Julia Stadlmann
österreichische Mathematikerin
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Julia Stadlmann (* 2. Juli 1998[1] in Unzmarkt) ist eine österreichische Mathematikerin, deren Forschung zur analytischen Zahlentheorie und besonders zu Primzahlen und Siebmethoden gehört.[2] Sie wurde durch neue Resultate zur Verteilung und zu beschränkten Lücken von Primzahlen bekannt.[3]
Leben und akademische Laufbahn
Stadlmann wurde in Unzmarkt in der Obersteiermark geboren und besuchte das BG/BRG Judenburg, wo sie 2015 und 2016 an Mathematikolympiaden teilnahm.[4][3] Im Alter von sechzehn Jahren besuchte sie ein Sommerprogramm der Universität Oxford; 2016 erhielt sie als Maturantin einen Dr. Hans Riegel-Fachpreis.[3] Anschließend studierte sie am Merton College in Oxford und promovierte dort bei James Maynard.[3] Nach einem Postdoktorandenjahr an der Stanford University wechselte sie als J. L. Doob Research Assistant Professor an die University of Illinois Urbana-Champaign.[2]
Forschung
Im Jahr 2023 erhöhte Stadlmann für Primzahlen in arithmetischen Progressionen zu glatten Modulen den Verteilungsexponenten von 0,5233 auf 0,525.[5] Im Vorabdruck Bounded gaps between primes bewies sie 2026, dass unendlich viele Paare aufeinanderfolgender Primzahlen höchstens 240 auseinanderliegen, und verbesserte damit die seit 2014 geltende Schranke von 246.[6][3] Dafür nutzte sie den Satz von Bombieri und Winogradow für neuere Gleichverteilungsabschätzungen für glatte Moduln.[6] Die Arbeit wurde von Terence Tao als bemerkenswert bewertet.[3] Wenige Tage später senkten Axiom Math und OpenAI die Schranke weiter auf 212 beziehungsweise 186; Axiom bezeichnete seine Arbeit als auf Stadlmanns Grundlagenarbeit aufbauend.[3] Stadlmann hatte zwei Jahre an ihrem Beweis gearbeitet und nach eigener Aussage weder für die Mathematik noch für den Code oder die Ausarbeitung die Künstliche Intelligenz (KI) verwendet.[3]
Weblinks
- Studie: bounded gaps between primes.