Kühbach

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Kühbach ist ein Markt im Landkreis Aichach-Friedberg (Bayern) und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kühbach, deren Mitglied diese ist.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Kühbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kühbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 30′ N, 11° 11′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Kühbach
Höhe: 455 m ü. NHN
Fläche: 37,5 km²
Einwohner: 4170 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86556
Vorwahl: 08251
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 144
Marktgliederung: 17 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 3
86556 Kühbach
Website: www.markt-kuehbach.de
Erster Bürgermeister: Karl-Heinz Kerscher (Ortsgemeinschaft Kühbach)
Lage des Marktes Kühbach im Landkreis Aichach-Friedberg
Karte
Karte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Geographie

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Augsburg.

Es gibt 17 Gemeindeteile,[2][3] die sich auf 6 Gemarkungen verteilen:

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Ansicht des Markts Kühbach von Michael Wening, um 1700

In Kühbach wird um das Jahr 1011 durch Graf Adalbero von Kühbach und seine Frau Wildburg das Kloster Kühbach gegründet. Es wurde im Rahmen der Säkularisation 1803 aufgelöst. Der Markt Kühbach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Kühbach besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bezirkszugehörigkeit

Erst 1972 wurde im Zuge der Kreisreform der Markt dem Regierungsbezirk Schwaben zugeordnet.

Eingemeindungen

Am 1. April 1972 wurde die Gemeinde Oberschönbach nach Kühbach eingemeindet. Stockensau kam am 1. Juli 1972 hinzu.[4] Am 1. Januar 1978 folgten Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Haslangkreit und Unterbernbach.[5]

Erste Bürgermeister (seit 1870)

Weitere Informationen Name, Amtszeit ...
Name[6] Amtszeit
Peter Schmaus1870–1883
Engelbert Thoma1884–1900
Xaver Lunglmeier1901–1907
Fritz Schmaus1907–1911
August Kirmair1912–1919
Franz Miller1919–1931
Johann Flunk1931–1933
Name Amtszeit
Xaver Finkenzeller1933–1937
Johann Flunk1937–1945
Martin Riedl1945–1946
Dominikus Huber1946–1960
Karl Kerscher1960–1978
Heribert Oberhauser1978–1996
Johann Lotterschmid1996–2020
Karl-Heinz Kerscherseit 2020
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Einwohnerentwicklung

Jahr1961197019871991199520002005201020152018201920202021
Einwohner2382[5]2575[5]316533693611377639974038423043184326[7]42974269[8]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs der Markt von 3167 auf 4326 um 1159 Einwohner bzw. um 36,6 %.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 führte zu folgendem Ergebnis:

Weitere Informationen Parteien und Wählergemeinschaften, Stimmenanteil ...
Parteien und Wählergemeinschaften 2020[9] 2014[10]
Stimmenanteil Sitze % Sitze
Ortsgemeinschaft Kühbach                          40,1 % 7 60,6 10
Gemeinsam für unsere Marktgemeinde Kühbach 25,7 % 4
Bürgervereinigung Unterbernbach                    19,5 % 3 22,1 3
Freie Wählergemeinschaft Haslangkreit              14,6 % 2 17,3 3
Gesamt 100 % 16 100 % 16
Wahlbeteiligung 70,0 % 55,5 %
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Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2020 Karl-Heinz Kerscher (Ortsgemeinschaft Kühbach)[11], der am 29. März 2020 in der Stichwahl mit 51,5 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Sein Vorgänger von 1996 bis 2020 war Johann Lotterschmid; er wurde zuletzt bei der Kommunalwahl 2014 mit 92,9 Prozent der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

Wappen

Wappen Markt Kühbach
Wappen Markt Kühbach
Blasonierung: „In Silber auf grünem Boden eine schreitende rote Kuh.“[12]
Wappenbegründung: Im Jahr 1481 verlieh Herzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut dem Ort die Marktrechte. In diesem Zusammenhang erhielt der Markt auch ein Siegel. Erste Abdrucke sind allerdings erst ab 1526 nachweisbar. Sie zeigen eine für den Ortsnamen redende Kuh auf blumigem Feld. In späteren Abdrucken taucht als Erinnerungsdatum das Jahr 1482 auf. Es gibt auch Varianten mit einer schreitenden Kuh auf blauem Wellenbalken als weiteren Hinweis auf den Ortsnamen oder bayerische Rauten im Schildhaupt. Die Gemeinde führt heute die Wappenform, die sich an den ersten Siegelabdrucken orientiert. Das Benediktinerinnenkloster Kühbach, ehemaliges Reichskloster, das seit 1471 die niedere Gerichtsbarkeit über den Ort innehatte, führte ein anderes Wappen, das im Gemeindewappen nicht berücksichtigt wurde.

Das Wappen ist aus dem Siegelbild abgeleitet; Siegelführung seit dem 15. Jahrhundert bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Kühbach
Pfarrkirche St. Magnus in Kühbach

Freizeit

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Es gab 2016 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 16, im produzierenden Gewerbe 538 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 183 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 175 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1688. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 58 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2931 ha, davon waren 2600 ha Ackerfläche und 327 ha Dauergrünfläche. Die Brauerei Kühbach, im Besitz des Freiherrn von Beck-Peccoz, zählt zu den bekannten Brauereien der Region.

Bildung

Im Jahr 2017 existierten folgende Einrichtungen:

  • drei Kindertageseinrichtungen mit 166 Kindergartenplätzen und 122 Kindern
  • zwei allgemeinbildende Schulen mit insgesamt 20 Lehrern und 271 Schülern (Schuljahr 2016/17).

Medien

Im Gemeindegebiet erscheinen die Tageszeitungen Aichacher Nachrichten und Aichacher Zeitung.

Einzelnachweise

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