Johannes Frich
norwegisch-amerikanischer lutherischer Geistlicher, Kirchenfunktionär und Hochschullehrer
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Johannes Bjerk Frich (* 15. Juli 1835 in Nannestad, Romerike, Königreich Norwegen; † 26. August 1908 in Minneapolis, Minnesota) war ein norwegisch-amerikanischer lutherischer Geistlicher, Kirchenfunktionär und Hochschullehrer. Er war von 1876 bis 1888 Präsident des Östlichen Distrikts der Norwegischen Synode und anschließend Professor am Luther Seminary, dem er zeitweise auch als Hochschulpräsident vorstand.

Biographie
Frich wurde in Nannestad als Sohn des Pfarrers Gjert Frich und seiner Frau Ambrosia von Krogh geboren. Er besuchte ab 1852 die Lateinschule in Aalesund und ab 1853 die private Lateinschule von August Holth in Christiania. 1855 schrieb er sich an der Universität von Christiania ein und legte dort das examen artium, das examen philosophicum und 1862 das theologische Embetseksamen ab. Während seines Studiums arbeitete er von 1855 bis 1857 als Lehrer an der Wisløff-Schule in Nedre Stjørdalen. Gleich nach seinem Examen wanderte Frich 1862 in die Vereinigten Staaten aus, wo ihn die Gemeinde der Norwegischen Synode am Halfway Creek nahe La Crosse berief. Von dort aus gründete er auch eine Reihe weiterer Gemeinden. 1872 wechselte er an die nahe Our Savior’s Lutheran Church in La Crosse. 1876 wurde er zum ersten Präsidenten des neu gegründeten Östlichen Distrikts der Norwegischen Synode. Dieses Amt hatte er bis 1888 inne, als er zum Professor für Kirchengeschichte, Homiletik und Pastoraltheologie an das theologische Seminar der Synode, das Luther-Seminar in Madison berufen wurde. Mit dem Seminar zog er 1889 nach Robbinsdale und 1899 nach St. Paul um. Nach seiner Emeritierung aus Gesundheitsgründen 1902 ließ er sich zuerst in St. Paul und später in Minneapolis nieder. Die Synode gewährte ihm eine beträchtliche Pension. Im Ruhestand vertrat er 1906 noch die Pfarrstelle der Christiania Lutheran Church in Farmington.[1]
Frich heiratete 1862 Caroline Marie Christine Nilssen.[1] Mit ihr hatte er fünf Kinder, darunter den Generalanwalt von North Dakota Carl Frich. Nach einem Besuch bei diesem Sohn verstarb er am 26. August 1908 an einem Krebsleiden in seinem Haus in Minneapolis.[2]
Schriften
Frich war Chefredakteur der Kirchenzeitung der Norwegischen Synode, der Ev. luth. Kirketidende, sowie der norwegischen Zeitung Børneblad. Daneben veröffentlichte er auch zwei Bücher.[1]
- J. B. Frich: Odd-Fellow-Ordenens maal og principer : bedømt i guds ords lys. Den Norske Synodes forlag, Decorah (Iowa) 1880 (norwegisch).
- J. B. Frich: Bidrag til de Forenede Staters kirkehistorie. 1904 (norwegisch).