Julius Eggeling

Indologe und Hochschullehrer, überwiegend in Grossbritannien tätig From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans Julius Eggeling (* 12. Juli 1842 in Hecklingen; † 13. März 1918 in Witten) war ein deutscher Indologe und Hochschullehrer.[1]

Julius Eggeling in The Modern Review. Volume 2. 1907

Leben

Eggeling wurde als Sohn des Hecklinger Gutsbesitzers Sebastian Eggeling und dessen Ehefrau Margarethe geb. Homann in Hecklingen geboren.[1] Von 1862 bis 1866 studierte Eggeling in Breslau und Berlin indische Philologie und ging 1867 nach London, um in den dortigen Bibliotheken indische Handschriften zu untersuchen.[1] Dort warb ihn Friedrich Max Müller in der Nachfolge von Hermann Brunnhofer als Assistenten an.[1] 1869 veröffentlichte Eggeling einen Index zu Max Müllers Ausgabe des Prātiśākhya (1869). Im gleichen Jahr nahm er seine Arbeit als Sekretär und Bibliothekar bei der Royal Asiatic Society[2] in London auf und lehrte zusätzlich von 1872 bis 75 am University College London Sanskrit.[1] Eggeling prüfte den Index zu Müllers Rigveda, der dann dem Werk ab 1872–1874 beigelegt wurde.[1] 1874–78 schrieb Eggeling seine erste eigene Arbeit, The Kātantra with the Commentary of Durgasiṃha with Notes and Indexes, einer Grammatik der indischen Sprache.[1]

1875 wurde Eggeling in der Nachfolge von Theodor Aufrecht zum Regius Professor of Sanskrit and Comparativ Philology an die University of Edinburgh berufen.[1] In Edinburgh fertigte Eggeling mit der Übersetzung des Śatapatha-Brāhmana die erste englischsprachige Niederschrift dieses Werkes an, wobei es ihm im Rückblick am Verständnis des Textes mangelte, was in der damaligen Zeit aber verständlich war.[2]

Eggeling blieb in Edinburgh bis ihn der Anfang des Ersten Weltkriegs aus England vertrieb, da er trotz des jahrzehntelangen Aufenthalts nie die Staatsangehörigkeit angenommen hatte.[1][2][3] Anscheinend rechnete niemand mit seiner Rückkehr, denn schon 1914 wurde mit Arthur Berriedale Keith sein ehemaliger Schüler Nachfolger auf dem Lehrstuhl.[3] Eggeling ließ sich in Witten nieder, wo er weiterhin lehrte und 1918 verstarb.[1]

Seit 1901 war er korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.[4]

Bibliografie

  • Beiträge von Eggeling zur Encyclopaedia Britannica, 1911 ed.; Online
  • Katalog der Sanskrit-Schriften im Archiv (Online)
  • 1874: The Katandra with the Commentary of Durgashima (Online)

Literatur

Einzelnachweise

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