Justine Emard

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Justine Emard (* 1987 in Beaumont) ist eine französische Künstlerin und Hochschuldozentin. Sie arbeitet im Bereich der Medien-, Konzept- sowie Installationskunst und gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen der Digitalkunst.

Leben

Justine Emard besuchte 2008 die University of Oklahoma. Zwei Jahre später absolvierte sie die Masterprüfung in bildender Kunst an der Kunsthochschule École Supérieure d’Art de Clermont Métropole (ESACM) und erwarb 2013 den Master in Kulturmanagement der Universität Blaise Pascal in Clermont-Ferrand.[1]

Als Medienkünstlerin kombiniert Emard verschiedene Bildmedien wie Fotografie, Video und Virtual Reality.[2] In ihren Kunstwerken arbeitet sie an der Schnittstelle von Robotik, Objekten, 3D-Drucken, organischem Leben und künstlicher Intelligenz. Die Werke wurden unter anderem auf der Moskau Biennale für zeitgenössische Kunst, im Singapore Art Museum, im Mori-Kunstmuseum in Tokio, im Barbican Centre in London und am Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe ausgestellt.[1] Bis September 2026 wird ihre begehbare Mixed-Media-Installation „Supraorganism“ von 2020/2021 im ZKM gezeigt. Diese besteht aus 21 Glasskulpturen, die an mehreren Edelstahlrahmen hängen. Mit Sensoren reagiert ein künstliches neuronales Netzwerk nach dem Vorbild eines Bienenvolks auf die Besucher und steuert Licht-, Klang- sowie motorische Effekte.[3]

Emard gab zwischen 2013 und 2023 Kurse an der Universität Blaise Pascal, an der Kunsthochschule Tama in Japan, an der Hochschule für Kunst und Design (HEAD) in Genf, an der Universität Paris VIII und an der Kunsthochschule ESAM in Caen. Von 2023 bis 2024 war sie Gastkünstlerin und -professorin am Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains in Tourcoing. Auf der Expo 2025 in Osaka verantwortete sie 2025 als künstlerische Leiterin die Dauerausstellung des französischen Pavillons.[1]

Werke Emards sind Teil zahlreicher internationaler und nationaler Sammlungen. Stipendien führten sie unter anderem nach Tokio, in die Vereinigten Staaten und an das ZKM.[1] Sie lebt und arbeitet in Paris.[2]

In Frankreich wurde Emard mit dem Preis „100 femmes de culture“ ausgezeichnet. Contemporary Art Issue listete sie 2024 unter den zwanzig bekanntesten Künstlern der Digitalkunst an neunter Stelle.[2]

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen, Performances und Projekte

Gruppenausstellungen

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl)

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2018: „Best Short Film“, Sapporo Kurzfilmfestival
  • 2020: IMAGE 3.0, CNAP/Jeu de Paume
  • 2023: „100 Femmes de culture“

Literatur

  • „Vielleicht können wir von der Maschine lernen“, Interview. In: Monopol. Sonderheft zur Art Karlsruhe, 2022. S. 10–12.
  • Peter Weibel (Hrsg.): BioMedia. The Age of Media with Life-like Behavior (Katalog). Spector, Leipzig 2023, ISBN 978-3-95905-644-1.

Belege

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