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Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa

Film von John G. Avildsen (1986) From Wikipedia, the free encyclopedia

Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa (Original The Karate Kid, Part II) ist ein US-amerikanischer Spielfilm unter Regie von John G. Avildsen und setzt den Kultfilm Karate Kid fort. Die Hauptdarsteller sind dieselben wie die im ersten Film, Ralph Macchio als Daniel LaRusso und Pat Morita als Mr. Miyagi. Der Film startete am 20. Juni 1986 in den US-Kinos sowie am 14. August 1986 in Deutschland.

TitelKarate Kid II – Entscheidung in Okinawa
OriginaltitelThe Karate Kid, Part II
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa
Originaltitel The Karate Kid, Part II
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 113 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Columbia Pictures
Stab
Regie John G. Avildsen
Drehbuch Robert Mark Kamen
Produktion Jerry Weintraub
Musik Bill Conti
Kamera James Crabe
Schnitt
  • John G. Avildsen
  • David Garfield
  • Jane Kurson
→ Besetzung und Synchronisation →
Chronologie
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Die Arbeiten an der Eröffnungsszene wurden bereits zehn Tage nach dem Erscheinen von Karate Kid aufgenommen.

Obwohl der Film überwiegend im japanischen Okinawa spielt, befanden sich neben Los Angeles sämtliche Drehorte auf Oahu, einer der acht Hauptinseln Hawaiis.

Handlung

Unmittelbar im Anschluss an den Vorgängerfilm reist Mr. Miyagi[Anm. 1] in Daniels Begleitung nach Okinawa in Japan, das Mutterland des Karate, um seinem im Sterben liegenden Vater die letzte Ehre zu erweisen. Der unerfüllbar scheinenden Liebe zu dem Mädchen Yukie wegen hatte Mr. Miyagi vor mehr als 40 Jahren seine Heimat verlassen, um einem Kampf auf Leben und Tod mit seinem besten Freund Sato aus dem Weg zu gehen. Sato, der ein sehr ausgeprägtes Ehrgefühl besitzt, hat aber die Verletzung seiner Ehre nicht vergessen und will noch immer kämpfen, um diese reinzuwaschen, denn Yukie hatte nach Miyagis Fortgang auch Sato nicht geheiratet, wie es ursprünglich vereinbart gewesen war. Miyagi weigert sich aber auch nach dem Tod seines Vaters konsequent, mit Sato zu kämpfen, bis dieser droht, das Land, auf dem Miyagis Heimatdorf liegt, zu enteignen. Kurz vor dem Zusammentreffen wird das Dorf durch einen Wirbelsturm verwüstet, in dessen Verlauf Miyagi Sato das Leben rettet und die ehemaligen Freunde wieder zueinander finden.

Daniel indes verliebt sich in Yukies Nichte Kumiko. Ihr Glück wird aber durch immer wiederkehrende unschöne Zwischenfälle mit Satos Neffen und Meisterschüler Chozen getrübt. Dieser ist ein exzellenter Karateka mit einem überzogenen Ehrgefühl, welches selbst jenes seines Onkels Sato übertrifft. Er entwickelt gegenüber Miyagi und Daniel ein großes Hassgefühl, und es kommt mit beiden zu körperlichen Auseinandersetzungen. Gegen Miyagi ist er chancenlos, aber gegen Daniel behält er meistens die Oberhand. Als Daniel Chozen mehrfach – teilweise gewollt, teilweise ungewollt – vor Dorfbewohnern blamiert, indem er ihn auf einem Tauschmarkt als Betrüger entlarvt, oder eine Wette mit hohem Geldeinsatz gegen ihn gewinnt, wächst dessen Wut und Abneigung gegenüber Daniel immer mehr.

Als der Wirbelsturm, bei dem Sato und Miyagi wieder zueinander finden, ein kleines Mädchen in Lebensgefahr bringt, und Daniel diesem zu Hilfe eilt, bittet Sato seinen Neffen Chozen, Daniel zu helfen. Dieser lehnt aber wegen seiner gekränkten Ehre ab. Durch diesen Vorfall verliert Chozen auch das Gesicht vor seinem Onkel, welcher ihm sagt, er sei für ihn gestorben. Chozen stürmt allein im strömenden Regen davon und schwört Daniel Rache, da er diesen für alles verantwortlich macht.

Beim Obon-Fest zu Ehren der Toten soll Kumiko einen Solotanz vorführen; Chozen bringt sie in seine Gewalt und zwingt Daniel zum Kampf auf Leben und Tod. Mithilfe einer neuen Lektion Mr. Miyagis – die sogenannte Trommeltechnik – und der Unterstützung aller Festbesucher, die Chozen aufgrund seines Verhaltens verlieren sehen wollen, gewinnt Daniel dieses Mal, tötet Chozen jedoch nicht, obwohl dieser ihn dazu auffordert.

Besetzung und Synchronisation

Pat Morita spielt den Karate-Sensei Mr. Miyagi.

Die deutsche Synchronfassung entstand bei Interopa Film in Berlin. Dialogregie führte Ronald Nitschke nach eigenem Dialogbuch.[1]

Weitere Informationen Figur, Darsteller ...
Figur Darsteller Deutscher Sprecher[1]
Daniel LaRusso Ralph Macchio Marco Brunnert
Mr. Miyagi[Anm. 1][2] Pat Morita Joachim Nottke
Kumiko Tamlyn Tomita Julia Biedermann
Chozen Toguchi Yuji Okumoto Benjamin Völz
Sato Danny Kamekona Helmut Krauss
Yukie Nobu McCarthy Christel Merian
John Kreese Martin Kove Manfred Lehmann
Johnny Lawrence William Zabka Andreas Fröhlich
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Trivia

In der dritten Staffel der Serienfortsetzung Cobra Kai treffen Daniel LaRusso, Chozen (der sich stark zum Guten gewandelt hat und inzwischen selbst Miyagi-Do-Karate lehrt), Kumiko und Yuki, das Mädchen, das von Daniel im Sturm gerettet wurde, erneut aufeinander. Ungewöhnlich ist hierbei, dass alle Darsteller, bis hin zur Nebenrolle Yukis, nach über 30 Jahren bereit waren, ihre Rollen wieder aufzunehmen und nicht umbesetzt werden mussten.

Rezeption

Weitere Informationen Quelle, Bewertung ...
Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 45 %[3]
Metacritic (Metascore) 55/100[4]
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[5]
CinemaScore A–[6]
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Karate Kid II erhielt ein schlechteres Presseecho als sein Vorgänger, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes ähnlich viele freundliche wie kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein.[3.1] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Gemischt oder Durchschnittlich“ aus.[4.1]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, die Fortsetzung eines Erfolgsfilms sei „dramaturgisch simpel“ und steuere direkt „auf den Höhepunkt der Handlung“ zu, jedoch nur um „selten den Reiz des Vorgängers“ zu erreichen. Der Film biete zudem „wenig Substanz“, so dass „dessen Plädoyer für Gewaltfreiheit unglaubwürdig“ wirke.[7]

„Dank des Location-Wechsel und der Verlagerung des Storyschwerpunkts auf die Fish-out-of-water-Story und Miyagis Familie kann auch dieser schwächere Nachzieher zu Karate Kid noch gut unterhalten, auch wenn der unvermeidliche Schlusskampf am Ende arg gezwungen wirkt. Die Chemie zwischen Morita und Macchio stimmt nach wie vor und sorgt zumindest für solide Feierabendunterhaltung mit einigen sehr schönen Landschaftsaufnahmen.“

Der Titelsong des Films, Glory of Love von Peter Cetera, war im Jahr 1987 in der Kategorie Best Music, Original Song für den Oscar nominiert. Der Film wurde im selben Jahr mit dem Young Artist Award in der Kategorie Exceptional Feature Film – Family Entertainment – Drama ausgezeichnet.

Anmerkung

  1. Mr. Miyagi (Mister Miyagi) alias Miyagi Sensei alias Kesuke Miyagi alias Nariyoshi Miyagi (japanisch 宮城成義 Miyagi Nariyoshi).

Einzelnachweise

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