Breddin

Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Land Brandenburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Breddin ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Sie wird vom Amt Neustadt (Dosse) verwaltet.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Breddin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breddin hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 53′ N, 12° 13′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Amt: Neustadt (Dosse)
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 44,99 km²
Einwohner: 890 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16845
Vorwahl: 033972
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 052
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstraße 6
16845 Neustadt (Dosse)
Website: www.amt-neustadt-dosse.de
Bürgermeister (ehrenamtlich): Hanno Nebelin (Freiwillige Feuerwehr)
Lage der Gemeinde Breddin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
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Geografie

Breddin liegt im westlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin zwischen Havelberg und Neustadt (Dosse). Im Norden grenzt die Gemeinde Breddin an die Gemeinde Plattenburg (Landkreis Prignitz) und an die Stadt Kyritz, im Osten an die Gemeinden Stüdenitz-Schönermark und Zernitz-Lohm sowie an den Gemeindeteil Roddahn der Stadt Neustadt (Dosse). Im Westen grenzt Breddin an die Stadt Havelberg in Sachsen-Anhalt. Der Gemeindeteil Breddin-Abbau ist eine von Havelberger Territorium vollständig umschlossene Exklave Breddins.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Breddin gehören:[2]

Bewohnte Gemeindeteile

Breddin, Breddin-Abbau, Damelack, Joachimshof, Sophiendorf, Voigtsbrügge

Wohnplätze

Hörning, Obermühle, Rotes Forsthaus

Geschichte

Breddin ist eines der größten Dörfer der Prignitz und soll wendischen Ursprungs sein. Sprachforscher nehmen an, dass der Name aus dem slawischen Grundwort brot = Furt herzuleiten ist. Urkundlich nachzuweisen ist der Ort seit dem 13. Jahrhundert. So datiert die Stiftungsurkunde der Feldsteinkirche aus dem Jahr 1273. Von allen mittelalterlichen Kirchen der Prignitz kann man nur für die Breddiner exakt das Jahr der Einweihung nachweisen: Beim Abbruch des Altars 1846 wurde darin die Urkunde über die Kirchweihe gefunden. Breddin mit seinen Ortsteilen Obermühle, Breddin Abbau und Kümmernitz (jetzt Ortsteil von Havelberg) gehörte viele Jahre zum Domkapitel Havelberg. Von der Form her ist Breddin ein Straßendorf. Der Bahnhof entstand genau 40 Jahre nach der Eröffnung der Berlin-Hamburger Eisenbahn und wurde 1886 eröffnet. Kulturell und sportlich war Breddin schon immer sehr rege. Der Männerchor wurde bereits 1869 gegründet, der Turnverein im Jahre 1907. Viele Handwerker und Gewerbetreibende siedelten sich im Laufe der Zeit hier an. Voigtsbrügge wurde 1957 eingemeindet, 1973 Damelack und Sophienhof.[3]

Breddin gehörte seit 1817 zum Kreis Ostprignitz in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Kyritz im DDR-Bezirk Potsdam. Seit 1993 liegt Breddin im brandenburgischen Kreis Ostprignitz-Ruppin.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
18750 794
18900 793
19100 979
19250 915
19330 937
19390 900
Jahr Einwohner
19461 337
19501 249
19640 968
19710 914
19811 312
19851 340
Jahr Einwohner
19901 292
19951 223
20001 120
20051 045
20100 934
20150 908
Jahr Einwohner
2020903
2021892
2022895
2023893
2024890
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[4][5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Religion

Dorfkirche Breddin
Dorfkirche im Ortsteil Damelack

35 % der Einwohner von Breddin sind evangelisch, 2 % katholisch.[7] Die lutherischen Dorfkirchen Breddin und Damelack gehören zur Gesamtkirchengemeinde Neun Kirchen Breddin und Umland[8] im Kirchenkreis Prignitz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die wenigen Katholiken sind der Pfarrei Hl. Geist mit Sitz in Kyritz zugeordnet, die zum Dekanat Wittenberge im Erzbistum Berlin gehört.

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Breddin besteht aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[9]

Weitere Informationen Partei / Wählergruppe, Stimmenanteil 2024 ...
Partei / Wählergruppe Stimmenanteil

2024

Sitze

2024

Stimmenanteil

2019

Sitze

2019

Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr 40,8 % 4 47,4 % 5
Unabhängige Wählergemeinschaft 38,3 % 4 33,9 % 3
Bürgergruppe Breddin 17,3 % 2 18,6 % 2
Einzelwahlvorschlag Olischläger 3,6 %
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Bürgermeister

  • 1998–2003: Wolfgang Walther[10]
  • 2003–2024: Reinhard Neumann[11]
  • seit 2024: Hanno Nebelin (Freiwillige Feuerwehr)[12]

Nebelin wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 94,4 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.[13]

Wappen

Wappen von Breddin
Wappen von Breddin
Blasonierung: „Geteilt von Gold und Blau; oben eine rote Urkunde mit goldenem N als gotische Initiale und anhängendem, rotem Rundsiegel; unten zwei schräggekreuzte goldene Krummstäbe mit abflatterndem Sudarium, oben bewinkelt von einem fußgespitzten Kreuz.“[14]

Das Wappen wurde am 11. Februar 1998 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Flagge

„Die Flagge ist Blau – Gelb (1:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.“

Gemeindepartnerschaften

Seit 1991 besteht eine Partnerschaft zum niedersächsischen Jeddeloh II.[15]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Breddin

Verkehr

Durch Breddin führt die Landesstraße L 141 von der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt nach Neustadt (Dosse).

Der Bahnhof Breddin liegt an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg. Dort verkehren stündlich Züge der Regional-Express-Linie RE 8 WismarSchwerin HbfWittenbergeNeustadt (Dosse)Berlin-SpandauBerlin HbfBerlin SüdkreuzLuckau-UckroDoberlug-KirchhainErlsterwerda.

Schulen

  • Grundschule Breddin (Löwenzahn Grundschule) – die Schule arbeitet nach dem Modell der „verlässlichen Halbtagsschule“.

Persönlichkeiten

Sonstiges

Literatur

  • Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – A–M. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-032-6, S. 87 ff.
Commons: Breddin (municipality) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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