist Mike Starr, Sänger Layne Staley und Schlagzeuger Sean Kinney gründete Cantrell Ende der 1980er Jahre die Band Alice in Chains, wo er die Funktionen als Gitarrist, Sänger und Hauptsongschreiber übernahm. Während die Arbeit mit der Band wegen Staleys Heroinsucht auf Eis lag, veröffentlichte Cantrell 1998 sein erstes Soloalbum Boggy Depot, bei dem er unter anderem mit Musikern der Bands Fishbone, Pantera und Primus zusammenarbeitete. Im Jahr 2002, nach dem Tode Staleys, folgte Degradation Trip, das er Staley widmete, mit Robert Trujillo am Bass und Mike Bordin am Schlagzeug, die vorher zusammen die Rhythmusgruppe von Ozzy Osbourne gebildet hatten.

Cantrell spielt Gitarren der Marken Gibson (Les Paul), G&L (Rampage und ASAT) und Dean (Soltero und Schenker V) und Verstärker von Marshall und/oder Mesa Boogie. Beim Auftritt von Alice in Chains bei MTV Unplugged spielte er ein Dreadnought-Modell der Marke Guild.

Stil

Cantrell mit Alice in Chains (1992)

Durch Cantrells frühe Einflüsse hoben sich Alice in Chains’ Heavy-Metal-Songs von den anderen Grunge-/Alternativ-Rockbands deutlich in der Seattler Musikszene ab. Seine musikalische Richtung reicht bis Blues und Country, wie man auch auf seinen Soloalben hört. Cantrell ist bekannt für das Verwenden eines Wah-Pedals, aber auch ungeraden Taktarten. Im Jahr 1998 wurde er in einem Interview mit Guitar World nach letzterer Qualität gefragt:

“I really don’t know where that comes from; it just comes naturally to me. I could sit down and figure it out, but what’s the use? Off-time stuff is just more exciting – it takes people by surprise when you shift gears like that before they even know what the hell hit ’em. It's also effective when you slow something down and then slam ’em into the dash. A lot of Alice stuff is written that way – ‘Them Bones’ is a great off-time song.”

„Ich weiß wirklich nicht, woher das kommt; es kommt einfach natürlich. Ich könnte mich hinsetzen und es herausfinden, aber was würde das bringen? Off-time ist einfach spannender – es überrascht die Leute, wenn man wechselt und sie noch nicht mal wissen, was los ist. Es ist auch sehr nützlich, um etwas zu verlangsamen und dann wieder voll nach oben zu hauen. Ein großer Teil der Alice-Songs ist so geschrieben – ‚Them Bones‘ ist ein großartiger Off-Time-Song.“

– Jerry Cantrell[8]

Gastauftritte

Im Februar 2002 spielte Cantrell zusammen mit der Band Nickelback den Song It Ain't Like That im Rahmen eines Konzertes der Band im kanadischen Edmonton, das aufgezeichnet und im Oktober desselben Jahres auf DVD veröffentlicht wurde.

Im American-Football-Film Jerry Maguire – Spiel des Lebens mit Hauptdarsteller Tom Cruise von 1996 hat Cantrell einen kurzen Cameo-Auftritt.

Im Juni 2006 spielte er gemeinsam mit Metallica auf dem Nova-Rock-Festival in Nickelsdorf deren Hit Nothing Else Matters.

Diskografie

Mit Alice in Chains

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 DE  AT  CH  UK  US  RockTemplate:Charttabelle/Wartung/Charts inexistent
1990 Facelift
Columbia Records (Sony)
DE41 a
(1 Wo.)DE
— — UK—
Silber
Silber
UK
US42 a
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(60 Wo.)US
Rock24
(1 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 21. August 1990
Verkäufe: + 3.067.500
1992 Dirt
Columbia Records (Sony)
DE25 b
(24 Wo.)DE
AT62 b
(1 Wo.)AT
CH24 b
(1 Wo.)CH
UK36 b
Gold
Gold

(14 Wo.)UK
US6
Fünffachplatin
×5
Fünffachplatin

(105 Wo.)US
Rock1
(2 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 29. September 1992
Verkäufe: + 5.330.000
1995 Alice in Chains
Columbia Records (Sony)
DE53 c
(5 Wo.)DE
AT30 d
(1 Wo.)AT
CH72 d
(1 Wo.)CH
UK37
Silber
Silber

(2 Wo.)UK
US1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(47 Wo.)US
Rock16
(1 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 7. November 1995
Verkäufe: + 2.195.000
2009 Black Gives Way to Blue
Virgin Records (EMI)
DE21
(4 Wo.)DE
AT14
(3 Wo.)AT
CH21
(5 Wo.)CH
UK19
(2 Wo.)UK
US5
Gold
Gold

(32 Wo.)US
Rock3
(31 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 25. September 2009
Verkäufe: + 540.000
2013 The Devil Put Dinosaurs Here
Capitol Records (UMG)
DE23
(2 Wo.)DE
AT13
(2 Wo.)AT
CH11
(3 Wo.)CH
UK22
(2 Wo.)UK
US2
(15 Wo.)US
Rock1
(14 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 24. Mai 2013
2018 Rainier Fog
BMG Rights Management (WMG)
DE8
(3 Wo.)DE
AT6
(4 Wo.)AT
CH3
(4 Wo.)CH
UK9
(2 Wo.)UK
US12
(2 Wo.)US
Rock1
(3 Wo.)Rock
Erstveröffentlichung: 24. August 2018
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grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

a 
Facelift erschien am 13. November 2020 als „30th Anniversary Edition“ auf Vinyl und erreichte erneut die US-amerikanischen Charts sowie erstmals am 15. Januar 2021 die deutschen Charts.
b 
Dirt erschien am 23. September 2022 als „Reissue Edition“ auf Vinyl und erreichte erneut die deutschen und britischen Charts, sowie zum ersten Mal die österreichischen und Schweizer Charts.
c 
Alice in Chains erreichte seine Höchstplatzierung in Deutschland im Februar 2026, zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung erreichte es Rang 93.
d 
Alice in Chains erreichte die Charts in Österreich und der Schweiz erstmals im Februar 2026.

Solo

  • 1998 – Boggy Depot
  • 2002 – Degradation Trip
  • 2021 – Brighten
  • 2024 – I Want Blood
Commons: Jerry Cantrell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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