Joachim Klose

Philosoph und Physiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Joachim Klose (* 19. April 1964 in Eberswalde) ist ein deutscher Philosoph.

Leben

Klose erhielt von 1980 bis 1983 eine Berufsausbildung in Halle an der Saale. Nebenher studierte er von 1982 bis 1984 Katholische Theologie in einem Fernstudium. Anschließend absolvierte er seinen Pflicht-Wehrdienst als einjähriger Bausoldat. 1985 nahm er ein Studium der Physik an der Technischen Universität Dresden auf und schloss dies 1990 mit dem Diplom in Kernphysik ab.

Im selben Jahr ging er nach München und begann an der Hochschule für Philosophie für ein Jahr Philosophie und Katholische Theologie zu studieren. Im Herbst 1991 wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität und belegte dort die Fächer Philosophie, Wissenschaftstheorie, sowie Logik und Statistik. Von 1992 bis 1993 folgte ein Auslandsjahr an der Harvard University in Cambridge in den USA im Studiengang Philosophie. 1995 beendete er das Studium in München und widmete sich seiner Promotion, die er 1997 an der LMU München abschloss.

Bereits 1996 war er als wissenschaftlicher Referent an die Katholische Akademie in Berlin berufen worden und wirkte dort bis 1999. Parallel dazu hatte er ab 1997 ein Jahr lang einen Lehrauftrag an der Humboldt-Universität Berlin an der Fakultät für Philosophie inne. 1999 wechselte er nach Dresden und war als wissenschaftlicher Referent am Deutschen Hygiene-Museum. Im Jahr 2000 setzte Bischof Joachim Reinelt ihn als Gründungsdirektor der Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen ein.[1] Klose leitete diese bis Ende des Jahres 2006.[2][3] Zudem war er im Jahr 2006 Vorstandsmitglied und stellvertretender Leiter der Katholischen Akademien Deutschlands.

Anschließend war er von 2007 bis 2022 Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Freistaat Sachsen.[4] Von 2011 bis 2016 hatte er einen Lehrauftrag am Institut für Politikwissenschaft an der TU Dresden inne. In Zusammenarbeit mit Werner J. Patzelt rief er 2016 in Dresden das Zentrum für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration ins Leben und leitete dies bis 2023 als Gründungsdirektor. Von 2013 bis 2021 war Klose Moderator der Arbeitsgruppe (AG) 13. Februar der Stadt Dresden, die jährlich mit Gedenkaktionen an die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 erinnert.[5][6][7] Seit 2023 fungiert er innerhalb der Konrad-Adenauer-Stiftung als Landesbeauftragter für die Bundeshauptstadt Berlin sowie als Leiter des Politischen Bildungsforums Berlin und als Leiter des Grundlagenforums.[8][1]

Schriften (Auswahl)

Aufsätze (Auswahl)

  • Zeit, Zeitlichkeit – I. Naturwissenschaftlich, in: Lexikon für Theologie und Kirche (LThK), Bd. 10, Herder, Freiburg, 2001, S. 1404–1405.
  • mit Werner J. Patzelt, Christliche Werte und Politik, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Januar 2010, S. 11
  • Das Unbehagen an der Demokratie. in: Internationale Katholische Zeitschrift Communio, 40. Jahrgang, Juli–August 2011, S. 349–358.
  • Prozessphilosophie und Quantentheorie. Die Relevanz von Whiteheads Metaphysik für die Quantenphysik. in: Tobias Müller, Bernhard Dörr (Hrsg.) Realität im Prozess. A. N. Whiteheads Philosophie im Dialog mit den Wissenschaften, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011, S. 57–80.
  • Ein Land, zwei Perspektiven? Zum Populismus in Ost und Westdeutschland, in: Arthur Benz (hrsg.), Populismus als Herausforderung für Wissenschaft und Praxis. Science Policy Paper 1, Frankfurt am Main 2018.
  • Die AG 13. Februar – Erinnerung als städtische Angelegenheit. In: Dresdner Hefte, Februar 2020.

Einzelnachweise

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