Jürgen Denker
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Jürgen Denker (* 7. August 1929 in Bielefeld) ist ein deutscher Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Denker studierte ab 1950 Geodäsie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und wurde 1955 Diplom-Ingenieur. Von Januar bis Juli 1955 war er Vermessungsingenieur beim öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Menicke in Bielefeld und von August 1955 bis Juni 1958 Regierungsvermessungsreferent bei der Bezirksregierung Detmold des Landes Nordrhein-Westfalen. Dabei war er eingesetzt beim Katasteramt des Landkreises Bielefeld, im Katasteramt Halle (Westf.) zur Straßenschlussmessung, zur Neuvermessung der Stadt Vlotho, im Stadtvermessungsamt Herford, im Flurbereinigungsamt von Bielefeld, im Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen in Bad Godesberg, im Landesamt für Flurbereinigung und Agrarordnung und im Grundbuchamt beim Amtsgericht Bielefeld. Im Juni 1958 wurde er Assessor des Vermessungsdienstes.[1]
Am 1. Oktober 1958 trat Denker als Stabsingenieur bei der Artillerieschule in Idar-Oberstein in den militärgeografischen Dienst der Bundeswehr ein und absolvierte dort bis März 1959 den Fähnrich-Lehrgang. Von April 1959 bis Februar 1961 war er im Dezernat für Landkarten im Militärgeografischen Dienst in Bad Godesberg eingesetzt. Im März 1961 wechselte er als Topographic Officer in das Engineer Department im Hauptquartier der Central Army Group der NATO, wo er am 2. November 1962 zum Major befördert wurde. Im Juni 1964 wurde er Batteriechef der Topographiebatterie 101 der Topographietruppe und Korps-Topograph des I. Korps in Münster, wo am 27. Dezember 1966 die Ernennung zum Oberstleutnant erfolgte. Ab April 1967 war er Abteilungsleiter für Militärgeographie im Wehrbereichskommando IV in Mainz, ab April 1972 Militärgeograph A Gruppenleiter und als Militärgeographischer Stabsoffizier zum Streitkräfteamt in Bonn kommandiert. Im Oktober 1976 wurde er Referent für Militärgeographie im Referat 6 (Operative Grundlagen) der Stabsabteilung III (Militärpolitik, Führung) im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und im April 1978 Leiter des Militärischen Geowesens im Streitkräfteamt in Bonn, wo er im August 1978 zum Oberst befördert wurde.[1]
Ab Juli 1987 war Denker Leiter des Militärgeowesens und Amtschef des Amtes für Militärisches Geowesen in Euskirchen[2] und wurde im April 1989 zum Brigadegeneral ernannt.[1] Mit Ablauf des September 1989 wurde er in den Ruhestand versetzt.[3]
Auszeichnungen
- 1965: United States Army Commendation Medal[1]
- 1984: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[1]
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 370–371.