Bissendorf

Gemeinde im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Bissendorf ist eine Gemeinde im Zentrum des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Bissendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bissendorf hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 14′ N,  10′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Höhe: 99 m ü. NHN
Fläche: 96,41 km²
Einwohner: 14.614 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49143
Vorwahl: 05402
Kfz-Kennzeichen: OS, BSB, MEL, WTL
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 012
Gemeindegliederung: 13 Ortschaften
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchplatz 1
49143 Bissendorf
Website: www.bissendorf.de
Bürgermeister: Guido Halfter (parteilos)
Lage der Gemeinde Bissendorf im Landkreis Osnabrück
Karte
Karte
Schließen

Geographie

Geographische Lage

Bissendorf liegt im Osnabrücker Land zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald mitten im Natur- und Geopark TERRA.vita. Die Hase durchfließt das Gemeindegebiet von Osten nach Westen. Der private Linner See dient Angelzwecken.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Belm und Ostercappeln, im Osten an Bad Essen und Melle, im Süden an Hilter am Teutoburger Wald und Georgsmarienhütte sowie im Westen an die kreisfreie Stadt Osnabrück.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Bissendorf ist eine Einheitsgemeinde und gliedert sich in die 13 Ortschaften Bissendorf, Ellerbeck, Holte/Himbergen, Jeggen, Linne, Natbergen, Nemden, Schledehausen/Schelenburg, Uphausen-Eistrup, Waldmark, Wersche, Wissingen und Wulften.[2]

Jede Ortschaft verfügt über einen ehrenamtlichen Ortsvorsteher. Die drei größten Ortschaften sind Bissendorf, Schledehausen und Wissingen. Die anderen Ortschaften haben weitgehend ihren Charakter als alte Bauerschaften behalten. Zu den Ortschaften gehören weitere Siedlungen und Weiler, die zum Teil ehemalige Gemeinden sind.

Weitere Informationen Ortschaft, mit ...
Ortschaft mit Fläche (in km²)
Stand
1. Januar 2025
Einwohner
Stand
30. November 2024
[3]
Ortsteile der Gemeinde Bissendorf
Gemeindegliederung von Bissendorf
Gemeindegliederung von Bissendorf
BissendorfBauerschaft Stockum
Kronsundern
07,793.5630
EllerbeckLösebeck06,14309
Holte/HimbergenSünsbeck09,49705
Jeggen11,091.6950
Linne03,81208
NatbergenGut Stockum
Stockumer Mark
06,221.6960
NemdenHalle08,60423
Schledehausen/
Schelenburg
Westrup09,272.7370
Uphausen-Eistrup04,86489
WaldmarkAstrup
Deitinghausen
Grambergen
Hiddinghausen
Krevinghausen
18,44542
Wersche03,79359
Wissingen03,332.3570
Wulften06,28389
Gesamt96,4115.47200
Schließen

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

Das Gemeindegebiet von Bissendorf gehört hydrologisch zum Einzugsgebiet der Hase und damit zum Flusssystem der Ems.

Die Hase ist ein 170 km langer Fluss in Niedersachsen, der im Teutoburger Wald nahe Melle-Wellingholzhausen entspringt und bei Meppen in die Ems mündet. Sie bildet das Hauptgewässer des regionalen Flusssystems und den zentralen Vorfluter für die Zuflüsse im Gemeindegebiet.

Ein bedeutender Nebenfluss ist die Wierau, ein rund 14 Kilometer langer rechter Zufluss der Hase. Sie durchfließt das Gemeindegebiet von Südosten nach Nordwesten. Sie entspringt im Wiehengebirge bei Bad Essen und mündet nahe dem Ortsteil Wersche in die Hase. Als naturnaher Bach prägt sie Teile des Landschaftsraums und spielt eine wichtige Rolle im kommunalen Hochwasserschutz.[4]

Zu den Stillgewässern zählt der Linner See, ein etwa 15 Hektar großer See zwischen den Ortsteilen Wissingen und Linne, der von der Wierau durchflossen wird und als Angelgewässer genutzt wird. Der Sonnensee ist ein künstlich angelegtes Gewässer mit Freizeit- und Erholungsfunktion. Darüber hinaus bestehen kleinere Teiche und Weiher, etwa der Schelenburg-Weiher, die überwiegend der lokalen Gewässernutzung dienen.[5][6][7]

Das Bissendorfer Moor ist das größte Moorgebiet innerhalb der Gemeinde und liegt südlich der Ortslage Bissendorf in Richtung Melle. Es handelt sich überwiegend um ein Niedermoor, das in nacheiszeitlichen Senkenbereichen entstanden ist. Ursprünglich war das Gebiet großflächig vernässt und von Röhrichten, Seggenrieden und Bruchwald geprägt. Seit dem 19. Jahrhundert wurde das Moor systematisch entwässert und landwirtschaftlich genutzt, was zu erheblichen Veränderungen des Wasserhaushalts und zum Abbau der organischen Substanz führte. Seit 2022 werden im Rahmen landesweiter Programme umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen zur Wiedervernässung durchgeführt. Ziel ist die Wiederherstellung moortypischer Lebensräume, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie die Verbesserung des regionalen Wasserhaushalts.[8][9]

Das Jeggener Moor liegt im Ortsteil Jeggen nordwestlich des Bissendorfer Ortskerns. Es handelt sich um ein kleinflächigeres Niedermoorgebiet, das ebenfalls durch Entwässerung, Grünlandnutzung und Torfabbau stark verändert wurde. Heute bestehen dort feuchte Wiesen, Röhrichtbestände und Entwässerungsgräben, die wichtige Lebensräume für Amphibien, Wiesenvögel und Insekten darstellen. Teile des Gebietes stehen unter naturschutzfachlicher Beobachtung, um den Wasserhaushalt langfristig zu stabilisieren und die ökologische Funktion zu erhalten.[10]

Entlang der Wierau befinden sich naturnahe Auenbereiche, Nasswiesen und Feuchtgrünländer. Diese Gebiete übernehmen wichtige Funktionen für den natürlichen Hochwasserschutz, die Grundwasserneubildung sowie als Lebensraum für feuchteliebende Pflanzen- und Tierarten. Im Rahmen von Gewässerentwicklungsmaßnahmen werden die Uferbereiche ökologisch aufgewertet, unter anderem durch Extensivierung der Nutzung, Gehölzpflanzungen und Strukturverbesserungen im Gewässerlauf.[11]

Eine zentrale hydrologische Herausforderung stellt die Hochwassergefährdung dar, insbesondere entlang der Wierau. Starkniederschläge können zu Überflutungen führen, weshalb Überschwemmungsgebiete ausgewiesen wurden. Als Reaktion auf frühere Hochwasserereignisse setzte die Gemeinde ein Hochwasserschutzkonzept um, das unter anderem Retentionsräume und bauliche Sicherungsmaßnahmen umfasst.[12][13]

Untergrundverhältnisse

Bissendorf liegt im südwestlichen Niedersachsen am Übergang zwischen dem Niedersächsischen Bergland und der Norddeutschen Tiefebene. Der geologische Untergrund wird von einer mächtigen quartären Lockergesteinsdecke aus Sanden, Kiesen, Geschiebelehm und Tonlagen geprägt, die während der Saale- und Weichsel-Kaltzeiten abgelagert wurde. Darunter folgen tertiäre Sedimente sowie mesozoische Gesteine der Trias und des Jura des Osnabrücker Berglands. Die Lockergesteine bedingen überwiegend sandig-lehmige Böden mit mittlerer bis guter Durchlässigkeit.[14]

Hydrogeologisch gehört Bissendorf zum nordwestdeutschen Lockergesteinsgebiet. Die quartären Sande und Kiese bilden die wichtigsten Grundwasserleiter. Der oberflächennahe, meist ungespannte Aquifer liegt in etwa 1–8 m, lokal bis 10 m Tiefe und wird direkt durch Niederschläge gespeist. Darunter folgt ein meist gespannter Grundwasserleiter in 20–60 m Tiefe, der aus Sanden und Kiesen des Tertiärs und unteren Quartärs besteht. Dieser besitzt höhere Ergiebigkeiten und wird vorwiegend zur kommunalen Trinkwassergewinnung genutzt.[15][16]

Geschichte

Die 850 Jahre alte Holter Kirche ist ein Anziehungspunkt für Touristen
Großsteingrab in Jeggen an der Straße der Megalithkultur

Die Geschichte Bissendorfs ist geprägt von den unterschiedlichen Ortsteilen, die im Laufe der Zeit der Gemeinde angeschlossen wurden.

Bissendorf

1160 ist das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortsteils Bissendorf als Bissendorp im Besitz der Herren von Bissendorf (1182 deren erstmalige urkundliche Erwähnung), die bereits im 11. Jahrhundert eine Kapelle zu Bissendorf errichtet haben sollen. Deren Stammsitz, das Haus Bissendorf, geht bis in das 10./11. Jahrhundert zurück. Das Rittergut war der einzige Rittersitz im Landkreis, um den sich nach Errichtung der heutigen katholischen St.-Dionysius-Kirche das Dorf ansiedelte. Das Gut besaß das Kirchenpatronatsrecht, dazu die Landtagsfähigkeit mit allen damit verbundenen Jagd-, Fischerei-, Wege- und Markenrechten. Die Adelsfamilie erlosch um 1570. Der heutige Einzelort hat derzeit ca. 2.500 (Bissendorf gesamt ca. 14500) Einwohner. Die Kirche beherbergt zahlreiche Kunstschätze (frühromanischer Taufstein, Triumphkreuz aus dem 13. Jahrhundert, spätgotischer Schnitzaltar um 1500).

Bissendorf gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück und war Sitz einer Vogtei. Von 1807 bis 1810 war Bissendorf Sitz des Kantons Bissendorf im napoleonischen Satellitenstaat Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und war dort Sitz einer Mairie (Bürgermeisterei) im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Bissendorf zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Osnabrück.

Am 6. September 1862 besuchte Georg V. (Hannover), König von Hannover auf Einladung der Amtsverwaltung Bissendorf. Da man Konfrontationen zwischen dem konservativen König und freiheitlich gesinnten Bürgern, vor allem aus dem nahen Osnabrück vermeiden wollte, wurde das Treffen auf der Rudolfshöhe am Sehl-Berg abgehalten.[17]

1867 fiel Bissendorf mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Osnabrück. Dort war sie Hauptort der Samtgemeinde Bissendorf, zu der neben der Gemeinde Bissendorf die Gemeinden Himbergen, Holsten-Mündrup, Holte-Sünsbeck, Natbergen, Nemden, Wersche und Uphausen-Eistrup gehörten. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde 1972 aus dem Gebiet der Samtgemeinden Bissendorf (ohne Holsten-Mündrup, das zu Georgsmarienhütte kam) und Schledehausen die heutige Gemeinde gebildet.

Holte

Das Adelsgeschlecht von Holte prägte die Entwicklung des gleichnamigen Ortsteiles. Die von den Adelsherren gebaute Burg wurde 1147 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Reste der Burgruine sind freigelegt und können besichtigt werden. Westlich der Kirche ist der Burgplatz der Alten Burg Holte zu erkennen, die in einem ungeklärten Verhältnis zur Holter Burg steht. Die im Jahr 1153 erwähnte Kirche zu Holte ist eine Gründung des Holter Adels, war also eine Patronatskirche. Das Patronat hatte später die Familie von Leden inne, die auch der Ledenburg ihren Namen gab. Die Familie hatte den Besitz der Herren von Holte samt 34 Erbhöfen übernommen. Die Siedlung um die Kirche ist erhalten geblieben und gilt heute als eines der schönsten Beispiele einer Kirchensiedlung. Um die Kirche gruppieren sich Meierhof, Pastorat, altes Schulhaus und Gastwirtschaft. Die Kirchensiedlung steht unter Denkmalschutz.

Schledehausen

Die Edelherren von Sledesen (Schledehausen) waren bischöfliche Osnabrücker Ministerialen. Im Jahr 1396 ging deren Stammburg im Erbgang nach Erlöschen des Adelsgeschlechtes durch die Heirat des Rabodo III. von Schele mit der Erbtochter Elisabeth von Sledesen in den Besitz der Herren von Schele über, die zum Andenken an die ersten Besitzer deren Wappen, die drei Wolfsangeln, durch Wappenmehrung in ihr eigenes aufnahmen. Burg Sledesen wurde bald in Schelenburg umbenannt.

Eingemeindungen

Zu den ersten Eingemeindungen auf dem heutigen Gemeindegebiet kam es am 1. April 1937, als die Gemeinden Bauerschaft Stockum und Kronsundern nach Bissendorf und die Gemeinde Gut Stockum nach Natbergen eingemeindet wurde.[18]

In der ersten Phase der Gebietsreform in Niedersachsen wurden am 1. Januar 1970 die Gemeinden Natbergen, Uphausen-Eistrup und Wersche nach Bissendorf eingemeindet. Gleichzeitig schlossen sich die Gemeinden Himbergen, Holte-Sünsbeck und Nemden zur neuen Gemeinde Holte sowie die Gemeinden Astrup, Grambergen und Krevinghausen zur neuen Gemeinde Waldmark zusammen.

Die Gemeinde Bissendorf in ihrer heutigen Ausdehnung entstand schließlich am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Bissendorf, Ellerbeck, Holte, Jeggen, Linne, Schelenburg, Schledehausen, Waldmark, Wissingen und Wulften.[19]

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung von Bissendorf von 1961 bis 2018 nach nebenstehender Tabelle

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Bissendorf im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[20] auf der Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.

Bei den Angaben aus den Jahren 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) handelt es sich um die Volkszählungsergebnisse einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden.[19]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
19619.897
197010.541
198712.279
199012.673
199513.498
200014.100
JahrEinwohner
200514.377
201014.263
201514.370
201714.636
201814.655
2022 14.942
Schließen

Politik

Rat

Der Rat der Gemeinde Bissendorf besteht aus 30 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 Einwohnern.[21] Die 30 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Stimmberechtigt im Rat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Guido Halfter (parteilos).

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996:

Weitere Informationen CDU, SPD ...
Rat der Gemeinde Bissendorf: Wahlergebnisse und Ratsmitglieder
CDU SPD Grüne FDP AfD Wählergruppen¹ Einzel-
bewerber
Sonstige Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode%Mandate %Mandate %Mandate %Mandate % Mandate %Mandate %Mandate %Mandate %Gesamtanzahl der Sitze im Rat %
2021–2026 36,6 11 30,7 9 18,9 6 5,9 2 3,0 1 4,9 1 100 30 66,3
2016–2021 37,411 35,611 11,94 7,42 7,72 100 30 62,2
2011–2016 33,510 39,312 14,75 4,61 7,92 100 30 60,7
2006–2011 31,49 36,911 5,82 10,33 15,75 100 30 61,5
2001–2006 44,514 40,412 4,61 7,12 3,41 100 30 65,5
1996–2001 43,514 42,414 6,92 4,41 1,40 1,30 100 31 68,2
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen,[22] Landkreis Osnabrück.[23][24][25][26]
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet, da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

¹bis 2021: Unabhängige Wähler Gemeinschaft (UWG), seit 2021: Unabhängige Wähler Bissendorf (UWB)
Schließen

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Bissendorf ist seit 2001 Guido Halfter (parteilos). Er trat nach der Kommunalwahl 2006 seine zweite Amtszeit an. Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 12. September 2021 wurde er als Amtsinhaber mit 76,7 % der Stimmen erneut wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,7 %.[27] Halfter trat seine weitere Amtszeit am 1. November 2021 an.

Halfter (* 21. Juli 1964 in Osnabrück) wuchs in Schledehausen auf, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von 1981 bis 1984 machte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und von 1989 bis 1996 die Ausbildung für den allgemeinen gehobenen Verwaltungsdienst, beides in der Gemeinde Bissendorf. Nachdem er 1995 sein Abitur nachgeholt hatte, studierte er seit 1996 Wirtschaftswissenschaften und war von 1996 bis 2001 Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes der Gemeinde Bissendorf.

  • seit 2001 Guido Halfter (parteilos)
  • 1996–2001 Georg Harcke,[28] erster hauptamtlicher Bürgermeister
  • 1991–1996 Kurt Schwarzmann (SPD)
  • 1981–1991 Wilhelm Wiesehahn (CDU)
  • 1972–1981 Kurt Schwarzmann (SPD)[29]

Wappen

Wappen der Gemeinde Bissendorf
Wappen der Gemeinde Bissendorf
Blasonierung: „Von Gold (Gelb) und Schwarz gespalten; rechts drei zwei zu eins gestellte schwarze Wolfsangeln, links ein gold- (gelb-)gekrönter Löwe.“[30]
Wappenbegründung: Das Wappen wurde 1975 vom Regierungspräsidenten in Osnabrück verliehen. Die Wolfsangeln wurden aus dem Wappen der früheren Gemeinde Schledehausen (genehmigt vom Niedersächsischen Minister des Innern Richard Borowski am 8. Februar 1951) übernommen, dem ursprünglichen Wappen der Edelherren von Sledesen (Schledehausen, ~1100–1396), die als bischöfliche Ministerialen in der frühen Osnabrücker Geschichte eine bedeutende Position innehatten. Der silberne Löwe entstammt dem Familienwappen der Ritter von Bissendorf und der früheren Gemeinde Bissendorf. Die Entstehung der neuen Gemeinde Bissendorf wird durch diese Wappenzusammenfügung auch symbolisch zum Ausdruck gebracht.

Flagge

Hissflagge der Gemeinde

Die Flagge der Gemeinde Bissendorf zeigt in zwei gleich breiten Streifen von oben nach unten die Farben Schwarz und Gold, in dem schwarzen und goldenen Streifen je zur Hälfte übergreifend das Gemeindewappen.

Bauwerke

siehe auch: Liste der Baudenkmale in Bissendorf

Das Haupthaus von Gut Stockum

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Straßenverkehr

Bissendorf ist über die Bundesautobahn A 30, die das Gemeindegebiet in West-Ost-Richtung durchquert, angebunden. Anschlussstellen befinden sich im Gemeindeteil Bissendorf sowie an der westlichen Gemeindegrenze bei Natbergen.

Schienen- und Busverkehr

Der Bahnhof Wissingen im gleichnamigen Bissendorfer Gemeindeteil liegt an der Bahnstrecke Löhne–Rheine. Im Personennahverkehr verkehrt hier im Stundentakt die RB 61 Wiehengebirgsbahn HengeloRheineOsnabrückHerfordBielefeld. Im Bahnverkehr gilt der Niedersachsentarif. Der Westfalentarif kommt in Bissendorf nicht zur Anwendung, im NRW-Tarif sind nur Pauschalangebote gültig.

Regionalbusse verbinden Bissendorf mit Osnabrück und Melle. Im Busverkehr des Landkreises Osnabrück gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS).

Wasserschloss Ledenburg

Bildung

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI