Julian Pahlke

deutscher Politiker (Grüne), MdB From Wikipedia, the free encyclopedia

Julian Nils Christoph Pahlke[1] (* 15. Oktober 1991 in Gehrden[2]) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Von 2021 bis 2025 war er Mitglied des Deutschen Bundestags.

Julian Pahlke, 2022

Biographie

Julian Pahlke wuchs in Gehrden bei Hannover auf.[3] Er studierte Internationales Management sowie Sprach- und Kulturwissenschaften an der Universität Flensburg, der Syddansk Universitet, der Universität Marseille und der Universität Jönköping. Er erlangte die Abschlüsse Bachelor of Arts, Bachelor of Science und Master of Arts[4] und arbeitete für eine Werbeagentur.[5]

Politische Tätigkeiten

Pahlke ist seit 2019 Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen und arbeitete vor seinem Einzug in den Bundestag im Büro von Claudia Roth.[6]

Bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte Pahlke für den Bundestagswahlkreis Unterems (Wahlkreis 25).[4] Er zog über die niedersächsische Landesliste der Grünen in den Deutschen Bundestag ein.[7] Im 21. Deutschen Bundestag war er Mitglied im Innenausschuss und im Ausschuss für die Angelegenheit den Europäischen Union, sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Menschenrecht und humanitäre Hilfe.[8]

Ab dem 24. Januar 2022 war Pahlke Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.[9]

Während der Migrationskrise an der Grenze zwischen Belarus und der Europäischen Union 2021 reiste Pahlke als Mitglied des Deutschen Bundestages gemeinsam mit Merle Spellerberg als Beobachter in die Nähe der Grenze zwischen Belarus und Polen.[10]

Bei der Bundestagswahl 2025 verpasste er mit 7 % im Wahlkreis Unterems und Platz 10 der Landesliste den Wiedereinzug in den Bundestag.[11]

Politische Positionen

Im November 2022 stimmte er als einer von neun Abgeordneten in der Grünen-Bundestagsfraktion gegen die Änderung des Atomgesetzes, das den Betrieb um vier Monate verlängerte.[12]

Pahlke wird allgemein dem linken Flügel der Grünen zugeordnet.[13]

Seenotrettung

Pahlke war ab 2016 Crewmitglied und bis 2020 Vorstand des Vereins Jugend Rettet. 2016 und 2017 war er an Bord der Iuventa im Mittelmeer. Laut Pahlke rettete die Iuventa 14.000 Mittelmeer-Flüchtlinge. Die italienische Justiz beschlagnahmte das Schiff im August 2017 und ermittelte gegen Jugend Rettet wegen Beihilfe zu illegaler Einwanderung, der Verein solle mit Schleppern zusammengearbeitet haben. Als Sprecher von Jugend Rettet wies Pahlke die Vorwürfe zurück.[5][14][15] Im März 2021 wurden die Ermittlungen abgeschlossen[16] und im April 2024 das Verfahren schließlich eingestellt[17], nachdem die italienische Staatsanwaltschaft im Vorverfahren einen Freispruch empfohlen hatte.[18]

Außerdem war Pahlke Sprecher des Seenotrettungsvereins Sea-Eye.[4][19]

Einzelnachweise

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