Karl Brix

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Karl Brix (* 1934; † 2000) war ein deutscher Kunsthistoriker und Kurator. Er galt als einer der profiliertesten Experten für das Werk von Karl Schmidt-Rottluff und leistete wesentliche Beiträge zur Erforschung des Expressionismus in Sachsen.[1]

Leben und Wirken

Karl Brix war über mehrere Jahrzehnte an den Kunstsammlungen Chemnitz (damals Städtische Kunstsammlungen Karl-Marx-Stadt) tätig, wo er als Kustos und Sammlungsleiter fungierte.[2] Unter seiner Leitung wurde der Bestand an Werken der klassischen Moderne, insbesondere der Künstlergruppe Brücke, wissenschaftlich aufgearbeitet und in zahlreichen Ausstellungen präsentiert.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war das Leben und Schaffen von Karl Schmidt-Rottluff. Brix verfasste 1972 die maßgebliche Monografie über den Künstler im E. A. Seemann Verlag, die als Standardwerk gilt.[3] In der DDR-weit verbreiteten Reihe Maler und Werk des Verlags der Kunst veröffentlichte er zudem Hefte zu Schmidt-Rottluff und dem Maler Michaelis.

Neben der Malerei widmete sich Brix der Architektur- und Stadtgeschichte. Er erstellte kunsthistorische Gutachten zu bedeutenden Bauwerken der Nachkriegsmoderne in Karl-Marx-Stadt, wie etwa zur Stadthalle und dem damaligen Interhotel „Kongreß“ (heute Congress Hotel Chemnitz).[4]

Publikationen (Auswahl)

  • Karl Schmidt-Rottluff. Seemann, Leipzig 1972.
  • Karl Schmidt-Rottluff. Malerei und Grafik. (Bestandskatalog), Städtische Kunstsammlungen, Karl-Marx-Stadt 1974.[5]
  • Karl Schmidt-Rottluff. (Maler und Werk). Verlag der Kunst, Dresden 1987, ISBN 3-364-00068-9.
  • Paul Michaelis. Verlag der Kunst, Dresden 1974.
  • Carl Lange, Rudolf Pleissner. (Ausstellungskatalog), Museum am Theaterplatz, Karl-Marx-Stadt 1965.
  • Karl Brix: Architektur und bildende Kunst in Karl-Marx-Stadt. In: Sächsische Heimatblätter. Band 9, Nr. 3, 1963, S. 251ff. online

Literatur

  • Ingrid Möller: Karl Brix zum Gedenken. In: Sächsische Heimatblätter. Band 47, Nr. 1, 2001, S. 58.

Einzelnachweise

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