Karl-Ulrich Gelberg
deutscher Historiker
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Karl-Ulrich Gelberg (* 1962 in Düsseldorf) ist ein deutscher Historiker.[1]
Werdegang
Gelberg studierte Geschichte und Romanistik an den Universitäten Würzburg und Clermont-Ferrand. In Würzburg promovierte er 1990 mit einer Arbeit über Hans Ehards erste Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident. 1990 wurde er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Historischen Kommission München, seit 2005 ist er deren Geschäftsführer.[2] Von 2007 bis 2025 war er gleichzeitig Geschäftsführer des Historischen Kollegs.
Gelbergs Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte Bayerns vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die frühen 1960er. In diesem Zusammenhang hat er mehrere Quellensammlungen herausgegeben, die meisten im Namen der Historischen Kommission München sowie der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit. Im Jahr 2000 erhielt er den Max-Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Publikationen (Auswahl)
Monographien
- Hans Ehard. Die föderalistische Politik des bayerischen Ministerpräsidenten 1946 – 1954, Droste, Düsseldorf 1992, ISBN 3-7700-0976-2.
- Vom Kriegsende bis zum Ausgang der Ära Goppel (1945—1978). In: Handbuch der bayerischen Geschichte. Vierter Band Das Neue Bayern. Von 1800 bis zur Gegenwart. Erster Teilband: Staat und Politik (Bd. IV/1). Begründet von Max Spindler neu herausgegeben von Alois Schmid. Zweite völlig neu bearbeitete Auflage München 2003, S. 635–956, ISBN 3-406-50451-5.
- Ausblick. Bayern 1978-1998. In: ebd. S. 957–1008, ISBN 3-406-50451-5.
- „Wer mitbestimmen will, muss etwas wissen.“ Die Entstehung der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit (= Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit 119), München 2005.
- Die Gründung der Akademie für politische Bildung in Tutzing 1957, in: Heinrich Oberreuter (Hg.), Kraftzentrum politischer Bildung. Zur Gründungsgeschichte der Akademie. München 2007, S. 13-99.
Quelleneditionen
- Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945 – 1954. Das Kabinett Schäffer. 28. Mai bis 28. September 1945, Oldenbourg, München 1995, ISBN 3-486-56103-0.
- Kriesende und Neuanfang in Augsburg. Erinnerungen und Berichte (= Biographische Quellen zur Zeitgeschichte 17), Oldenbourg, München 1996, ISBN 3-486-56157-X.
- Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945 – 1954. Das Kabinett Hoegner. 28. September 1945 bis 21. Dezember 1946, Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56194-4.
- Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945 – 1954. Das Kabinett Ehard I. 21. Dezember 1946 bis 20. September 1947, Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-56413-7.
- Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945 – 1954. Das Kabinett Ehard II. 20. September 1947 bis 18. Dezember 1950, Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-56656-3.
- Quellen zur politischen Geschichte Bayerns in der Nachkriegszeit. Band 1, 1944 – 1957 (= Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit 112), München 2002.
- mit Ellen Latzin: Quellen zur politischen Geschichte Bayerns in der Nachkriegszeit. Band 2, 1957 – 1978 (= Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit 113), München 2005.
Aufsätze
- Politische Autobiographie in Bayern. Ein Überblick. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 62 (1999) S. 543–565.
- Kardinal Wendel und die bayerische Politik 1952 – 1960. In Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte 46 (2001), S. 209–233.
- Die digitale Strategie der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. In: Digitales Edieren im 21. Jahrhundert, Hg.: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen (Fachtagung des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Villa Horion, 3.–4.11.2015)
Weblinks
- Website der Historischen Kommission München
- Artikel von Karl-Ulrich Gelberg im Historischen Lexikon Bayerns
- Artikel von Karl-Ulrich Gelberg in der Deutschen Biographie