Wikiwand AI

Johnston (Schiff, 1943)

Zerstörer der US Navy From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Johnston, auch USS Johnston, (Kennung: DD-557) war ein Zerstörer der Fletcher-Klasse im Dienst der US-Navy und von 1943 bis 1944 im Pazifikkrieg im Einsatz. Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte am 25. Oktober 1944 war sie in der Schlacht vor Samar maßgeblich daran beteiligt, ihrer nur schwach bewaffneten Gruppe von Geleitflugzeugträgern das Überleben gegen eine starke japanische Schlachtflotte zu sichern. Der Kommandant Ernest E. Evans führte die Johnston, ohne auf weitere Befehle zu warten, in einen Torpedoangriff, beschädigte damit einen schweren Kreuzer und zog das Feuer der japanischen Einheiten auf sein Schiff. Die Johnston wurde schwer getroffen und sank, während die Trägergruppe entkommen konnte.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Johnston
rahmenlos|center|250px Johnston 1943 und Wrack 2021
Johnston 1943 und Wrack 2021
Schiffsdaten
Flagge Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schiffstyp Zerstörer
Klasse Fletcher-Klasse
Bauwerft Seattle-Tacoma Shipbuilding Corporation, Seattle, Washington
Kiellegung 6. Mai 1942
Stapellauf 25. März 1943
Indienststellung 27. Oktober 1943
Verbleib Am 25. Oktober 1944 in der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte versenkt.
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 114,7 m (Lüa)
Breite 12,2 m
Tiefgang (max.) 5,4 m
Verdrängung 3035 t
 
Besatzung 273
Maschinenanlage
Maschine Dampfturbinen
Maschinen­leistung 60.000 PS (44.130 kW)
Höchst­geschwindigkeit 36 kn (67 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
Sensoren
  • QC-Sonar
  • SG-Radar (zur Überwasserortung)
  • SC2-Radar (zur Luftortung)
  • Mk37-Feuerleitgerät
  • Mk4-Feuerleitradar
Schließen

2021 wurde das Wrack der Johnston von einer Tiefseeexpedition um Victor Vescovo in 6469 Metern Tiefe im Philippinengraben gefunden (11° 46′ 0″ N, 126° 9′ 0″ O) und gilt als das zweittiefstgelegene lokalisierte Schiffswrack der Welt.

Bau und Indienststellung

Die Johnston wurde im Mai 1942 bei der Seattle-Tacoma Shipbuilding Corporation in Tacoma (Washington) auf Kiel gelegt, im März 1943 getauft und vom Stapel gelassen und bis Oktober 1943 vollendet. Benannt war das Schiff nach John Vincent Johnston, einem Marineoffizier der Union im Amerikanischen Bürgerkrieg, der sich von 1862 bis 1864 in den Kämpfen auf dem westlichen Kriegsschauplatz verdient gemacht hatte.[1]

Hinsichtlich der Konstruktion gehörte die Johnston zur späten, sogenannten „low-bridge-Gruppe“ der „Fletchers“, d. h. ab Ende 1942 wurde der Brückenaufbau mit dem darüberliegenden Feuerleitstand im Gegensatz zum Ursprungsentwurf tiefergelegt und mit Brückennocken versehen. Im Gegenzug wurde, um größere Mengen Aluminium einzusparen, auch die Brückenpanzerung reduziert.[2] Bewaffnung und Ausstattung entsprachen im Wesentlichen dem Standard der Fletchers im Jahr 1943. Im Unterschied zu frühen Einheiten der Klasse wurde die Flugabwehrbewaffnung 1943 bereits bei im Bau befindlichen Einheiten deutlich verstärkt. Während bei späteren Einheiten bzw. Umbauten gegen Ende des Krieges Torpedolafetten im Tausch gegen verschiedene Kombinationen von Flugabwehrwaffen entfernt wurden, behielt die Johnston beide Fünffach-Drehlafetten an Bord.[3] Am 27. Oktober wurde die Johnston indienstgestellt und bis November 1943 erfolgte die Ausrüstung am Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton. Nach Abschluss der Ausrüstung und Übernahme der letzten Besatzungsmitglieder verließ die Johnston am 11. November den Puget Sound in Richtung San Diego für Erprobungs- und Trainingsfahrten.[4]

Einsatz im Pazifik

Das U-Boot I 176 war das erfolgreichste Boot des Typs KD7

Im Januar 1944 wurde sie der „Task Force 53“ unter Rear Admiral Jesse Oldendorf zugeteilt und nahm an weiteren Übungen teil, um die Besetzung der Marshallinseln vorzubereiten. Am Morgen des 31. Januar 1944 begann der erste Kampfeinsatz mit der Beschießung von Mellu im Rahmen der Landungen auf Kwajalein. Bis März leistete die Johnston zahlreiche Aufgaben wie Geleitschutz, Feuerunterstützung der Landungstruppen, U-Boot-Abwehr sowie Flugabwehr. Insbesondere in der Rolle seines Schiffs als Unterstützung der Marines an Land legte Evans wert auf maximalen Einsatz und höchste Anstrengung.[5] Im März wurde das Schiff zur 3. Flotte unter Admiral William F. Halsey beordert. Mit dieser nahm es an den Kämpfen um Bouganville teil, leistete weitere Unterstützungsaufgaben und war im Mai zusammen mit den Zerstörern Franks und Haggard an der Versenkung des japanischen U-Boots I-176 vor Buka beteiligt.[6] Vom 21. Juli bis zum 8. August 1944 unterstützte die Johnston die alliierte Landung auf Guam mit Feuerunterstützung, in den ersten Tagen der Landung in kürzester Entfernung zum Strand, sodass sogar die 40-mm-Flugabwehrwaffen mit einbezogen wurden.[7] Im September war das Schiff an der Schlacht um Peleliu beteiligt, hauptsächlich als Geleitschutz für eine Gruppe von Geleitflugzeugträgern. Danach wurde sie nach Manus beordert und der Angriffsflotte zugeteilt, die am 12. Oktober von dort zur Rückeroberung der Philippinen auslief.[8]

Die Schlacht vor Samar

Vorgeschichte

Johnston übernimmt Kraftstoff von dem Flottentanker Millicoma
Übersichtskarte der Schlacht von Leyte, die Seeschlacht vor Samar unter „4“

Im Rahmen der Rückeroberung der Philippinen kam es vom 23. bis zum 26. Oktober 1944 zu vier größeren Seegefechten rund um Leyte und die Philippinen, die zusammengefasst als „See- und Luftschlacht im Golf von Leyte“ bezeichnet werden, insbesondere, da im Golf von Leyte die ersten Landeoperationen der Amerikaner stattfanden. Auf Seiten der U.S.-Navy wurden stärkste Verbände der 3. und 7. US-Flotte zur Sicherung der Landung aufgeboten. Zur 7. Flotte (Admiral Thomas Kinkaid) gehörend sollte die „Task Group 77.4“, bestehend aus drei Gruppen von Geleitflugzeugträgern der Casablanca-Klasse, vor der Insel Samar kreuzend die Landungsoperationen auf Leyte direkt unterstützen. Am Morgen des 25. Oktober 1944 begleitete die Johnston eine der drei Gruppen mit sechs Geleitflugzeugträgern, zusammen mit zwei weiteren Fletcher-Zerstörern, der Hoel und der Heermann, sowie vier leichteren Geleitzerstörern der John-C.-Butler-Klasse. Im Rahmen der Landungsoperationen auf Leyte bestand die Aufgabe dieser Gruppe unter der taktischen Bezeichnung „Task Unit 77.4.3“, kurz „Taffy 3“, darin, den auf Leyte gelandeten Truppen Luftunterstützung zu leisten und vor Samar U-Boote zu bekämpfen. Operationen gegen feindliche Kriegsschiffe waren nicht vorgesehen, da Gegenangriffe der japanischen Flotte auf die Transportschiffe General MacArthurs von der 3. US-Flotte im Norden und der 7. US-Flotte im Süden verhindert werden sollten. Allerdings bestanden Abstimmungsprobleme zwischen den US-Flotten. Kinkaid, dessen Schlachtschiffeinheiten in der Nacht zum 25. Oktober in der Surigao-Straße eine kleinere japanische Überwasserstreitmacht vernichtet hatten (Schlacht in der Surigao-Straße), erwartete, dass Halsey seine Schlachtschiffe zur Blockade der San-Bernardino-Straße einsetzen würde. Doch Halsey jagte mit der gesamten 3. Flotte eine japanische Köderstreitmacht im Norden (Schlacht vor Kap Engaño), sodass die stärkste der japanischen Teilflotten unter dem Kommando von Admiral Kurita in der Nacht zum 25. Oktober unbemerkt durch die San-Bernardino-Straße laufen konnte, um die aliierten Transport- und Landungsschiffe vor Leyte anzugreifen. Samar von Nordosten her umrundend, traf Kurita dort für beide Seiten unerwartet auf „Taffy 3“.[9]

Die Johnston im Verlauf der Schlacht

Die Heermann und die Samuel B. Roberts legen einen Rauchvorhang

Kurita befahl seiner aus mehreren Schlachtschiffen, schweren und leichten Kreuzern sowie Zerstörern bestehenden Flotte umgehend den Angriff, wähnte sich allerdings im Kampf mit einer amerikanischen Hauptflotte von Flottenflugzeugträgern und deren starken Begleitschiffen.[10] Rear Admiral Clifton Sprague, der Kommandeur von „Taffy 3“, erfuhr durch die Funkmeldung einer zur U-Bootaufklärung früh gestarteten Avenger-Maschine von der nur ca. 37 Kilometer entfernten japanischen Streitmacht, gab den Befehl zum Rückzug unter Höchstgeschwindigkeit sowie alle verfügbaren Flugzeuge von den Geleitträgern zu starten, um die japanischen Schiffe bei der Verfolgung zu behindern. Außerdem sollten alle Einheiten Rauchvorhänge legen, um die auf optische Feuerleitung angewiesene japanische Schiffsartillerie in der Sicht zu beeinträchtigen. Kurz darauf lagen die amerikanischen Schiffe bereits unter schwerem Beschuss.[11] Die Johnston, die am nordwestlichen Rand von „Taffy 3“ patrouillierte, war der angreifenden japanischen Flotte am nächsten. Commander Evans ließ den Zerstörer, ohne weitere Befehle von Admiral Sprague abzuwarten, sofort aus der Formation ausscheren, in Richtung der japanischen Flotte laufen und einen Rauchvorhang legen. Während die Feuerkraft der Geschütze von „Taffy 3“ kaum ausreichte, die Panzerung der schweren japanischen Einheiten zu durchbrechen, versprach ein Torpedoangriff zumindest solche Schäden anzurichten, dass einige japanische Schiffe die Verfolgung abbrechen müssten. Die Johnston lief daher allein und in voller Fahrt auf die nun etwa 25 km entfernte japanische Flotte zu und Evans plante den Torpedoangriff. Für diesen musste die Johnston allerdings auf etwa neun Kilometer an die japanischen Verfolger herankommen.[12] Während das Schiff unter Beschuss von mehreren schweren Einheiten mit äußerster Kraft und im Zickzackkurs auf japanischen schweren Kreuzer an der Spitze des japanischen Angriffs zulief, ließ Evans auf etwa 16,5 Kilometer Entfernung selbst das Feuer mit den 12,7-cm-Geschützen der Johnston eröffnen. Während die japanischen Feuerleitgeräte auf optische Entfernungsmessung angewiesen waren, konnten die Geschütze der amerikanischen Zerstörer mittels radargestützter Feuerleitung wesentlich genauer schießen und waren nicht durch schlechte Sichtverhältnisse wie Rauch, Nebel oder raues Wetter beeinträchtigt. Obwohl viele Treffer beobachtet werden konnten, waren die Schäden auf den schweren Kreuzern nicht schwerwiegend genug, ein Schiff aus der Verfolgung der Träger zu zwingen.[13]

Der schwere Kreuzer Kumano musste nach einem Torpedotreffer die Verfolgung abbrechen

Als die Entfernung auf etwa neun Kilometer zusammengeschmolzen war, feuerte die Johnston alle zehn Torpedos in Richtung der schweren Kreuzer und lief, weiter unter Höchstgeschwindigkeit, zurück in Richtung der flüchtenden Formation der Geleitflugzeugträger. Nach wenigen Minuten konnte ein Torpedotreffer auf dem schweren Kreuzer Kumano verzeichnet werden, der den Bug des Schiffes in voller Fahrt so stark beschädigte, dass er abriss. Die Kumano schied aus der Verfolgung der Träger aus und schleppte sich mit zehn Knoten aus dem Gefecht.[14] Auf dem Rückweg in die Formation erhielt die Johnston dann die ersten Treffer: Drei 35,5-cm-Granaten eines Schlachtschiffs, wahrscheinlich der Kongō, durchschlugen die ungepanzerte Schiffshülle. Eine Granate traf einen Maschinenraum, eine weitere Granate riss ein zwei Meter langes und ein Meter breites Loch in das Oberdeck, durchschlug mehrere Abteilungen und explodierte am geschmiedeten Gehäuse eines Propellergetriebes, das hart genug war, den panzerbrechenden Sprengkopf der Granate auszulösen. Die dritte Granate durchschlug ebenfalls das Deck und traf eine Hauptturbine, die zerstört wurde. Durch diese Treffer fiel der Backbordpropeller aus, die Geschwindigkeit des Schiffs reduzierte sich von über 35 Knoten auf etwa 17 und nahm damit die Möglichkeit, im Zickzackkurs ein schwer zu treffendes Ziel abzugeben. Im Schiff wurden mehrere Abteilungen von der Stromversorgung getrennt, Seeleute in den Maschinenbereichen wurden durch austretenden Dampf sofort getötet, viele weitere schwer verwundet. Kurz darauf wurde die Johnston von mehreren Granaten Mittelartillerie getroffen, entweder der 15,5-cm-Sekundärbewaffnung der Yamato oder einem der leichten Kreuzer. Diese schlugen in den Aufbauten ein – mit einem verheerenden Treffer auf der Brücke des Schiffs, der Commander Evans mit Splittern im Gesicht, am Hals und Oberkörper überzog sowie zwei Finger seiner linken Hand abschnitt und fast alle weiteren Mitglieder der Brückenbesatzung tötete oder verwundete. Evans ließ das Schiff daraufhin über den handbetriebenen Notruderstand am Heck steuern. Die 12,7-cm-Geschütze waren allerdings noch unbeschädigt geblieben, sodass diese weiter auf die sich nähernden japanischen Einheiten feuerten.[15] Wenig später traf die Johnston bei ihrem Rückzugsversuch zur Trägerformation auf die Zerstörer Hoel und Heerman sowie den Geleitzerstörer Samuel B. Roberts, denen, noch unbeschädigt, mittlerweile von Sprague befohlen worden war, einen Torpedoangriff durchzuführen. Evans ließ die Johnston daraufhin mühsam wenden und hinter diesen drei in Kiellinie Position einnehmen, um weitere Unterstützung zu leisten und das Feuer der japanischen Einheiten auf sein bereits schwer beschädigtes Schiff zu ziehen.[16]

Untergang

Die Kongō erzielte vermutlich die ersten Treffer auf der Johnston

Der Torpedoangriff der drei Schiffe beschädigte einen weiteren Schweren Kreuzer, die Chōkai, und zwang mehrere Schiffe, darunter die Yamato zu zeitraubenden Ausweichmanövern. Allerdings wurden sowohl die Hoel als auch die Samuel B. Roberts schwer getroffen und wie nun auch die Johnston von den japanischen Schiffen, darunter auch die Zerstörer der japanischen Nachhut, eingeholt und von mehreren Seiten beschossen. Während die Hoel zuerst sank, darauf der Flugzeugträger Gambier Bay (der einzige, der an diesem Tag von japanischen Überwassereinheiten versenkt wurde), gefolgt von der Samuel B. Roberts, war die Johnston nun dem Kreuzfeuer der japanischen Schiffe ausgesetzt. Um 09:40 Uhr wurde, nach zweieinhalb Stunden Kampf, der bis dahin noch intakte Steuerbordmaschinenraum getroffen und das Schiff blieb daraufhin ohne Antrieb im Wasser liegen, sodass Commander Evans, während nun viele weitere Treffer in kürzester Zeit einschlugen, den Befehl zum Verlassen des Schiffs gab. Um 10:10 Uhr sank das Schiff über den Bug.[17]

Überlebende der vier gesunkenen amerikanischen Schiffe werden gerettet

Viele Überlebende, darunter Schwerverletzte gelangten ins Wasser, konnten aber, da die Schlacht am Morgen des 25. Oktober noch weiter tobte, nicht gerettet werden. Die Rettungsflöße waren für die vielen Schiffbrüchigen vollkommen unzureichend, da sie entweder durch den Kampf beschädigt waren oder weitaus mehr Seeleute als vorgesehen tragen mussten. Erst am Morgen des 27., nach zwei Tagen und zwei Nächten auf offener See, wurden die Überlebenden vor Samar gefunden und nach Leyte gebracht. Viele waren bereits ihren Verletzungen erlegen oder wurden Opfer von Haien. 184 der 329 Besatzungsmitglieder, darunter der ihr Kommandant Lt. Cdr. Ernest E. Evans, überlebten den Untergang der Johnston nicht.[18]

Auszeichnungen, weitere Namensträger, Erinnerung

Denkmal für die Seeleute der Hoel, der Samuel B. Roberts und der Johnston in San Diego

Für ihre Dienste im Pazifikkrieg erhielt die Johnston sechs Battle Stars. Commander Evans erhielt den Bronze Star für die Beteiligung an der Versenkung von I 176 am 16. Mai 1944.[19] Für die Seeschlacht vor Samar wurde der Johnston zusammen mit der „Task Unit 77.4.3“ eine Presidential Unit Citation zugesprochen. Evans wurde posthum zunächst mit einem Navy Cross ausgezeichnet, dieses wurde aber im September 1945 umgewandelt in eine Congressional Medal of Honor.[20]

Nach einem Geleitzerstörer der 1950er-Jahre, der bereits den Namen USS Evans (DE 1023) trug, kündigte United States Secretary of the Navy Carlos Del Toro im November 2023 an, dass ein Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse mit der Kennung DDG-141 wieder den Namen USS Ernest E. Evans tragen soll.[21]

Einschlägig für die Berichterstattung über Schlacht vor Samar ist das Werk von Samuel Eliot Morison (History of United States Naval Operations in World War II). Nach der umfassenden Aufarbeitung der Rolle der Zerstörer von „Taffy 3“ in der Schlacht vor Samar durch den Marinehistoriker James Hornfischer (The Last Stand of the Tin Can Sailors, „Tin Can“, engl. „Blechbüchse“ als Bezeichnung für Zerstörer), erschien 2021 eine Graphic Novel unter dem gleichen Titel, die die von Hornfischer dargestellten Ereignisse künstlerisch interpretiert.

Es gab verschiedene Veteranenorganisationen der Seeleute von „Taffy 3“, die 1995 ein Denkmal für die Gefallenen der Hoel, der Samuel B. Roberts und der Johnston auf dem Nationalfriedhof Fort Rosecrans National Cemetery sowie ein weiteres im Hafen von San Diego, gegenüber dem Museumsschiff USS Midway errichten ließen.[22]

Entdeckung des Wracks

Nach dem Wrack der Johnston wurde im Rahmen zweier Tauchexpeditionen gesucht. Die erste Expedition mit dem Forschungsschiff Petrel fand zwar im Jahr 2018 vor Samar ein Trümmerfeld mit Schiffsbauteilen und Ausrüstungsgegenständen, die der Schlacht zugeordnet wurden, allerdings keinen Schiffsrumpf, der in größerer Tiefe vermutet wurde. Im März 2021 gelang es einem Team um Victor Vescovo mit dem Tiefsee-U-Boot Limiting Factor den Rumpf der Johnston in 6469 Metern Tiefe aufzufinden. Die Johnston und die in 6895 Metern Tiefe liegende Samuel B. Roberts, die ebenfalls vor Samar versenkt und 2022 entdeckt wurde, sind die am tiefsten gelegenen lokalisierten Schiffswracks der Welt.[23]

Literatur

  • Norman Friedman: U.S. Destroyers. An illustrated Design History. Annapolis, Naval Institute Press 1982, ISBN 0-87021-733-X.
  • David J. Hornfischer, James D. Hornfischer: Destroyer Captain: The Life of Ernest E. Evans. New York, Dutton Caliber 2024, ISBN 978-0-593-18467-7.
  • James D. Hornfischer: The Last Stand of the Tin Can Sailors: The Extraordinary World War II Story of the U.S. Navy's Finest Hour. New York, Bantam Books 2005, ISBN 978-0-553-38148-1, Paperback.
  • Samuel Eliot Morison: History of United States naval operations in World War II Band 12. Leyte : June 1944 - Januar 1945. Boston, Little, Brown 1958, Reprint.
  • Doug Murray, James D. Hornfischer, Steven Sanders: The Last Stand of the Tin Can Sailors: The Extraordinary World War II Story of the U.S. Navy's Finest Hour – A Graphic Novel Adaption. Annapolis, Dead Reckoning 2021, ISBN 978-1-682-47338-2, Hardcover.
  • Mark Stille: Imperial Japanese Navy Heavy Cruisers 1941–1945. Oxford, Osprey 2011, ISBN 978-1-84908-148-1.
  • Stefan Terzibaschitsch: Zerstörer der US Navy: von der Farragut- bis zur Forrest-Sherman-Klasse. Augsburg, Bechtermünz 1997, ISBN 3-86047-587-8.
Commons: USS Johnston (DD-557) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks