Kehrung (Wasserstand)
Verhinderung der Ausbreitung der Hochwasserstände im Wasserbau des Küsteningenieurwesens und in der Fachsprache des Küstenschutzes
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Als Kehrung wird im Wasserbau des Küsteningenieurwesens und in der Fachsprache des Küstenschutzes die Verhinderung der Ausbreitung der Hochwasserstände verstanden.[1] Besonders bei Sturmfluten dient die Kehrung an den Sturmflutsperrwerken dem Schutz des Hinterlandes vor Hochwasser vom Meer her[2] und verhindert flussaufwärts gerichtete Überschwemmungen. Damit fallen die Wasserstände oberhalb der Sperrstelle deutlich niedriger aus. Jedoch birgt eine langanhaltende Kehrung eines Tideflusses die Gefahr von Hochwasser auf der Binnenseite, da das geschlossene Sperrwerk den normalen Abfluss behindert. Dem kann durch verschließbare Umläufe (Bypässe) am Sperrwerk begegnet werden (siehe Sperrwerk Greifswald).
Der Begriff zeigt Verwandtschaft mit der niederländischen Sprache: Als waterkering wird eine Wassersperre bezeichnet, die das Wasser zurückhält. Beispiel maeslankering.
Weblinks
- Bärbel Koppe: Hochwasserschutzmanagement an der deutschen Ostseeküste, Dissertation Universität Rostock (2002)
- Edgar Nehlsen: Wasserbauliche Systemanalyse zur Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels für tidebeeinflusste Nebengewässer der Elbe, Dissertation Technische Universität Hamburg-Harburg (2017)