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Johann-Friedrich Borkowski

deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann-Friedrich Borkowski (* 4. April 1927 in Berlin; † 24. Februar 2004 in Alfter) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Borkowski wurde als Sohn eines promovierten Arztes geboren und besuchte eine Oberrealschule in Berlin. Von Februar 1943 bis September 1944 war er Luftwaffenhelfer, später Luftwaffenoberhelfer, in der schweren Flak-Abteilung 326 in Berlin und danach im Reichsarbeitsdienst. Am 15. Februar 1945 trat er in die Wehrmacht ein und diente bis April 1945 beim Panzer-Jäger-Ersatz/Ausbildungs-Regiment 6 in Herford mit Einsatz an der Front. Von April 1945 bis Mai 1946 war er in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft.[1][2][3]

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft legte Borkowski im März 1947 das Abitur in Berlin ab und war bis Januar 1948 Praxishilfe in der väterlichen Arztpraxis. Von Mai 1948 bis April 1953 studierte er Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Freien Universität Berlin. 1953 legte er das Staatsexamen ab und am 5. Oktober 1953 erfolgte die Approbation zum Arzt. Danach war er Assistenzarzt in verschiedenen Krankenhäusern in Berlin und bildete sich als Orthopäde weiter. 1958 promovierte er an der Freien Universität Berlin mit der Arbeit Zur Frühdiagnose der primär synovialen Kniegelenkstuberkulose[4] zum Doktor der Medizin.[1][2][3]

Am 1. Oktober 1958 trat Borkowski als Stabsarzt in die Bundeswehr ein. Bis Mai 1964 war er Truppenarzt und Kompaniechef im Luftlandeversorgungsbataillon 9 in Ludwigsburg. 1962 wurde er Facharzt für Orthopädie und 1964 Oberstabsarzt. Von Oktober 1965 bis Dezember 1968 war er Truppenarzt im Fallschirmjägerbataillon 252 in Nagold, von Dezember 1968 bis September 1971 Brigadearzt der Fallschirmjägerbrigade 25 in Calw, wo er 1969 Oberfeldarzt wurde, und von Oktober 1971 bis März 1978 Referent in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens II 2 (Organisation des Sanitätsdienstes) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Dort wurde er 1974 Oberstarzt.[1][2][3] Danach war er von April 1978 bis September 1982 Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses Ulm[5.1] und von Oktober 1982 bis April 1985 Referatsleiter II 1 (Führung, Einsatz und Planung des Sanitätsdienstes) der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[1][2][3]

Im April 1985 wurde Borkowski, unter Ernennung zum Generalarzt, stellvertretender Amtschef und Chef des Stabes des Sanitätsamtes der Bundeswehr in Bonn.[5.2] Mit Ablauf des September 1987 wurde er in den Ruhestand versetzt.[6] Er starb 2004 im Alter von 77 Jahren.[2]

Borkowski war verheiratet und hatte zwei Kinder.[3]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 226–227.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 80.
  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 23.

Einzelnachweise

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