Kanton Bissendorf
Verwaltungseinheit während der Franzosenzeit im Königreich Westphalen
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Der Kanton Bissendorf war während der Franzosenzeit eine Verwaltungseinheit im Königreich Westphalen. Sein Hauptort war Bissendorf, heute eine Gemeinde im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen.
| Königreich Westphalen | |
|---|---|
| Kanton Bissendorf | |
| Alternativname | Canton de Bissendorf |
| Departement | Departement der Weser |
| Distrikt | Distrikt Osnabrück |
| Hauptort des Kantons | Bissendorf |
| Einwohner | 5540 |
| Dörfer und Weiler | 18 |
Geschichte
Das Gebiet des Kantons Bissendorf gehörte bis zur Franzosenzeit zum Amt Iburg im Hochstift Osnabrück. Der Kanton bestand von 1807 bis 1810 im Distrikt Osnabrück des Departements der Weser im Königreich Westphalen. Er hatte im Jahr 1808 5540 Einwohner.[1]
Zum Kanton Bissendorf gehörten die folgenden Orte:[2]
Nach der Annexion der Gebiete westlich der Weser durch das Kaiserreich Frankreich wurde der Kanton Bissendorf 1811 aufgelöst. Sein Gebiet fiel an den Kanton Iburg im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems.[3] Nach der Niederlage Napoleons und dem Abzug der Franzosen fielen alle betroffenen Gebiete durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 an das Königreich Hannover.