Johann Nepomuk Strixner

deutscher Zeichner, Kupferstecher und Lithograf (1782-1855) From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann Nepomuk Franz Xaver Strixner (* 28. Juli 1782 in Altötting; † 1855 in München) war ein deutscher Zeichner, Lithograf und Kupferstecher.

Leben

Strixner war der Sohn des Arztes Franz Seraph Strixner und wuchs in Wasserburg am Inn auf. Nach erstem Zeichenunterricht in Wasserburg wandte sich Strixner 1797 nach München, um dort Schüler von Hermann Mitterer an der Feiertagsschule zu werden, und erlernte dort ab 1799 auch den Kupferstich. 1804 stach er für seinen Förderer Johann Christian von Mannlich das Zeichnungsbuch für Zöglinge der Kunst und für Liebhaber, aus Raphael’s Werken gezogen. Im Januar 1809 immatrikulierte sich Strixner für das Fach Druckgraphik an der Münchner Akademie.[1]

Doch bereits 1808 erschienen mit einer Vorrede von Alois Senefelder die lithographischen Kopien von Albrecht Dürers Randzeichnungen zum Gebetbuch Kaiser Maximilian I. (1523) unter dem Titel Albrecht Dürers christliche-mythologische Handzeichnungen,[2] das den jungen Künstler weithin bekannt machte. Gemeinsam mit Ferdinand Piloty, mit dem er sich am selben Tag an der Akademie eingeschrieben hatte, gab er 1808 bis 1815 eine Folge von 432 Lithografien nach Handzeichnungen alter Meister aus dem Bestand der Königlichen Handzeichnungsssammlung heraus.[3] Er hatte sich damit endgültig auf die lithographische Reproduktion von Werken der alten Kunst spezialisiert.

Es folgte ein Werk mit Reproduktionen der Gemälde der königlichen Sammlungen in München, an dem auch andere Lithografen beteiligt waren.[4]

Ein junges Bauernpaar, Strixner nach einer Zeichnung von Leonaert Bramer aus der Staatlichen Graphischen Sammlung München

Aufsehen erregte auch die Wiedergabe der Gemäldesammlung der Brüder Sulpiz und Melchior Boisserée sowie ihres Freundes Johann Baptist Bertram in Form eines weiteren großen lithographischen Werkes, welches in mehreren Lieferungen in der Zeit von 1821 bis 1840 in 114 Blättern erschien.[5] Zu diesem Zweck lebte Strixner einige Jahre in Stuttgart, wo die Sammlung Boisserée in den 1820er Jahren gezeigt wurde.

Literatur

Einzelnachweise

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