Khalilur Rahman
Bangladeschischer Diplomat und Politiker
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Khalilur Rahman (bengalisch খালিলুর রহমান; * 1954) ist ein bangladeschischer Diplomat und Politiker, der seit Februar 2026 Außenminister seines Landes und seit September 2026 Präsident der 81. Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen ist.

Leben und Wirken
Rahman belegte 1977 sowohl in der ersten regulären Prüfung des Bangladesh Civil Service nach der Unabhängigkeit als auch in der MA-Prüfung in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Dhaka den ersten Platz.[1] Nach einer Tätigkeit bei der American Express International Bank in den Jahren 1978 und 1979 trat er 1979 in den diplomatischen Dienst Bangladeschs ein.[1] Von 1980 bis 1983 studierte er an der Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University und an der Kennedy School of Government der Harvard University; dort erwarb er einen Master in Law and Diplomacy und promovierte in Volkswirtschaftslehre.[2] Von 1983 bis 1991 arbeitete er im Außenministerium Bangladeschs und an der Ständigen Vertretung Bangladeschs bei den Vereinten Nationen in New York.[1] Im Jahr 2001 kehrte er kurzzeitig in den Regierungsdienst zurück und wurde Privatsekretär des Chefberaters der damaligen Übergangsregierung, Latifur Rahman.[1] Rahman gehört zu den Gründern der East West University in Dhaka.[1]
Rahman wechselte 1991 als Special Adviser zur UNCTAD in Genf und bekleidete in den folgenden 25 Jahren leitende Funktionen der Vereinten Nationen in New York und Genf.[1] In der UN-Arbeit befasste er sich mit Handel, Finanzierung und Entwicklung; er wirkte an UN-Leitpublikationen mit und leitete die Ausarbeitung des Programme of Action der Brüsseler LDC-Konferenz von 2001.[1] Am 19. November 2024 ernannte ihn Chefberater Muhammad Yunus zum High Representative für die Rohingya-Frage und weitere Schwerpunktangelegenheiten.[1] Im April 2025 wurde er zusätzlich National Security Adviser, wobei er die Zuständigkeit als High Representative für die Rohingya-Frage behielt.[2] Im Februar 2026 wurde Rahman Außenminister der Regierung unter Tarique Rahman, nachdem er zuvor im Übergangskabinett von Muhammad Yunus als National Security Adviser gedient hatte.[3] Am 2. Juni 2026 wurde er als Nachfolger von Annalena Baerbock zum Präsidenten der 81. Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen gewählt.[4] Bei der Wahl in New York setzte er sich mit 99 zu 91 Stimmen gegen den zyprischen Diplomaten Andreas S. Kakouris durch; das einjährige Amt trat er am 9. September 2026 an.[5]