Karl Tutein
deutscher Dirigent
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Jacob Franz Karl Tutein (* 26. August 1887 in Mannheim; † 19. Dezember 1984 in München) war ein deutscher Dirigent.
Laufbahn
Tutein absolvierte von 1904 bis 1909 sein Kapellmeister-Studium, zuletzt 1908/1909 am Konservatorium von Sondershausen. Zunächst wirkte er 1909/1910 als Dirigent in Colmar (Elsass), anschließend 1910/1911 in Graudenz (Pommern), 1911/1912 an der Berliner Komischen Oper und 1912 bis 1914 am Stadttheater Augsburg, dort auch als Chordirektor.[1]
Nach dem Ersten Weltkrieg war er in Augsburg 1917 bis 1928 Erster Kapellmeister der Oper neben dem Städtischen Kapellmeister Josef Bach. Ab 1928 arbeitete Tutein als Erster Kapellmeister und 1930 bis 1932 als Operndirektor am Stadttheater Graz. 1932 bis 1940 war er Kapellmeister (ab 1933 NSDAP-Mitgliedschaft[2] und Staatskapellmeister) an der Bayerischen Staatsoper München und absolvierte während dieser Zeit auch Gastspiele in Augsburg. 1940 bis 1945 wirkte Tutein als Generalmusikdirektor[3] am damaligen Staatstheater Danzig, in dessen Nähe er bereits von 1924 bis 1943 als Kapellmeister der Waldoper in Zoppot engagiert war.[1]
Nach seiner Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft wurde Tutein 1951 ständiger Gastdirigent an der Bayerischen Staatsoper. Er nahm zahlreiche Gastdirigate im In- und Ausland wahr.[1]
Auszeichnung
- 1966 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Literatur
- Tutein, Karl im Bayerischen Musiker-Lexikon Online (BMLO)
- Ernst Klee: Tutein, Karl. In: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 622–623.