Kellenhusen (Ostsee)
Gemeinde im Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein
From Wikipedia, the free encyclopedia
Kellenhusen (Ostsee)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Neben dem namenstiftenden Seeheilbad sind auch das ebenso betitelte Forsthaus sowie die Häusergruppen Bokhorst und Vogelsang als weitere Wohnplätze in der Gemeinde verzeichnet.[3]
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 54° 11′ N, 11° 4′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Ostholstein | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Grömitz | |
| Höhe: | 0 m ü. NHN | |
| Fläche: | 8,17 km² | |
| Einwohner: | 1234 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 151 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23746 | |
| Vorwahl: | 04364 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OH | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 55 025 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchenstraße 11 23743 Grömitz | |
| Website: | www.gemeinde-kellenhusen.de | |
| Bürgermeister: | Stefan Schwardt (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Kellenhusen (Ostsee) im Kreis Ostholstein | ||
Geografie
Die Gemeinde Kellenhusen liegt am nördlichen Küstenabschnitt der Lübecker Bucht der Ostsee.[4] Naturräumlich wird das Gemeindegebiet der Haupteinheit Ostholsteinisches Hügel- und Seenland (SO)[5] des Schleswig-Holsteinischen Hügellandes zugeordnet. Der nördliche Abschnitt des Gemeindegebietes wird vom Guttauer Gehege eingenommen, welches als FFH-Gebiet Guttauer Gehege geschützt ist. Nachbargemeinden sind Grömitz im Westen, Dahme im Nordosten und Grube im Norden.[4]
Politik
Gemeindevertretung
Nach der Wahl 2023 gab es folgendes Ergebnis:
Verwaltung
Die kommunale Verwaltung von Kellenhusen oblag von 1970 bis 2006 dem Amt Grube. Seitdem bilden Kellenhusen und die Gemeinden Dahme und Grube eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Grömitz, die die Verwaltungsgeschäfte für die drei Gemeinden mit durchführt.
Wappen
Blasonierung: „Von Blau und Gold schräglinks geteilt. Oben an der Teilung ein silberner im Boot stehender Fischer, unten fächerförmig gestellt je ein grünes Buchen-, Eichen- und Eschenblatt.“[7]
Sehenswürdigkeiten

Der Fischer ist eine Skulptur des Bildhauers Axel Süphke.
Nachdem die alte Seebrücke 2004/2005 durch ungünstige Witterung beschädigt worden war, sollte bis zur Saison 2006 eine neue 305 m lange Seebrücke mit drei Themeninseln entstehen. Die Seebrücke wurde am Freitag, den 8. Juni 2007 eingeweiht. Die neue Seebrücke bietet mit drei „Themeninseln“ Möglichkeiten zum Entspannen und Baden. Am Seebrückenkopf können kleinere Schiffe anlegen, was den Tourismus des Ortes durch bessere Verbindungen mit den großen Nachbarn wie Lübeck oder Travemünde und Fehmarn verbessert. Zudem kann man auf der Seebrücke heiraten.

Seit 2019 wird die Seebrücke durch ein digital gesteuertes Lichtkonzept abends illuminiert. Die Idee ging aus einer Aktion des Ostsee Holstein Tourismus e. V. hervor. Mehrere tausend LEDs leuchten dabei in verschiedenen wechselnden Farbverläufen, die steuerbar sind. Nach außen strahlt die Seebrücke aus schifffahrtsrechtlichen Gründen in weiß. Die „Lichterbrücke“ in Kellenhusen ist die einzige illuminierte Seebrücke an der deutschen Ost- und Nordseeküste.
Die 5-Mark-Eiche befindet sich im Kellenhusener Forst.
Wirtschaft und Verkehr

Die Wirtschaft von Kellenhusen hat sich von einem Fischerort zu einer überwiegend touristisch geprägten Gemeinde entwickelt. Durch den Ausbau von Freizeitinfrastrukturen wird die Gemeinde als familiäre Urlaubsdestination nachgefragt.
Sportanlagen bestehen für Fußball, Beachvolleyball, Minigolf, Tennis, Schwimmen, Surfen, Kitesurfen, Segeln, Bogenschießen, Luftgewehrschießen sowie zum Discgolf. Der Ostseeküsten-Radweg,[8] ermöglicht radtouristische Angebote.
Im Sommer 2017 diente Kellenhusen als Drehort für den ZDF-Zweiteiler „Die verschwundene Familie“.[9]

Die Bundesstraße 501 verbindet Kellenhusen mit Neustadt und Heiligenhafen und Neustadt an der A 1.
Der nächste Anschluss des Ortes im SPNV befindet sich in Lensahn etwa 14 km weiter westlich. Die Buslinie 550 verbindet Kellenhusen mit Dahme, Grube, Grömitz, Neustadt in Holstein und Oldenburg in Holstein.
Literatur
- Erik Schweitzer: Ein Dorf, zwei Welten. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Band 5: Holt – Krokau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2005, ISBN 978-3-926055-79-8, S. 194–196.
